Eine Bildmontage zweigt zwei riesige Figuren auf einer großen Freifläche. Im Hintergrund ist die Autobahn 72 zu sehen.
So könnten die Figuren nahe der A72 eines Tages aussehen Bildrechte: FischerArt/M&M Art/DesignGroup

30 Meter hohe Kunstwerke An der A72 gibt es bald Fischer-Art Figuren zu sehen

Wochenlang hat der in Borna lebende Künstler Michael Fischer-Art für zwei Riesenstatuen auf einem Gelände zwischen Rötha und Böhlen geworben. Erst gab es Bedenken, nun wurde der Bauantrag aber genehmigt.

Eine Bildmontage zweigt zwei riesige Figuren auf einer großen Freifläche. Im Hintergrund ist die Autobahn 72 zu sehen.
So könnten die Figuren nahe der A72 eines Tages aussehen Bildrechte: FischerArt/M&M Art/DesignGroup

Der Stadtrat Böhlen hat in seiner Sitzung am Donnerstag den Bau von zwei riesigen Statuen auf einem Gelände nahe der zukünftigen Autobahn 72 genehmigt. Die Idee dahinter stammt vom Künstler Michael Fischer-Art, der für seine farbenfrohen und häufig riesengroßen Kunstwerke bekannt ist. In Rötha war Michael Fischer-Art zuvor mit seiner Idee gescheitert. In Böhlen gab man dagegen grünes Licht: Jetzt soll ein Pachtvertrag für das entsprechende Gelände geschlossen werden, welcher die Stadt aber nichts kostet.

Ortsmarken für den Leipziger Südraum

Künstler Michael Fischer-Art zeigt Modelle der Figuren, die südlich von Borna entstehen sollen.
Bildrechte: MDR/Raja Kraus

Besonders erleichtert über die Entscheidung ist Fischer-Art selbst, der sein jüngstes Projekt in den kommenden Monaten umsetzen will. Die Idee hinter den knapp 30 Meter hohen Statuen sei es, neue Höhenpunkte für den Südraum von Leipzig zu schaffen. "Kirch- und Wassertürme mussten wegen des Tagebaus weichen. Deshalb hatten wir die Idee, eine neue Landmarke zu schaffen", erklärt der Künstler, der bei diesem Projekt mit Matthias Meltke von der Böhlener Designgroup zusammenarbeitet.

Für Autofahrer auf der künftigen A72 sollen die Kunstwerke zum Orientierungspunkt werden. "Man weiß dann, du bist in zehn Minuten in Leipzig und wenn du aus Leipzig raus fährst, weißt du, die zwei Figuren stehen da und die bewachen das, was du da zu Hause hast", sagt Fischer-Art.

Zwei Statuen, die siedeln und segeln

Die Figuren sollen vor Ort größtenteils aus Stahl gefertigt werden und kommen so auf ein Gewicht von bis zu sieben Tonnen pro Stück. Anschließend werden sie kunterbunt bemalt.

Die wesentlich kleineren Modelle stehen bereits im Atelier von Fischer-Art in Borna. Es handelt sich um einen Mann und eine Frau. Die männliche Figur soll mit einem Haus unter dem Arm in Richtung Chemnitz laufen und ihr weibliches Gegenstück geht Richtung Cospudener See mit einem Boot unter dem Arm. Fischer-Art erklärt: "Die Figuren begegnen sich kurz und es soll zeigen, dass hier eine völlig neue Lebensart entstanden ist. Weg von Kohle und Staub, wobei man die Vergangenheit nicht vergisst, hin zu Leben und völlig neuen Beschäftigungen."

Quelle: MDR/rk/cg

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 14.12.2018 | 08:30 Uhr in den Regionalnachrichten Leipzig

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Zuletzt aktualisiert: 14. Dezember 2018, 15:56 Uhr

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2 Kommentare

15.12.2018 05:44 Spottdrossel 2

Eben "Stehrums" im Gelände.

14.12.2018 16:04 Atze 1

Belebende Kunst.

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