Waldumbau Sachsens Jäger lehnen höhere Abschussquote für Wild ab

Ein Jäger bei der Jagd in der Oberlausitz.
Ein Jäger bei der Jagd in der Oberlausitz. (Symbolfoto) Bildrechte: MDR/Danilo Dittrich

Die Jäger in Sachsen kritisieren den Plan der Bundesregierung, mehr Rehwild zu schießen, um den Waldumbau zu fördern. Der Vize-Präsident des Landesjagdverbandes, Wilhelm Bernstein, sagte dem MDR, man habe sich verpflichtet, die Wildbestände zu pflegen. Statt mehr Tiere abzuschießen, könne man die Jungbäume auch umzäunen, so Bernstein weiter. So könnten sie wachsen, ohne dass ihre Knospen von den Rehen und Hirschen abgefressen werden. Der Fraß verhindert nach Angaben des Sachsenforst maßgeblich das Wachstum von neuen Mischwäldern. Den Zaunvorschlag halten die sächsischen Förster allerdings für unrealistisch. Landesforstpräsident Utz Hempfling sagte, ein Zaun sei nicht sturmsicher und außerdem teuer.

Hintergrund des Streits ist der Plan von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner, das Bundesjagdgesetz zu ändern. Die Bundesregierung will erreichen, dass es künftig mehr Mischwälder gibt. Die Jäger sollen vermehrt Rehwild schießen, damit sich die Wälder natürlich und ohne Schutzmaßnahmen verjüngen können.

Quelle: MDR

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR AKTUELL - Das Nachrichtenradio| 20.09.2020 | 18:00 Uhr

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