17.01.2020 | 10:55 Uhr Austausch der Leipziger Wartehäuschen fast abgeschlossen

Roter Kranlastwagen mit schwarzem Ausleger hat Straßenbahnhaltestelle am Leipziger Hauptbahnhof am Haken
Bildrechte: Leipziger Gruppe

Der Umbau der 640 bestehenden Leipziger Wartehäuschen an Bus- und Bahnhaltestellen soll bis Ende Januar abgeschlossen sein. Das teilte das Verkehrs- und Tiefbauamt der Stadt mit. Weitere 250 Wartehäuschen sollen bis Ende Oktober 2020 an Orten entstehen, an denen bislang kein Wartehäuschen stand. Hiervon sollen vor allem Ortsteile am Stadtrand profitieren.

Austausch von insgesamt 640 Wartehäuschen

An rund 550 Standorten im Stadtgebiet sind inzwischen mehr als 620 neue Fahrgastunterstände entstanden. 20 weitere Haltestellen des früheren Betreibers, JC Decaux, will der neue Vertragspartner der Stadt, RBL Media GmbH, noch austauschen. An etwa 80 Standorten sind neue Wartehäuschen zwar bereits errichtet, die Haltestellen sind jedoch noch nicht wieder gepflastert oder asphaltiert.

Warum werden die Wartehäuschen ausgetauscht? Die Stadt Leipzig hatte Anfang der 1990er Jahre einen Vertrag mit der Firma JC Decaux geschlossen. Der beinhaltete die Errichtung und Unterhaltung der Wartehäuschen in Leipzig. So konnte die Stadt an ihren Vertragspartner Werberechte für öffentliche Flächen vergeben.

Nach aktuellem europäischen Recht ist die Stadt verpflichtet, solche Verträge spätestens alle 15 Jahre neu auszuschreiben.

Bei der aktuellen Ausschreibung setzte sich die RBL Media GmbH als neuer Werbepartner durch. "Da der bisherige Vertragspartner nicht bereit war, die von ihm errichteten und in seinem Eigentum stehenden Wartehäuschen zu verkaufen und es dazu keine vertragliche Verpflichtung gab, muss er diese zum Vertragsende zu seinen Lasten abbauen", so die Stadt.

Im selben Zuge baue der neue Vertragspartner die von ihm finanzierten und hergestellten neuen Wartehäuschen auf. Der neue Vertrag enthalte für die Stadt nun auch die Option, die Wartehäuschen beim Auslaufen des Vertrages im Jahr 2034 vom Werbepartner erwerben zu können.

Verzögerungen durch Installation von Stromanschlüssen

"Trotz des Einsatzes von mehr als 30 Tiefbauarbeitern in Tag- und Nachtschicht war es vor Weihnachten nicht mehr möglich, alles fertig zu bekommen", sagt RBL Media-Geschäftsführer Daniel Lange. Auch die Abstimmungen zur Herstellung der nötigen Stromanschlüsse verzögerten mitunter die finalen Arbeiten an den Haltestellen. Ziel sei die Fertigstellung der noch offenen Baustellen innerhalb der kommenden vier Wochen, so Lange.

Wartehäuschen für Leipzig mit Gründach
Bildrechte: RBL Media

Haltestelle am Goerdelerring wird umgebaut

Von den Bauarbeiten ausgenommen sind die Wartehäuschen am Goerdelerring. Diese Haltestelle wird in den nächsten Monaten umfassend umgebaut.

Der neue Vertragspartner der Stadt hatte insgesamt vier Monate Vorlauf für Herstellung und den Umbau der Haltestellen.

Quelle: MDR/-as

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 17.01.2020 | 11:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

Zuletzt aktualisiert: 17. Januar 2020, 10:54 Uhr

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