24.05.2019 | 17:35 Uhr Tausende Schüler in Sachsen bei "Fridays for Future"

Beim zweiten globalen Klimastreik von "Fridays for Future" wollen sich am Freitag Demonstranten in mehr als 100 Ländern beteiligen. Auch in Sachsen gingen mehrere Tausend Schüler auf die Straße. Demonstrationen gab es in Annaberg-Buchholz, Chemnitz, Bautzen, Dresden, Freiberg, Leipzig und Zwickau.

Schüler bei einer "Fridays for Future"-Demo in Bautzen
In Bautzen wurde erstmals demonstriert. Bildrechte: MDR/Ann-Kathrin Canjé

Tausende Schüler sind am Freitag für mehr Klimaschutz in Sachsen auf die Straße gegangen. Unter dem Motto "Fridays for Future" fordern junge Menschen seit Monaten weltweit mehr Anstrengungen beim Klimaschutz. Zu ihren konkreten Forderungen zählt unter anderem, die Erderwärmung auf 1,5-Grad Celsius zu begrenzen.

Impressionen der "Fridays-for-Future"-Demonstrationen in Sachsen

Bildergalerie "Fridays-for-Future"-Demonstrationen in Sachsen

Am Freitag gingen wieder Tausende Schüler auf die Straße. In Leipzig, Bautzen, Annaberg-Buchholz, Chemnitz, Dresden, Freiberg und Zwickau demonstrierten sie für mehr Klimaschutz.

 Schülerinnen und Schüler demonstrieren mit Protestplakaten vor dem Goldenen Reiter während des Fridays for Future in Dresden
In Dresden versammelten sich die Demonstranten vor dem Goldenen Reiter. Bildrechte: dpa
 Schülerinnen und Schüler demonstrieren mit Protestplakaten vor dem Goldenen Reiter während des Fridays for Future in Dresden
In Dresden versammelten sich die Demonstranten vor dem Goldenen Reiter. Bildrechte: dpa
Protestplakat mit der Aufschrift «Fear Us» und dem Bild der Schwedin Greta Thunberg während des Fridays for Future in Dresden
Auf einem Protestplakat steht die Aufschrift "Fear Us" neben dem Bild der Schwedin Greta Thunberg. Bildrechte: dpa
Schülerinnen und Schüler demonstrieren mit einem Banner und Protestplakaten auf der Carolabrücke während des Fridays for Future in Dresden
Die Schüler zogen zum Goldenen Reiter. Bildrechte: dpa
Fridays for Future Demo in Chemnitz.
Mehrere Hundert Schüler demonstrierten am Freitag in Chemnitz für den Klimaschutz. Bildrechte: MDR/Anett Linke
Schüler mit gebastelten und bemalten Pappschildern auf der Fridays for Future Demo in Chemnitz.
"Handeln statt schön reden" fordern die Schüler in Chemnitz von der Politik. Bildrechte: MDR/Anett Linke
Ein als Eisbär und ein als Biene verkleiderter Schüler halten ein Schild "Meine Freundinnen sind alle tot" auf der Fridays for Future Demo in Chemnitz.
Die Biene und der Eisbär in Chemnitz betrauern ihre Artgenossen, die wohl dem Klimawandel zum Opfer fallen werden. Bildrechte: MDR/Anett Linke
Fridays for Future in Leipzig.
In Leipzig versammelten sich laut Organisatoren über 3.000 Schüler. Bildrechte: MDR/Moritz Arand
Fridays for Future Demo in Leipzig
Die Schüler zogen in Leipzig durch die Innenstadt, um mehr Klimaschutz zu fordern. Bildrechte: MDR/Moritz Arand
Fridays for Future in Leipzig
Das Schild "Klima retten" fasst das Anliegen der "Fridays-for-Future"-Demonstranten in Leipzig zusammen. Bildrechte: MDR/Moritz Arand
Fridays for Future in Leipzig.
Die Schüler bastelten kreative Schilder für die Demonstration in Leipzig. Bildrechte: MDR/Moritz Arand
Fridays for Future Demo in Bautzen
Rund 400 Teilnehmer versammelten sich am Freitag auf dem Theaterplatz zur erten "Fridays-for-Future"-Demonstration in Bautzen. Bildrechte: MDR/Ann-Kathrin Canjé
Schüler mit Plakaten beim Fridays for Future in Bautzen
"Uns macht es Spaß, hier zu sein und es ist schön, dass sich so viele Menschen einsetzen, hier etwas zu bewegen", erzählt die Schülergruppe in Bautzen. Bildrechte: MDR/Ann-Kathrin Canjé
Schild "Früher war der Fisch in der Packung, huete ist die Packung im Fisch"
Auch in Bautzen gestalteten die Schüler kreative Schilder für ihre Klimademonstration. Bildrechte: MDR/Ann-Kathrin Canjé
Fridays for Future Demo in Bautzen
Die Demonstration in Bautzen führte durch die Innenstadt. Bildrechte: MDR/Ann-Kathrin Canjé
Personengruppe mit Plakaten.
In Annaberg-Buchholz fand am Freitag zum ersten Mal eine "Fridays-for-Future"-Demonstration statt. Bildrechte: Fridays for Future Annaberg-Buchholz
Personengruppe mit Plakaten.
Rund 150 Schüler folgten dem Aufruf zur Klimademosntration in Annaberg-Buchholz. Bildrechte: Fridays for Future Annaberg-Buchholz
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In Leipzig kamen laut den Organisatoren 5.000 Demonstranten zusammen, in Zwickau über 700, in Bautzen waren es 400, in Annaberg-Buchholz 150 und in Chemnitz ebenfalls mehrere Hundert. In Bautzen und Annaberg-Buchholz fanden die "Fridays-for-Future"-Demonstrationen am Freitag zum ersten Mal statt. In Dresden trafen sich über 4.000 Schüler am Goldenen Reiter in der Neustadt und zogen zum Landtag, wo am Freitag ein Antrag zum Klimaschutz im Freistaat behandelt wurde. "Wir haben jetzt die Möglichkeit, die Zukunft zu gestalten. Die Politik, die wir jetzt wählen, ist ausschlaggebend für das Überleben der Menschheit", erklärte der Dresdner Schüler und Mitorganisator der Streiks, Nico Zocher.

