Roland Wöller (CDU), Innenminister von Sachsen
Roland Wöller (CDU), Innenminister von Sachsen will in allen sächsischen Gemeinden kriminalpräventive Räte gründen. Bildrechte: dpa

Innenpolitik in Sachsen Innenminister Wöller will kriminalpräventive Räte für alle sächsischen Gemeinden

Kriminalpräventive Räte vernetzen Polizei, Stadt und Bürger und behalten die aktuelle Sicherheitslage ständig im Blick. Was sich in Großstädten bewährt hat, sollen jetzt alle Gemeinden in Sachsen bekommen.

Roland Wöller (CDU), Innenminister von Sachsen
Roland Wöller (CDU), Innenminister von Sachsen will in allen sächsischen Gemeinden kriminalpräventive Räte gründen. Bildrechte: dpa

Sachsens Innenminister Roland Wöller sieht Handlungsbedarf in Sachen Kriminalitätsbekämpfung und setzt dabei auf kriminalpräventive Räte (KPR). Nur zehn von insgesamt 421 sächsischen Gemeinden verfügen bislang über solche Räte. Das will Wöller ändern. Künftig sollen alle Gemeinden in Sachsen mit diesem beratenden Gremium arbeiten. "Wir wollen überall kriminalpräventive Räte einrichten, wo sie noch nicht existieren", erklärte der Innenminister am Montag in Dresden. "Sicherheit ist keine alleinige Aufgabe des Staates. Dort, wo alle Akteure vor Ort eng verzahnt zusammenarbeiten, entsteht ein deutliches Mehr an Sicherheit."

Kongress in Chemnitz mit allen Bürgermeistern und Landräten

Auf einem Kongress in Chemnitz mit allen Oberbürgermeistern und Landräten am 6. Februar soll das Vorhaben angeschoben werden. Ziel ist laut Wöller auch die Gründung einer "Allianz Sichere Sächsische Kommunen" (ASSKomm). Acht der zehn kriminalpräventiven Räte Sachsens hat der Innenminister dafür ins Boot geholt. Sie sollen von ihrer Arbeit berichten und Impulse für die Gründung kriminalpräventiver Räte in anderen Kommunen liefern.

Jüngster kriminalpräventiver Rat kommt aus Zwickau

Bislang verfügen zehn sächsische Kommunen - Chemnitz, Freital, Görlitz, Leipzig, Pirna, Plauen, Wurzen, Zwickau, Riesa und Hoyerswerda - über kriminalpräventive Räte. Dort tauschen sich Vertreter der Städte, der Polizei und der jeweiligen Landesdirektionen regelmäßig über die aktuelle Sicherheitslage aus. In Leipzig beispielsweise wurde der KPR schon im Jahr 1994 gegründet. Regelmäßig beraten sich heute die Arbeitsgruppen "Fußball und Sicherheit", "Extremismusprävention", "Sicherheit in Kleingärten", "Graffiti" und "Innenstadt".  Ziel ist, Kriminalität zu reduzieren, durch den Dialog mit Bürgern Sicherheitslücken ausfindig zu machen und letztlich auch, das subjektive Sicherheitsgefühl zu verbessern.

Der bislang jüngste kriminalpräventive Rat kommt aus Zwickau. Dort hat der Stadtrat erst im September die Gründung eines solchen Gremiums beschlossen.

Quelle: MDR/dpa/kt

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio| 07.01.2019 | ab 17:00 Uhr in den Nachrichten

AKTUELLES AUS SACHSEN

Zuletzt aktualisiert: 07. Januar 2019, 21:12 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

Mehr aus Sachsen