Pilze
Bildrechte: Colourbox.de

Schon gewusst? 13 interessante Fakten für Pilzsammler

Pilze
Bildrechte: Colourbox.de

1. Schimmel an Pilzen gefährlich

Ist Schimmel an den Pilzen, lassen Sie die Pilze stehen. Schimmel bedeutet immer: Der Pilz ist giftig und nicht mehr genießbar. Verdorbene Pilze können eine schwere Lebensmittelvergiftung auslösen, verschimmelte Pilze sogar Genschäden. Ein noch nicht sichtbarer Schimmel bildet aufgrund der noch geringen Ausbreitung keine Gefahr!

2. Pilzsammeln in Naturschutzgebieten verboten

In Naturschutzgebieten ist das Pilzsammeln verboten. Wer erwischt wird, dem droht ein hohes Bußgeld.

3. Deutsche Wildpilze dürfen nicht verkauft werden

Der Verkauf von in Deutschland gesammelten Wildpilzen ist generell verboten. Bei reichlichem Vorkommen einer nicht geschützten Art, kann vom Landratsamt eine Sondergenehmigung beantragt werden.

4. Nächtliches Pilzsammeln untersagt

In Deutschland ist das Suchen von Pilzen in der Nacht verboten – zum Schutz der Wildtiere.

5. Rohe Pilze fast immer giftig

Fast alle Pilze sind roh in der Regel giftig. Nur wenige Arten können auch roh verzehrt werden, z.B. Steinpilz oder Zucht-Champignon. Wegen der Verschmutzung mit Kleinstlebewesen, Fuchsbandwurm-Eiern und Bakterien raten Pilzsachverständige jedoch generell davon ab, Pilze roh zu essen.

6. Pilzgerichte nicht in Metallbehälter

Pilzgerichte können bis zu 24 Stunden im Kühlschrank in Plastik- oder Porzellangeschirr aufbewahrt und dann wieder aufgewärmt werden. Nur Metallbehälter aus Kupfer oder Aluminium sind für die Aufbewahrung nicht geeignet. Durch die Oxydation mit den Inhaltsstoffen der Pilze entstehen Giftstoffe, die krank machen können.

7. Essbare Pilze sind sehr gesund

Essbare Pilze haben sehr viele Vitamine und Mineralstoffe und sind deshalb sehr gesund. In der Chinesischen Medizin wirken Pilze auch gegen viele Krankheiten wie z.B. Krebs und Diabetes. Giftige Pilze hingegen können von harmlosen Magen-Darm-Beschwerden zu tödlichem Nieren- oder Leberversagen führen.

8. Zucht von Steinpilzen möglich

Steinpilze wurden schon erfolgreich gezüchtet, wenn auch nur in sehr geringen Mengen. Eine Wirtschaftlichkeit war aufgrund der extremen Schwierigkeit und nur geringen Ernte nicht gegeben. Pilz-Arten wie Steinpilze oder Pfifferlinge sind sogenannte Symbiosepilze, die eine Symbiose mit einem entsprechenden Baum benötigen sowie auch entsprechende günstige Bodenverhältnisse, um Fruchtkörper zu tragen. Aber nicht immer will der Baum auch eine Symbiose eingehen.

9. Pilze können Allergien auslösen

Jeder Pilz kann unter Umständen Allergien auslösen. Sollte dies der Fall sein, muss auf den Verzehr von Pilzen verzichtet werden.

10. Pilze nicht vor Verzehr auftauen

Pilze auf gar keinen Fall vor der Verwendung auftauen. Das würde dazu führen, dass sich das Pilzeiweiß zersetzt und giftig wirkt. Eingefrorene Pilze deshalb direkt in die Pfanne und sofort zubereiten!

11. Nicht mehr als 20 Kilogramm Pilze pro Jahr essen

Wegen der radioaktiven Belastung bzw. der Belastung mit Schwermetallen sollte man nicht mehr als zehn bis 20 Kilogramm Waldpilze pro Jahr essen. Maronenröhrlinge sind am stärksten belastet. Alle Zuchtpilze wie Champignon, Austernseitlinge, Kräuterseitlinge, Stockschwämmchen... usw. sind nicht verstrahlt und schwermetallbelastet und können auch in größeren Mengen ohne Bedenken verzehrt werden.

12. Rekord-Hallimasch in Amerika

Ein Hallimasch aus Oregon in den USA ist der größte Pilz der Welt. Das Myzel ist über neun Quadratkilometer groß. Der Pilz wiegt über 600 Tonnen und ist älter als 2.400 Jahre.

13. Pilzsammeln nur für Eigengebrauch

In Deutschland und Tschechien darf man nur so viel Pilze sammeln, wie man für den Eigenbedarf braucht. Wie viel das genau ist, ist nicht geregelt.


Quelle: Wolfgang Bachmeier, Pilzsachverständiger der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (www.123pilze.de)

Zuletzt aktualisiert: 01. Oktober 2018, 13:44 Uhr