Ein Lehrer steht im Untericht vor einer Tafel.
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16.09.2019 | 08:26 Uhr Mit 79 noch Lehrer an sächsischer Grundschule

Ein Lehrer steht im Untericht vor einer Tafel.
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In Sachsen arbeiten mehrere hundert Lehrer, die eigentlich schon in Rente sind. Nach Zahlen des Kultusministeriums waren es zuletzt rund 330. Das berichtet die "Sächsische Zeitung". Fast 40 Lehrer sind demnach über 70 - die ältesten Lehrer sind 79 Jahre alt. Sie werden vor allem an den Grundschulen gebraucht, um dort Lücken in den Stundenplänen zu füllen. Das Kultusministerium geht davon aus, dass künftig noch mehr Lehrer im Rentenalter unterrichten.

Quelle: MDR/cnj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 16.09.2019 | 08:00 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 16. September 2019, 08:26 Uhr

4 Kommentare

Dynamo vor 4 Wochen

Wie ist es möglich, gutzuheißen mit fast 80 Jahren noch den Lehrerberuf auszuüben. Warum wird nicht darauf hingewiesen, dass Bund und Länder komplett versagt haben und weiterhin versagen. Es ist ja noch nicht einmal angekommen, dass aus Kindergartenkindern mit sechs, sieben Jahren Grundschüler werden. Dass man dann genügend Grundschulen und ausgebildete Grundschullehrer benötigt. Nicht irgendwelche Seiteneinsteiger.

Praxis vor 4 Wochen

Es ist ja bewundernswert, dass der Kollege mit 79 noch unterrichtet...,aber trotzdem ein Armutszeugnis fuer Sachsen. Dass viele Kollegen bald in Rente gehen und in manchen Fachbereichen kein Nachwuchs in Sicht ist,haette vor vielen Jahren schon zu Panikreaktionen im Kultus führen müssen, aber erst in letzter Zeit bewegt sich etwas. Umfassende Versäumnisse sind jedoch nie wirklich aufgearbeitet wurden." Es wurden Fehler gemacht!" Das war es dann auch schon. Wenn ich Fehler auf Arbeit mache, kann ich mich nicht mit so einer Floskel aus der Verantwortung stehlen. Aber leider wird da nichts mehr passieren und auch das ist ein Grund für die Politikverdrossenheit der Menschen.

Uwezi vor 4 Wochen

Wenn man da ernsthaft darüber nachdenkt, im Alter von fast 80 noch praktisch als Lehrer arbeiten, beschleicht einen doch ein mulmiges Gefühl. Ist das die gleiche Unterrichtsqualität wie bei jüngeren Lehrern? Auch wenn es in dieser Gesellschaft politisch forciert wird immer länger auf jung zu machen und zu arbeiten wird das dem natürlichen biologischen Lebensverlauf egal sein, der ändert sich deshalb nicht. Natürlich ist das für die Politik der bequemste Weg ein Problem scheinbar zu lösen.

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