02.01.2020 | 16:27 Uhr Punkvergangenheit: Justizministerin wehrt sich gegen Vorwürfe der AfD

Katja Meier
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Sachsens Justizministerin Katja Meier hat sich nach Kritik an einem gewaltverherrlichenden Liedtext ihrer ehemaligen Punkband gerechtfertigt. "Ich habe immer gesagt, nicht alle Texte, zu denen ich mit 16 Jahren Bass gespielt habe, teile ich über 20 Jahre später inhaltlich", sagte sie am Donnerstag. "Ich verurteile jegliche Form von Gewalt. Gewalt ist durch nichts zu rechtfertigen und ihr muss mit den Mitteln des Rechtsstaats begegnet werden. Dies gilt auch für die Gewalttaten in der Silvesternacht in Connewitz", machte Meier deutlich. So heißt es in einem Lied der Punkband "Harlekins", in der Meier in den 1990-er Jahren Bass spielte: "Advent, Advent - ein Bulle brennt, erst eins, dann zwei, dann drei."

Die AfD hatte Meier am Donnerstag mit Blick auf den Angriff mutmaßlich linksextremistischer Täter auf einen Polizisten in Leipzig während der Silvesternacht für ihre Punk-Vergangenheit kritisiert und der Ministerin vorgeworfen, früher Gewalt befürwortet zu haben. Meiers Argumente dürften die AfD auch weiterhin nicht überzeugen: "Wer es jemals in seinem Leben toll fand, dass Polizisten brennen, kann die Justiz nicht anführen", erklärte der stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende im Sächsischen Landtag, Sebastian Wippel und fragt: "Wie kann denn eine ehemalige oder aktuelle Befürworterin von Gewalt gegen Polizisten zur Justizministerin ernannt werden?"

Rücktritt gefordert

Wippel fordert nun Meiers Rücktritt. Die Justizministerin, die kurz vor Weihnachten das Amt antrat, hatte während des Wahlkampfes kein Geheimnis daraus gemacht, in einer Zwickauer Punkband Bass gespielt zu haben. Die Texte hat sie nach eigenen Angaben allerdings weder geschrieben noch gesungen.

Katja Meier, Bündnis 90/Die Grünen 3 min
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Im Programm von MDR SACHSEN stellen wir die Spitzenkandidaten der sechs großen, im Bundestag vertretenen Parteien vor. Katja Meier von den Grünen ist die einzige Frau unter den Spitzenkandidaten.

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Quelle: MDR/dpa/st

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 21.08.2020 |

397 Kommentare

Der Matthias vor 21 Wochen

"Sie sollten sich schämen, die AfD mit der NSDAP gleichzusetzen."

Wo soll ich das angeblich getan haben? Ich bitte um konkrete Belege für diese Behauptung, allerdings mache ich mir wenig Hoffnung darauf, dass Sie das können!

solja vor 21 Wochen

Ja, aber die Nazis waren nicht einfach wie weggepustetet nachdem Russen, Amis usw. uns befreien mussten. Ja, das weiß ich auch. Die Vergangenheit ist vorbei, das Bauwerk steht auf dem Fundament, was man auch nicht sieht.

Fakt vor 21 Wochen

Wo hat "Der Matthias" denn die afd mit der NSDAP gleichgesetzt? Er hat lediglich rechtes Gedankengut, was Höcke und der Hundekrawattenträger von sich gegeben haben, wiedergegeben - ergo: er hat Fakten benannt!

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