Vogelgrippe Sachsen verschärft Maßnahmen gegen Geflügelpest weiter

Geflügel im Stall
Im Landkreis Nordsachsen gibt es bereits Sperrgebiete aufgrund mehrerer Vogelgrippe-Fälle. (Symbolbild) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Nach mehreren Geflügelpest-Fällen hat Sachsen seine Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Tierseuche weiter verschärft. In Risikogebieten muss Federvieh nun landesweit in den Stall, wie Gesundheitsministerin Petra Köpping mitteilte."Ich erwarte jetzt, dass die von den Landkreisen erlassene risikoorientierte Stallpflicht sowie alle sonstigen Maßnahmen der Biosicherheit eingehalten werden", so Köpping. Die Übertragung des Virus müsse verhindert werden. Gegen die Gefahr aus der Luft helfe nur die strikte Einhaltung der Stallpflicht.

Stallpflicht für viele Vogelarten

Dem Erlass nach sollen Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Wachteln, Enten und Gänse in den Stall, wenn sie beispielsweise in Feuchtgebieten oder an Uferflächen gehalten werden. Dort rasten Wildvögel üblicherweise und die Ansteckungsgefahr ist am höchsten. Das bedeutet, dass das Geflügel nur in geschlossenen Ställen gehalten werden darf oder in Gehegen mit bestimmten Schutzvorrichtungen, die einen Kontakt zu Wildvögeln sicher verhindern.

Erster Ausbruch im November

In Sachsen war das Vogelgrippe-Virus erstmals am 19. November bei einer Wildente im Landkreis Nordsachsen amtlich festgestellt worden. Am 25. Dezember folgte der erste Fall in einem Gänsezuchtbetrieb im Landkreis Leipzig mit 9.068 betroffenen Tieren. Am 30. Dezember kam es zu einem Ausbruch in einer privaten Hühnerhaltung im Landkreis Leipzig mit 79 betroffenen Tieren. Nach den beiden Vogelgrippe-Fällen im Landkreis Leipzig hatten die Landkreise Nordsachsen, Erzgebirgskreis und Vogtlandkreis vielerorts Risikogebiete definiert und eine Stallpflicht für Geflügel.

Quelle: MDR/bj/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 15.01.2021 | 06:00 Uhr in den Nachrichten

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