02.07.2020 | 20:43 Uhr Sachsens Sozialministerin begrüßt Grundrente und fordert weiter Härtefallfonds

Lange hatte sich die Große Koalition um die Einführung der Grundrente gestritten - nun ist es soweit. Der Bundestag segnete sie ab, 2021 wird die Grundrente eingeführt. Kritik gab es bis zuletzt an der Finanzierung.

Petra Köpping (SPD), amtierende Integrationsministerin von Sachsen, steht anlässlich der konstituierenden Sitzung des Landtags vor einer Fotowand.
Petra Köpping, Sozialministerin in Sachsen Bildrechte: dpa

Sachsens Sozialministerin Petra Köpping begrüßte in einer Erklärung den Beschluss zur Grundrente.

Diese Nachricht verkörpert gerade auch für die Menschen in Sachsen eine gute Botschaft. Denn besonders hier sind, wie im gesamten Osten Deutschlands, gebrochene Erwerbsbiographien bedingt durch die Wiedervereinigung gang und gäbe.

Petra Köpping Sozialministerin Sachsen (SPD)

Hier werde nun endlich ein gewisser Ausgleich und zumindest ein Stück weit Gerechtigkeit geschaffen, sagte Köpping und ergänzte: "Ungeachtet dessen halte ich nach wie vor an der Forderung nach der Einrichtung eines Härtefallfonds für diejenigen Rentengruppen fest, die durch das Rentenüberleitungsgesetz eine massive Benachteiligung erfahren haben."

Quelle: MDR/sw/aktuell

Dieses Thema im MDR-Programm 02.07.2020 | 19:30 Uhr | MDR AKTUELL

Grundrente, Reaktion, Sachsen, Beschluss, Bundestag, Gesetz, Erklärung, Sozialministerium

4 Kommentare

Atheist vor 5 Wochen

Richtig, wir hatten keinen Versorgungsausgleich keinen Trennungsunterhalt, keine Spülmaschine, kein Pkw....und haben trotzdem 8 Stunden geschafft.
Schon alleine die Kindererholungszeiten die mir untergejubelt werden ist ein Hohn, ich durfte mich nicht 3 Jahre um meine beiden Kinder kümmern sondern insgesamt nur 18 Monate, was ich aber in den fehlenden 18 Monaten verdient habe wird nicht berechnet sondern nur ein Durchschnitt.
Der Kinderbonus hat nix in der Rente zu suchen.

LisaB vor 5 Wochen

Das sehe ich überwiegend auch so. Ich habe mich gestern doch etwas geärgert, als ich die Diskussion im Bundestag verfolgte. Es wurde immer so geredet, als sei es vor allem für die Ostfrauen. Nur Ostfrauen haben schon immer mitgedacht😉

LisaB vor 5 Wochen

Diese Härtefallregelung kommt, wenn überhaupt, leider zu spät. Denn die, die beim Rentenüberleitungsgesetzt benachteiligt wurden, leben bald nicht mehr. Vorteile haben die, die für eine Übergangszeit ab 1990 in Rente gingen. Denn die konten wählen, ob Rentenberechnung wie zu DDR - Zeiten oder nach Bundesrecht, je nachdem, was für sie vorteilhafter war. Und diese Frauen sind zwischenzeitlich auch 90 Jahre alt, wenn sie das Glück haben sollten, so alt geworden zu sein.

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