Meldungen vom Mittwoch, den 08. August 2018

Zwei Verletzte nach Unwetter im Erzgebirge

Heftige lokale Gewitter haben im Erzgebirge Schäden angerichtet. Betroffen war nach Informationen von MDR SACHSEN vor allem die Region um Grünhain-Beierfeld. Dort stürzten zum Beispiel im Biergarten eines Hotels in Waschleithe mehrere Bäume um und zerstörten Tische und Stühle. In Grünhain stürzte ein Baum auf ein Zelt. Nach Angaben eines Reporters wurden dabei zwei Personen leicht verletzt. Teilweise fiel in der Region der Strom aus.

Amtliche Unwetterwarnung aufgehoben

Es liegt keine Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter mehr vor. Allerdings warnt der DWD bis 17:30 Uhr vor starkem Gewitter. Betroffene Gebiete sind: Erzgebirgskreis, Kreis Bautzen, Kreis Görlitz, Kreis Meißen, Kreis Mittelsachsen, Kreis Nordsachsen, Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Kreis Zwickau, Stadt Dresden, Kreis Leipzig, Stadt Leipzig.

Abkühlung in Sicht - zuvor Gewitter und Starkregen möglich

In Sachsen müssen die Menschen heute bei feuchtheißer Luft weiter schwitzen. Am frühen Abend können sich starke Gewitter über dem Freistaat entladen, teilt der Deutsche Wetterdienst mit. Es sei gebietsweise mit Starkregen und Niederschlägen von bis zu 40 Litern pro Quadratmetern zu rechnen. Am Donnerstag bleibe die Gefahr von örtlichen Gewittern bei hohen Temperaturen bestehen. "Erst am Freitag kühlt es sich deutlich ab", betonte Meteorologe Jens Oehmichen. Dann sollen die Temperaturen auf unter 30 Grad sinken.

Hitzefrei an Sachsens Schulen?

In Sachsen können Schulen selbst entscheiden, ob sie angesichts hoher Temperaturen "hitzefrei" geben. Ein Sprecher des Kultusministerium sagte MDR SACHSEN, die Entscheidung liege allein bei den jeweiligen Schulleiterinnen und Schulleitern. Eine Regelung, wonach für "hitzefrei" eine bestimmte Temperatur zu einer bestimmten Uhrzeit notwendig wäre, gebe es nicht. Laut Ministerium gibt es auch andere Möglichkeiten, auf sommerlich überhitzte Klassenräume zu reagieren: So kann die Schulleitung verkürzten Unterricht anordnen und/oder die Pausen verlängern. Möglich ist auch Unterricht im Freien oder Projektunterricht außerhalb der Schule - etwa im Wald oder im Schwimmbad.

Blaualgen-Alarm in Leipzig

Ein zweites Naturbad in Leipzig ist von Blaualgen befallen. Nachdem bereits die Kiesgrube Großzschocher betroffen ist, steht nun auch der Natursee "Bagger", das ehemalige Naturbad Nordost, auf der Liste der betroffenen Bäder. Bei der mikrobiologischen Badegewässerprobe wurden Blaualgen nachgewiesen, teilte das Gesundheitsamt mit. Die Behörde rät dringend vom Baden an der wilden Badestelle ab, denn das Gift der Blaualge könne mehrtägige Durchfälle sowie Haut- und Schleimhautreizungen verursachen.

Umweltminister: Trinkwasserversorgung gesichert

Die Trinkwasserversorgung in Sachsen ist trotz der langen Trockenheit gesichert, urteilt das Umweltministerium. "Trotz der zurückgegangenen Zuflüsse ist der Wasservorrat der sächsischen Trinkwassertalsperren insgesamt weiterhin gut, auch wenn an den einzelnen Anlagen unterschiedliche Füllstände gemessen werden", erklärte Umweltminister Thomas Schmidt (CDU). Er hat am Mittwoch die Talsperre Klingenberg bei Dippoldiswalde besucht. Dort erklärte er, die Talsperren seien über Stollen und Rohrleitungen miteinander verbunden und können bei Bedarf ausgeglichen werden. Auch in Gebieten, die sich aus Grudnwasservorräten speisen, sei die Versorgung gesichert.

Touristen bleiben von Mücken verschont

Gute Nachrichten für alle, die die letzten Sommerferientage in Sachsen für einen Ausflug in den Spreewald nutzen wollen: Es gibt in diesem Sommer so gut wie keine Mücken, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kahnfährgenossenschaft Lübbenau, Steffen Franke. Im Frühjahr hätten sich kaum Mückenpopulationen in Tümpeln oder in Brackwassern bilden können, weil es wenig Niederschlag gegeben habe. Die jetzige Sommerhitze und ausbleibender Regen beeinträchtigen den Kahnfahrtbetrieb nicht, hieß es in Lübbenau und im Hafen in Burg. Es gebe keine Probleme mit den Wasserständen in den Fließen.

Monteure aus Sachsen schrecken Anwohner auf

Ein Mann traute in Erfurt seinen Augen kaum, als er kurz vor Mitternacht mehrere Personen mit Taschenlampen in einem Rohbau eines Einfamilienhauses entdeckte. Er verständigte umgehend die Polizei, damit die die vermeintlichen Baustellen-Einbrecher stellen möge. Doch die Polizei traf in der vierten Etage drei junge Installateure aus Sachsen an. Sie verlegten zu später Stunde - abseits der Hitze des Tages - noch Heizungsrohre.

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

Mehr aus Sachsen

Europawahl Stimmzettel Querformat 1 min
Bildrechte: imago images / Jürgen Schwarz

Bei der Europawahl wird am Sonntag das Europäische Parlament gewählt. Wie gewählt wird, erklären wir hier.

Mi 22.05.2019 18:26Uhr 00:48 min

https://www.mdr.de/sachsen/politik/video-303088.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video