Dresdner Schüler diskutierten mit dem Landesbischof über Klimaschutz

Sachsens Landesbischof Carsten Rentzing unterstützt die "Fridays-for-Futures"-Bewegung. Am Donnerstag traf er sich mit Jugendlichen aus dem Evangelischen Kreuzgymnasium Dresden und diskutierte mit ihnen den Klimaschutz und den Beitrag der Kirche. Ad hoc könne auch die Kirche nichts machen, aber nachhaltig schon, sagte Rentzing. In sächsischen Kirchgemeinden gebe es schon einige Umweltprojekte.

"Es ist gut, dass ihr ungeduldig seid, das erhöht den Druck", sagte er. Die Politik sei in der Verantwortung. Er appelliert trotzdem an die Geduld der Schüler und an die eigene Verantwortung. Jeder solle das tun, was vor den Füßen liegt, zum Beispiel die Handynutzung einschränken und Autofahrten vermeiden.

Quelle: MDR/al/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 24.05.2019 | ab 09:00 Uhr in den Nachrichten

AKTUELLES AUS SACHSEN

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32 Kommentare

27.05.2019 10:30 Kathrin Bischoff 32

Als Biologin freue ich mich sehr, dass endlcih die Diskussion um unsere lebensverachtenden Umweltsünden in Gang gekommen ist, und gerade junge Leute wertvolle Schritte in die richtige Richtung unternehmen. Allerdings gehört zu diesem Thema auch der ersreckend schnell anwachsende Esmog, so schön als Digitalisierung getarnt, der unsere Umwelt tot und lebensfeindlich werden lässt. Nur da man das nicht sofort sieht und es aus profittechnischen Gründen nicht publik gemacht wird, hat das kaum einer auf dem Schirm. Die Auswirkungen dieser unsichtbaren Strahlungen und Frequenzen auf das Klima sind noch nicht einmal erforscht, die Wirkung auf Lebewesen ist zum großen Teil bekannt, aber trotz krankmachender Wirkung auf Leben und Gesundheit für Industrie und Regierung kein Hinderungsgrund solange sich damit Geld verdienen lässt und die Bevölkerung vor vollendete Tatsachen gestellt werden kann. Wer hat wirklich mal die Hintergründe recherchiert?

26.05.2019 17:05 Jan 31

@30 Herr Kohfeld, Schade, dass sie anfangen beleidigend zu werden. Ich mache keine heuchlerische Politik. Sie sagen hier Öffentlichkeit, dass ich ein Heuchler sei. Reden sie mit Menschen aus ihrem Umfeld auch so?
Tja, wie kommt unser Plastikmüll in die Weltmeere. Weil andere damit Geld verdienen und es billiger ist den Müll zu exportieren. Das ist sehr schlimm.
Deswegen sollte unser Müll in unserem Land bleiben, damit wir mal sehen, was wir für Müllproduzenten wir sind. Ist es dann nicht besser selber zu schauen, wo jeder einzelne weniger Müll generiert. Dann kommen andere gar nicht erst auf die Idee Müll zu verbrennen oder zu exportieren, wo er dann in den Meeren landet.

26.05.2019 16:26 Ekkehard Kohfeld 30

@ Jan 29 Manch einer kann vielleicht nicht auf das Auto verzichten, schaut dafür aber, dass er vielleicht weniger Plastikmüll generiert.
##
Noch ein Trick um sie etwas schön zureden,wie bitte kommt
bei uns Plastikmüll ins Meer,sollt man der Müllabfuhr mal auf die Finger schauen wo die unsern Müll ins Meer kippen,ich bin gespannt auf ihre Ergebnisse.
Uns unser zu recycelt Elektroschrott landet oder unser verschrottet Autos,aber das wissen sie doch sicher.
Ihre heuchlerische Umweltpolitik können sie sich sparen,das ist alles nur Augenwischerei.Oder wo unser gelben Säcke laden.In großen Teilen in der Müllverbrennung
weil sonst brennt die nicht.Aber auch das wussten sie doch?

