Kontrollbilanz 2019 23 Lebensmittelbetriebe in Sachsen geschlossen - Keime auch in Kosmetik

Test in einem Lebensmittellabor
Test in einem Lebensmittellabor Bildrechte: Colourbox

In Sachsen sind im vergangenen Jahr 23 Lebensmittelbetriebe wegen gravierender Verstöße gegen die Vorschriften vorübergehend geschlossen worden. Das geht aus dem Bericht der amtlichen Lebensmittel- und Futtermittel-Überwachung hervor. Demnach haben die Prüfer mehr als 67.000 Inspektionsbesuche vorgenommen und 21.700 Lebensmittelproben entnommen. Bei weniger als drei Prozent aller Inspektionen durch die Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämter wurden gravierende Verstöße festgestellt. Insgesamt sind in Sachsen mehr als 66.000 Lebensmittelbetriebe registriert.

Diese Produkte waren besonders häufig belastet:

  • Hackfleisch und Rohwurst - hier besonders Escherichia Coli-Bakterien und Salmonellen
  • Aluminium in Backwaren
  • Überdosierung von Vitaminen in Nahrungsergänzungsmitteln
  • hohe Keimbelastung in Spielwaren und Kosmetikartikeln
  • Verunreinigungen in Tätowierfarben

Petra Köpping, Sozialministerin Sachsen
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Wir alle kennen Lebensmittelskandale und Rückrufaktionen und wissen, dass bereits Probleme in einem einzelnen Betrieb ein deutschlandweites Krankheitsgeschehen verursachen können. Daher ist es umso wichtiger, im Vorfeld die Einhaltung hoher hygienischer und lebensmittelrechtlicher Standards sicherzustellen.

Petra Köpping sächsische Gesundheitsministerin (SPD)

Hackfleisch
Am häufigsten wurden 2019 von Lebensmittelkontrolleuren in Hackfleisch und roher Wurst Coli-Bakterien und Salmonellen gefunden. Bildrechte: Colourbox.de

Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 18.10.2020 | 12:00 Uhr in den Nachrichten

Mehr aus Sachsen