19.01.2020 | 15:50 Uhr Echt oder Falschgeld? Sicherheitstipps der Bundesbank für Sachsen

Fast jeden Tag hat man als Kunde Geld in der Hand oder gibt es weiter. Würde man auch Falschgeld erkennen? Man sollte, sagt die Bundesbank und hat in Dresden dazu Tipps gegeben.

Ein Falschgeldexperte untersucht einen 50-Euro-Schein.
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Die Bundesbank hat einen Rückgang der gefälschten Euro-Banknoten festgestellt. Wenn falsche Banknoten gefunden würden, dann seien es derzeit am häufigsten 50-Euro-Scheine, sagte Axel Fröhlich von der Bundesbankfiliale in Chemnitz. Von einer "Blüten-Schwämme" in Sachsen könne aber keine Rede sein, meinte der Bankkaufmann, der die Bundesbank an einem Messestand auf dem Börsentag in Dresden am Sonnabend vertreten hatte.

Blüten-Bilanz 2018

Im Jahr 2018 wurden der Bundesbank 58.000 falsche Euroscheine gemeldet. Die hatten einen Nennwert von 3,4 Millionen Euro. Das war ein Rückgang um 20 Prozent im Vergleich zum Jahr 2017. Am häufigsten sind 2018 laut Bundesbank 50-Euro-Scheine gefälscht worden (72 Prozent aller Blüten). Am seltensten tauchten falsche Fünf-Euro-Scheine und 200er-Scheine (jeweils ein Prozent) in der Statistik auf. Die Bundesbank hat ausgerechnet, dass rein statistisch betrachtet sieben falsche Banknoten auf 10.000 Bundesbürger kamen.

Ende April 2019 hatte die Bundesbank die letzten 500-Euro-Scheine ausgegeben. Anlass war der Entschluss der Europäischen Zentralbank, die 500-Euro-Scheine aus dem Verkehr zu ziehen, um Schattenwirtschaft und Terrorismusfinanzierung zu erschweren. "Seitdem haben die 100-Euro-Scheine im Umlauf sehr stark zugenommen", sagte Bundesbanker Axel Fröhlich.

Fühlen, sehen, kippen

Bundesbank-Mitarbeiterin Meike Hintermair (re.) erklärt einem Messestandbesucher in Dresden, woran er erkennen kann, ob ein Geldschein echt ist.
Bundesbank-Mitarbeiterin Meike Hintermair (re.) erklärt einem Messestandbesucher in Dresden, woran er erkennen kann, ob ein Geldschein echt ist. Bildrechte: MDR/Kathrin König

In Dresden stellte die Bundesbank ihre Sicherheitskampagne vor, wie man als Verbraucher oder Kunde gefälschte Geldscheine sofort erkennen kann. Das Prinzip lautet "fühlen, sehen, kippen" und weist auf die Fälschungsschutzmerkmale hin.

Bei einem echten Geldschein könne man links und rechts an der Banknote ein Relief erfühlen. Wenn man den Schein ins Gegenlicht halte, sei ein Wasserzeichen mit Wertzahl zu erkennen. Und werde der Schein hin- und hergekippt, bewegten sich kleine Euro-Symbole als Hologramm um die Wertzahl des Scheins. "Die Leute sollen am Griffgefühl und beim Ansehen merken, welcher Schein echt ist und welcher eine Blüte", sagte Axel Fröhlich dazu.

Was tun bei Falschgeld?

Sollte man einen unecht wirkenden Geldschein in die Hände bekommen, dann empfiehlt die Bundesbank, den Schein nicht anzunehmen und die Polizei zu rufen. "Auf keinen Fall darf man den Schein einfach weitergeben. Man bringt damit ja Falschgeld in Umlauf und macht sich strafbar", erklärte der Bundesbanker in Dresden. Falsche Banknoten könnten auch bei der Hausbank oder bei den 35 Filialen der Bundesbank abgegeben werden.

Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 18.01.2020 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. Januar 2020, 15:46 Uhr

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