29.06.2020 | 09:14 Uhr Statistik: Lebenshaltungskosten steigen in Sachsen nur gering

Maskenpflicht beim Friseur
Der Haarschnitt ist in Sachsen oft teurer geworden. Friseure legen Kosten für Hygieneauflagen teilweise auf die Kunden um. Bildrechte: imago images / MiS

Die Lebenshaltungskosten in Sachsen werden sich im Juni leicht erhöhen. Wie aus der Prognose des Statistischen Landesamtes in Kamenz hervorgeht, erhöht sich die sächsische Inflationsrate "im Juni 2020 aller Voraussucht nach leicht auf ein Prozent" (Mai: 0,9 Prozent).

Die Nahrungmittelpreise sind um etwa 4,3 Prozent gestiegen. Teurer wurden demnach auch die Preise bei Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen (plus 3,0 Prozent) sowie Dienstleistungen (plus 4,4 Prozent). Das Statistikamt verweist in diesem Zusammenhang explizit auf Friseurdienstleistungen.

Heizöl- und Kraftstoffpreise bleiben günstig

Dämpfend wirkt sich der Heizöl- und Kraftstoffmarkt (minus 17,8 Prozent) aus. "Ohne diesen Einfluss würde sich eine Jahresteuerung von 1,9 Prozent ergeben", teilte das Landesamt mit.

Die weiteren Lockerungen der Corona-Maßnahmen sorgten für zahlreiche Wiedereröffnungen im Dienstleistungs- und Freizeitbereich, die mit unterschiedlichen Preisanpassungen verbunden waren. Höhrere Eintrittspreise für Museen und Zoos (plus 7,8 Prozent) sieht das Statistikamt nicht im Zusammenhang mit Kosten für Hygieneauflagen. Dies seien "eher auf die jahreszeitlich abgestimmte Preisgestaltung zurückzuführen", hieß es.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 29.06.2020 | 11:00 Uhr in den Nachrichten

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