FAQ Symptome und Therapie der Infektionskrankheit Scharlach

Ein Medizinstudent hält in der Charité in Berlin ein Stethoskop in der Hand.
Bildrechte: dpa

Was ist Scharlach?

Scharlach gilt als klassische Kinderkrankheit und gehört zu den häufigsten bakteriellen Infektionskrankheiten in der Altersgruppe der Sechs- bis Zwölfjährigen. Die hochansteckende Erkrankung wird durch Streptokokken ausgelöst. Sie beginnt nach einer Inkubationszeit von ein bis drei Tagen.

Was sind die Symptome von Scharlach?

Die Symptome sind Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und eine Rachenentzündung. Möglich sind auch Erbrechen und Bauchschmerzen. Nach ein bis zwei Tagen bildet sich ein nicht juckender Hautausschlag. Typisch für Scharlach ist auch die "Himbeerzunge": Zuerst ist die Zunge weiß belegt, nach einigen Tagen rötet sie sich himbeerfarben.

Wie wird Scharlach übertragen?

Eine Übertragung der Krankheit geschieht in der Regel über Tröpfcheninfektion und direkten Hautkontakt. Beim Sprechen, Husten oder Niesen etwa gelangen die Erreger über feinste Speicheltröpfchen in die Luft und setzen sich beim Einatmen an der Schleimhaut von Kontaktpersonen fest.

Wie verläuft die Therapie?

An Scharlach Erkrankte erhalten in der Regel zehn Tage lang das Antibiotikum Penicillin oder ähnlich wirkenden Präparate.

Wie gefährlich ist die Krankheit?

Die Himbeerzunge eines scharlachkranken Jungen
Die Himbeerzunge eines scharlachkranken Jungen. Bildrechte: IMAGO

Mögliche Komplikationen sind Entzündungen des Mittelohrs, der Nebenhöhlen und der Lunge. Es gibt seltene Folgeerkrankungen, die in der Infektion mit Streptokokken ihren Ursprung haben - so akute rheumatische Fieber, Nierenentzündungen oder neurologische Auffälligkeiten wie Bewegungsstörungen. Komplikationen werden häufiger beobachtet, wenn Scharlach nicht mit einem Antibiotikum behandelt wird oder die Behandlung vorzeitig abgebrochen wird.

Gibt es eine Impfung oder wie kann man sich vor der Scharlach schützen?

Bisher gibt es gegen Scharlach keinen Impfstoff. Auch ist es möglich, mehrfach an Scharlach zu erkranken. Kontakt mit Erkrankten, die noch ansteckend sind, sollte vermieden werden. Einfache Hygienemaßnahmen können eine Übertragung von Streptokokken verhindern - dazu gehört beispielsweise das Händewaschen, um Schmierinfektionen zu vermeiden. Nach deutschem Infektionsschutzgesetz dürfen Personen, die ansteckenden Scharlach haben, für diese Zeit nicht in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen oder Kindergärten arbeiten.

Quelle: Robert-Koch-Institut/Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 25.01.2020 | ab 7:00 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 26. Januar 2020, 13:41 Uhr

Mehr aus Sachsen