Nachwuchssorgen und offene Stellen Mehr als 200 Ärzte für ländlichen Raum in Sachsen gesucht

Ein Schild an einem Haus weist in der kleinen Gemeinde auf eine Arztpraxis hin.
Volle Wartezimmer, wochenlanges Warten auf einen Termin, viel Fahrerei: Der Ärztemangel in ländlichen Gebieten von Sachsen wird immer mehr zum Problem. Bildrechte: dpa

Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen (KV) klagt über den Mangel an Allgemeinmedizinern im ländlichen Raum. Bislang gebe es kaum Bewerber für zusätzliche Arztniederlassungen auf dem Land. Diese hatte die KV Anfang des Jahres wegen erhöhten Bedarfs ausgeschrieben. Laut Vereinigung ist keiner der 216 zusätzlichen sogenannten Kassensitze bisher vergeben worden. Viele Ärzte kurz vor dem Ruhestand fänden außerdem kaum Nachfolger.

Abhilfe will die Vereinigung in Sachsen durch Förderprogramme schaffen: Sie bezahlt beispielsweise Abiturienten ein Medizinstudium in Ungarn, wenn sie danach auf dem Land praktizieren. Außerdem vergibt sie Förderungen bei Praxisübernahmen und Neugründungen und stockt in den ersten zwei Jahren das Honorar auf. Zusätzlich werden seit diesem Sommer Fachärzte gefördert, die zum Hausarzt umschulen wollen.

Quelle: MDR/kp/bv

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR AKTUELL RADIO | 03. August 2020 | 06:08 Uhr

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