Mit dem Schienentrabi durch das Muldental
Bildrechte: MDR JUMP/Richard Schreiber

22.04.2019 | 15:30 Uhr Einsteigen bitte! Mit 18 PS im Schienentrabi durch das Muldental

Obwohl er "Schienentrabi" heißt, ist er eigentlich kein Sachse. Gebaut wurden die skurilen Gefährte seinerzeit in Thüringen und Brandenburg. Die letzten ihrer Art rollen aber wieder über sächsische Gleise bei Rochlitz.

Mit dem Schienentrabi durch das Muldental
Bildrechte: MDR JUMP/Richard Schreiber

Nur 100 Stück des kleinen Schienentrabis wurden seinerzeit in der DDR für die Deutsche Reichsbahn gebaut. Eigentlich hieß er ganz unromantisch "DR-Gleiskraftrad GKR Typ 1" und zuckelte bis in die 1980er-Jahre über die ostdeutschen Gleise. Die Reichsbahner nutzten das Fahrzeug für Streckeninspektionen und Instandhaltungsarbeiten. Neun Fahrzeuge überlebten die Verschrottung, drei allein beim Verein Sächsischer Eisenbahnfreunde, der mit dem Schienentrabi regelmäßig Fahrten zwischen Rochlitz und dem Göhrener Viadukt anbietet. Am Ostersonntag hat die Saison begonnen.

Im Schienentrabi steckt wirklich ein Trabant

Der Schienentrabi erhielt seinen Namen, weil sich "GKR Typ 1" nicht so schön anhört und weil wirklich ein Trabant in ihm steckt. Angetrieben wird das Fahrzeug von einem Motor aus dem Trabant 500. Es hat vier Gänge und kann damit - bei ausreichendem Gefälle - theoretisch bis zu 50 Stundenkilometer schnell fahren. Und eine Besonderheit macht ihn im wahrsten Sinne des Wortes besonders wendig. Mit einer einfachen Hydraulik kann man das kleine Fahrzeug komplett anheben, umdrehen und in die andere Richtung weiterfahren.

Blick auf das Amaturenbrett des Schienentrabis mit einem alten Tacho.
Doppelt hält besser: Wenn man dem alten Tacho nicht traut, kann man auch auf dem Fahrradcomputer die Geschwindigkeit ablesen. Bildrechte: MDR JUMP/Richard Schreiber

Der Schienentrabi rollt und rollt und rollt ...

In diesem Jahr geht die Trabi-Saison in Rochlitz bis zum September. Den Fahrplan haben die Eisenbahnfreunde auf ihrer Internetseite veröffentlicht. Damit lässt sich ein außergewöhnlicher Ausflug ins Tal der Mulde planen.

Quelle: MDR/tfr

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 21.04.2019 | 19:00 Uhr

AKTUELLES AUS SACHSEN

Erst verhalten, jetzt umso kraftvoller: die Sängerinnen und Sänger des Hoyerswerdaer Bürgerchores mussten sich erst mit der unverblümten Sprache Gerhard Gundermanns anfreunden, bevor sie dessen Lieder auf die Bühne bringen konnten.
Erst verhalten, jetzt umso kraftvoller: die Sängerinnen und Sänger des Hoyerswerdaer Bürgerchores mussten sich erst mit der unverblümten Sprache Gerhard Gundermanns anfreunden, bevor sie dessen Lieder auf die Bühne bringen konnten. Bildrechte: Kulturfabrik Hoyerswerda/Gernot Menzel

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

Mehr aus Borna, Altenburg und Zeitz

Mehr aus Sachsen

Erst verhalten, jetzt umso kraftvoller: die Sängerinnen und Sänger des Hoyerswerdaer Bürgerchores mussten sich erst mit der unverblümten Sprache Gerhard Gundermanns anfreunden, bevor sie dessen Lieder auf die Bühne bringen konnten.
Erst verhalten, jetzt umso kraftvoller: die Sängerinnen und Sänger des Hoyerswerdaer Bürgerchores mussten sich erst mit der unverblümten Sprache Gerhard Gundermanns anfreunden, bevor sie dessen Lieder auf die Bühne bringen konnten. Bildrechte: Kulturfabrik Hoyerswerda/Gernot Menzel