Baukräne stehen in einem Neubaugebiet.
Obwohl das Wachstum insgesamt zurückgeht, sieht es in der Baubrache immer noch recht gut aus. Bildrechte: dpa

27.06.2019 | 14:26 Uhr Dresdner ifo-Institut: Konjunktur im Osten kühlt sich ab

Baukräne stehen in einem Neubaugebiet.
Obwohl das Wachstum insgesamt zurückgeht, sieht es in der Baubrache immer noch recht gut aus. Bildrechte: dpa

Das Wirtschaftswachstum im Osten schwächt sich ab. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Konjunktiurprognose des ifo-Instituts in Dresden hervor. Das Institu geht für 2019 in Ostdeutschland von einem Wachstum von 0,9 Prozent aus. Das sind 0,4 Prozent weniger als noch im Winter vorhergesagt. 2020 soll sich das Wachstum wieder auf 1,5 Prozent beschleunigen.

Weniger Arbeitsplätze werden geschaffen

Als Folges des geringeren Wachstums werden weniger Arbeitsplätze entstehen. Die Wirtschaftsforscher erwarten in diesem Jahr einen Zuwachs von rund 42.000 und 2020 von etwa 73.000 Erwerbstätigen. Verantwortlich für den Abschwung ist eine Schwäche beim Außenhandel, die jedoch im Osten von einer robusten Nachfrage im Inland kompensiert werde. "Die ostdeutschen Unternehmen profitieren überwiegend vom gut laufenden Binnenmarkt", sagte ifo-Forscher Joachim Ragnitz. Allerdings werde auch der Außenhandel 2020 wieder auf den "normalen Wachstumspfad" zurückkehren, so Ragnitz.

Außenhandel für Wachstumsdelle verantwortlich

Die aktuelle Konjunkturabkühlung geht den Angaben zufolge vor allem vom produzierenden Gewerbe, der Industrie und dort vor allem vom Fahrzeugbau aus. Der Bau, der Handel und das Dienstleistungsgewerbe wirkten hingegen stabilierend.

Quelle: MDR/sth/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 27.06.2019 | 16:00 Uhr in den Nachrichten

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4 Kommentare

27.06.2019 21:22 Michael 4

Leider werden die guten Aufträge, welche man mit Russland hatte nicht mehr wiederkommen.
Erst die EU, welche halt bestimmt, wer Tomaten produziert und nun Amerika, welche Europa in die Mangel nimmt.
Hauptsache wir haben Geld für Waffen.

27.06.2019 19:45 Gerd Müller 3

Und nun, was machen wir mit „unseren“ Gästen, die wollen auch alles haben ohne eingezahlt zu haben. Da kommen noch Steuererhöhungen von ungeahnten Ausmaßes auf uns zu. Genau das hat die AfD voraus gesagt.
Danke Frau Merkel

27.06.2019 16:59 optinator 2

Wer hat den noch Lust für 1000/1200 € Netto zu arbeiten?

Ich hatte wirklich Glück nach der "Eroberung durch die BRD" immer in Arbeit zu stehen und auch relativ - für den Osten - gut zu verdienen. Klar, 4 Schichten, Überstunden und auch die Lust etwas zu bewegen sind die Ursache. Aber was jetzt auf den Arbeitsmarkt kommt, ich sage nur Augen zu und durch.

27.06.2019 16:58 Fragender Rentner 1

Fr. Merkel hat auch gestern im BT gute Antworten auf so eine ähnliche Frage gegeben, die auch den Osten betraf.

Waren glaube ich 2 Fragen von der Linken.

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