Nu Pagadi | Teil 3 WM-Kolumne: Yussuf Poulsen - der dänische Held

von Gert Zimmermann

Zimmi erinnert sich noch ganz genau an den Sommer 2013 und an einen Mann, der bei RB Leipzig spielte: Yussuf Poulsen. Und genau der Mann hat Dänemark im gestrigen WM-Spiel den Sieg gegen Peru beschert.

Und es war Sommer. Übrigens der Sommer 2013. Da erinnere ich mich noch ganz genau. Da war auf einmal ein junger Mann bei RB Leipzig in der ersten Formation und der hieß Yussuf Poulsen. Ja. Und der spielte. Der hatte den Ball regelrecht angezogen. Und dann fing er an, Geschwindigkeit aufzunehmen und tanzte seine Gegner aus. Das war ein Testspiel von RB Leipzig. Sein erstes übrigens überhaupt. Gegen Hertha BSC in Dessau im Paul-Greifzu-Stadion. Und da wussten schon die Eingeweihten und die, die ein bisschen einen Blick hatten: Aus dem wird mal was. Aus dem wird mal was richtig Gutes. Und gestern? Gestern hat er es geschafft. Seit gestern ist er in aller Munde mit seinem 1:0 in der 59. Minute über Peru und mit seinem neuen Namen. Yurary.

Das heißt, der Name ist nicht neu. Der ist uralt, denn er hat die ganze Zeit beim Boldklubben Skjold, das ist ein Zweitligaverein in Dänemark, unter dem Namen Yurary gespielt. Das ist nämlich der Name seines Vaters und sein zweiter Vorname.

Sein Vater starb 1999 an Krebs. Er war in Tansania auf einem Computerschiff und der Yussuf hat gesagt: Yurary, das muss ich immer, immer den Leuten vorhalten, weil mir mein Vater die Gene mitgegeben hat. Mein Vater hat mir das Blut, das Vollblut zum Fußballspieler mitgegeben.

Ich meine, er wird natürlich nicht gleich ein Ronaldo oder ein Messi. So schnell geht es dann auch nicht, bis zum Weltruhm und der Weltspitze.

Apropos Ronaldo: Da muss noch etwas geklärt werden. Was hatte er nach dem ersten Tor gemacht, nachdem er den Elfmeter verwandelt hatte? Er hat sich am Kinn gekratzt und so getan, als würde er da jemanden nachmachen. Inzwischen wissen wir, wen er meinte: Lionel Messi. Ja!

Messi wiederum hatte sich kürzlich für ein Magazin namens "Paper" mit einem Ziegenbock fotografieren lassen. Na gut, sagen wir Gemsbock, das ist vornehmer. Und deshalb kam dieser Wink zu Messi rüber.

Und was hat Messi gestern gemacht? Der hat einen Elfmeter verschossen. Mein Gott! Einen Elfmeter für Argentinien. Immerhin gegen Island. Die spielten nur 1:1 und da ist natürlich der Unterschied zu Ronaldo klar zu erkennen.

Apropos Elfmeter. Davon gab es gestern fünf. Und Apropos Schiedsrichter und Videoschiedsrichter. Da muss mal eines gesagt werden: Die Jungs pfeifen bisher ganz korrekt, machen das ausgezeichnet. Es gibt keine langen Unterbrechungen beim Videobeweis, es läuft alles seinen gewohnten Gang. Hätte man so nie gedacht. Soll ja aber bitte mal auch ein Plus sein, wenn es so gut läuft.

Naja und heute? Heute läuft es an. Heute läuft Deutschland auf. Und wir sind dabei. Wir mit unserer Party. Zimmi und Ronny in Berbisdorf.

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 17.06.2018 | ganztägig im Programm

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2018, 08:23 Uhr

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