26.05.2019 14:53 Jan 29

@ 28 Herr Kohfeld.
Ich verstehe nicht, wie sie pauschall allen Demonstranten zuschreiben, mit einem dicken Auto zur Schule gebracht zu werden. Denn es ist nichts anderes , als eine Pauschalisierung, wenn sie "die" sagen. Ich wiederum kenne Teilnehmer, die selbständig zur Schule fahren und für diese jungen Menschen ist ihre Aussage falsch.

Ich kann nur hoffen, dass es immer mehr werden die sich mit dem Thema beschäftigen und ihr tägliches Leben selbstkritisch betrachten. Manch einer kann vielleicht nicht auf das Auto verzichten, schaut dafür aber, dass er vielleicht weniger Plastikmüll generiert. Jemand anderes findet eine andere Möglichkeit seinen kleinen Beitrag für mehr Ökologie zu leisten.

26.05.2019 12:36 Ekkehard Kohfeld 28

@ Jan 27 Demonstranten schon längst ihren Alltag überdacht und ökologisch bewussteres Leben führen.
##
Ach tatsächlich wenn die mit dicken Autos zur Schule gebracht werden.
Haben sie mal einen der Demoplätze danach gesehen ,ich ja ,fpui Deibeibel was für eine Heuchelei.

[Lieber Ekkehard Kohfeld,
an dieser Stelle wollen wir gerne darauf hinweisen, dass auch die Gruppe der demonstrierenden Schüler nicht homogen ist. Generalisierungen in diesem Zusammenhang werden denjenigen nicht gerecht, die ein "ökologisch bewussteres Leben" führen.
Ihre MDR.de-Redaktion]

26.05.2019 11:54 Jan 27

@ 26 Jannes
Jetzt verstehe ich sie besser. Schade nur, dass sierst mit der Keule des Missbrauchs um die Ecke gekommen sind....
Was den "Verzicht", wie Sie es nennen betrifft, so haben die Friday for Future Demonstranten vor ein paar Forderungen öffentlich geäußert. Wenn das in Gesetze und Vorschriften umgewandelt wird, so wird sich auf auch das Leben der Demonstranten ändern. Das wäre doch dann was konkretes. Zudem glaube ich, dass die Mehrzahl der Demonstranten schon längst ihren Alltag überdacht und ökologisch bewussteres Leben führen.

26.05.2019 08:42 Jannes 26

An alle, die meinen Kommentar unter Nr.3 nicht verstehen konnten oder wollten.

Natürlich dürfen die Kidis demonstrieren, aber gerne doch. Nur stellt sich die Frage, was bringt das demonstrieren.
Und vor allem, welche eigenen Beiträge bringen denn die Kidis zum "Klimaschutz"? Worauf verzichten sie zum Beispiel?
Auf diese Frage habe ich hier außer Gezeter noch nicht einen sinnigen Kommentar gelesen. Das ist echt trauchig, aber auch bezeichnend!

Also bitte, ich möchte konkrete Beispiele lesen!

25.05.2019 23:30 Hoffe.... 25

... das die Jugendlichen sich der Folgen bewusst sind. Klimaschutz bedeutet Mehrkosten für die Eltern das bedeutet etablierte Selbstverständlichkeiten wie elterlich finanziertes Smartphone oder Führerschein...dicke Geschenke unterm Weihnachtsbaum fallen weg. Auch Flugreisen in die Ferne sollten wohl der Vergangenheit angehören etc. etc. ... Ich hoffe das im Alltag von jedem der da demonstriert auf Strom-\Wasserverbrauch geachtet wird, auf Konsumgüter von weither sollte auch verzichtet werden. Ich hoffe das die die dort demonstrieren das alles berücksichtigen und ihren Lebensstil so anpassen und es besser machen als die Generation davor. Wer es nur macht um nicht in die Schule zu müssen...bitte geht in die Schule und lernt...Unaufrichtigkeit bringt keinem was.

25.05.2019 15:34 T. Altdorfer 24

@ 23, Sachse 43: "Nur 0,036% CO2 in der Atmosphäre."

Ja, und?
Mit nur 0,2 Prozent Alkohol im Blut ("zwei Promille") sind sie bereits sturz besoffen! Ein auf den ersten Blick kleiner Wert kann eine große Wirkung haben.

Alles zum CO2 hat die Wissenschaft bereits ausgiebig genug erklärt und erforscht. Aber manche wollen das ja nicht wahr haben, weil es ihrem politischen Weltbild nicht entspricht.

Der Natur ist es jedoch völlig egal, ob jemand AfD wählt oder auf irgendwelche Verschwörungstheoretiker hereinfällt. Naturgesetze wie die Aufheizung der Atmosphäre durch CO2 können auch Rechtspopulisten nicht außer Kraft setzen.

25.05.2019 12:22 Sachse43 23

0,036% CO2 befinden sich in der Atmosphäre. Ohne CO2 würden Pflanzen sterben.
Kleiner Denkanstoß.
Aber in einer Ideologie ist denken nicht mehr erwünscht.

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