Großfeuer in Böhlen/Lippendorf Mülllagerhallen bei Leipzig brennen kontrolliert ab

Seit Montagabend brennen drei Lagerhallen am Industriestandort Böhlen/Lippendorf bei Leipzig. Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht laut Einsatzkräften momentan nicht.

Der Großbrand auf einem Industriegelände südlich von Leipzig ist noch nicht gelöscht, aber unter Kontrolle. Volker Clauß von der Integrierten Regionalleitstelle Leipzig sagte MDR SACHSEN: "Die Kollegen sind noch vor Ort und lassen es jetzt kontrolliert abbrennen. Eine Gefahr wegen der Verrauchung – Giftgase oder ähnliche Sachen – bestehen für die Bevölkerung momentan nicht."

Die Rauchwolke sei nur noch minimal, sodass keine Gefährdung mehr vorliege. Das hätten auch Messfahrzeuge, die in der Umgebung unterwegs waren, bestätigt. Es seien mittlerweile auch weniger Einsatzkräfte vor Ort.

Brandursache unklar

Gestern am frühen Abend waren im Industriegebiet Böhlen/Lippendorf drei große Lagerhallen mit gepresstem Plastikmüll in Flammen aufgegangen. Verletzt wurde niemand. Die Löscharbeiten dauern voraussichtlich noch mehrere Tage. Die Feuerwehr muss den zu Ballen gepressten Plastikmüll aus den Hallen schaffen und einzeln löschen. Die Brandursache ist bislang unklar.

Bahnverkehr vorübergehend eingeschränkt

Nach Angaben des MDR-Verkehrszentrums kam es wegen des Feuerwehreinsatzes auch auf der angrenzenden Bahnstrecke vorübergehend zu Behinderungen. Betroffen waren die Linien S5 zwischen Halle Hauptbahnhof und Altenburg sowie die Linie S6 zwischen Geithain und Leipzig Messe.

Quelle: MDR/ms/lam/kp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 12.03.2018 | ab 19:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 13.03.2018 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 13. März 2018, 19:42 Uhr