03.06.2020 | 17:50 Uhr Verkehrsverbund will Ex-Städtebahn-Netz an DB Regio vergeben

Nach der Insolvenz der Städtebahn will der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) die Strecken an die DB Regio vergeben. Die Verbandsversammlung habe die Vergabe für den Zeitraum Dezember 2021 bis Ende 2031 beschlossen, teilte der VVO am Mittwoch mit.

Es geht um die Verbindungen von Dresden nach Kamenz und Königsbrück sowie von Heidenau nach Altenberg und von Pirna nach Sebnitz. Bevor der Zuschlag endgültig erfolgen kann, muss der Verkehrsverbund eine zweiwöchige Wartefrist einhalten.

Die Städtebahn hatte voriges Jahr überraschend den Betrieb eingestellt und Insolvenz angemeldet. Nach einer Notvergabe fährt derzeit die Mitteldeutsche Regiobahn auf den Dieselstrecken.

Engerer Takt nach Kamenz, mehr Zugkilometer

"Besonders freut uns, dass wir die geplante Taktverdichtung nach Kamenz umsetzen können, da der Freistaat dem Verbund die benötigten zusätzlichen Mittel zur Verfügung stellt", sagte der Bautzner Landrat Michael Harig, zugleich Vorsitzender des Zweckverbandes. Zukünftig fahren die Züge montags bis freitags zwischen 4:30 Uhr und 8:30 Uhr sowie zwischen 14 Uhr und 18:30 Uhr statt stündlich alle 30 Minuten. Damit umfasst das Netz den Angaben zufolge in Zukunft ein jährliches Volumen von rund 2,06 Millionen Zugkilometern.

Fahrzeuge werden modernisiert

Mit dem Betreiberwechsel soll auch der Fuhrpark auf den Strecken modernisiert werden. Nach Angaben von VVO-Chef Burkhard Ehlen erhalten die eingesetzten Triebwagen des Typs Desiro Classic innerhalb einer Übergangsfrist von 18 Monaten ein Re-Design. Sie sollen zudem mit W-LAN, Steckdosen und einer modernen dynamischen Fahrgastinformation ausgestattet werden.

Quelle: MDR/rad/dpa

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