Computermodell eines Gebäudes. Auf der oberen Vorderseite ist in blauer Schrift Fernbusterminal Leipzig zu lesen, darunter ein großes P, sowie Einfahrt und weitere Schriftzüge. Rechts daneben verläuft eine Straße auf der Auts verkheren. Hinter dem Modell schließen sich weitere Gebäude an.
So soll der zukünftige Busterminal am Hauptbahnhof aussehen. Bildrechte: S&G Development GmbH/ Gerber Architekten Dortmund

Fernbusterminal am Hauptbahnhof Ein Verkehrsknoten für Leipzig entsteht

Computermodell eines Gebäudes. Auf der oberen Vorderseite ist in blauer Schrift Fernbusterminal Leipzig zu lesen, darunter ein großes P, sowie Einfahrt und weitere Schriftzüge. Rechts daneben verläuft eine Straße auf der Auts verkheren. Hinter dem Modell schließen sich weitere Gebäude an.
So soll der zukünftige Busterminal am Hauptbahnhof aussehen. Bildrechte: S&G Development GmbH/ Gerber Architekten Dortmund

Der Fernbusterminal am Leipziger Hautbahnhof wird pünktlich zum nächsten Fahrplanwechsel am 22. März 2018 fertiggestellt. Das teilte die zuständige Baugesellschaft S&G Development mit Sitz in Leipzig und Frankfurt mit. Künftig sollen jährlich rund 60.000 Busse an den elf Haltestellen verkehren. Die neue Terminalhalle bietet zudem 700 Quadratmeter Fläche für den Einzelhandel. Neben Warteräumen wird es so auch kleine Läden für Snacks, Getränke und Zeitungen geben. Hinzu kommen Einrichtungen für die Vermietung von Fahrrädern und Autos sowie ein viergeschossiges Parkhaus mit 550 Stellplätzen. Die Gesamtkosten für den Bau betragen etwa 65 Millionen Euro.

Probephase Anfang 2018

Computermodell zweier Gebäude. Auf dem vorderen steht in blauer Schrift Fern, darunter Einfahrt. Daneben verläuft links eine Straße, besäumt von Bäumen. Im vorderen linken Bildteil sind zwei Menschen von hinten zu sehen.
Neben dem zukünftigen Busterminal entstehen zwei Hotels Bildrechte: S&G Development GmbH/ Gerber Architekten Dortmund

Außerdem entstehen auf den insgesamt 11.000 Quadratmetern des Areals zwischen Brandenburger Straße und Sachsenseite zwei Hotels. Geplant sind ein 4-Sterne-Hotel mit knapp 200 Zimmern und ein 2-Sterne-Hotel mit 336 Zimmern.

In den kommenden Wochen geht der Fernbusterminal in eine Probephase. Ende März soll er dann in den regulären Betrieb übergehen. Das Parkhaus wird bereits Ende Februar in Betrieb genommen. Die beiden Hotels sollen 2019 fertig gestellt sein.

Gefahrenstelle Goethestraße

Die Situation für Fernbusreisende ist in Leipzig schon lange problematisch. Die bisherige Haltestelle an der Goethestraße, gegenüber dem Bahnhof, ist oft überlastet und birgt wegen des innerstädtischen Verkehrs Risiken für die Busreisenden. Wegen des Weihnachtsmarktes musste die Haltestelle in den vergangenen Wochen zudem in die Brüderstraße verlegt werden, was den Umstieg für Bahnreisende erheblich erschwerte.

Reiseunternehmen hält im Hauptbahnhof

Die unmittelbare Nachbarschaft zum Hauptbahnhof soll das Reisen in die Messestadt in Zukunft einfacher machen. Im Dezember ging bereits die Fernbusstation des Reiseunternehmers Polster & Pohl in Betrieb. Die Busflotte des Leipziger Unternehmens hat die ursprünglich für den Fernbusterminal vorgesehene Freifläche an den ehemaligen Gleisen 2 bis 5 auf der Westseite des Hauptbahnhofs erschlossen. Hier entstehen in den kommende Wochen noch windgeschützte Unterstände.

Quelle: MDR/lt

Über dieses Thema berichtet MDR SACHSEN auch im Radio: MDR SACHSEN – Das Sachsenradio | 27.12.2017 | Reginalnachrichten ab 14:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. Dezember 2017, 14:52 Uhr

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4 Kommentare

28.12.2017 14:48 kein Otto 4

"So ein Fernreiseknoten gehört nicht in die Innenstadt"
Ok,dann solte man also auch den Hauptbahnhof an den Stadtrand verlegen? Das erspart sicher einige Brücken oder gar Bahnübergänge in der Stadt und den Citytunnel hätte man dann auch nicht gebraucht.Solche Denkweisen gabs bereits leider schon zu Zeiten des Eisenbahnbaus. Die Geschichte zeigt: solche Orte, die ihre Bahnhöfe außerhalb des Ortses oder Streckenkreuzungen möglichst 10 km entfernt durchgesetzt haben, haben sich in ihrer eigenen Entwicklung behindert.
"was sollen Fernbusse auf Parallelstrecken der Bahn?"Die Bahn ist ein Privatunternehmen. Wollen sie dieses Unternehmen per Gestz vor Konkurrenz schützen?Wenn sie sich mit der Verkehrsgeschichte Deutschlands beschäftigen,werden sie erkenne, warum es seit den 30er Jahren kaum noch nennenswerte Fernbusverbindungen in Deutschland gab.Das war eine staatlich gesteuerte Entwicklung aus der Zeit, als die Bahn noch Reichsbahn hieß-nicht nur im Osten (btw. dort gab es Fernbusse).

28.12.2017 14:47 fernbusse sind eine hervorragende Ergänzung 3

Wenn man sich aber die Zahlen anschaut, also Entwicklung des Verkehrsaufkommens, dann muss man feststellen dass allein mit der Bahn auf den Hauptstrecken das Aufkommen nicht mehr bedient werden kann. Selbstverständlich muss sich im Preisgefüge bei der Bahn sehr viel ändern! Aber: ICE ist auch teurer als Fernbuss weil komfortabler und schneller

28.12.2017 11:23 Matthias - Fernbusse statt Bahn - Von Umweltschutz keine Spur 2

Die Fernbusse beweisen, das die Politik über Umweltschutz redet, aber nichts dafür tut, denn wieso werden Fernbusse bis heute nicht genau so besteuert wie die Bahn und was sollen Fernbusse auf Parallelstrecken der Bahn? Fernbusse sind das ewige Lied des Schwachsinns der heutigen Zeit, statt Vernunft "Geiz ist geil" - Schwachsinn, der am Ende zu Lasten der Umwelt geht.

28.12.2017 06:55 beyer 1

So ein Fernreiseknoten gehört nicht in die Innenstadt - Schkeuditz wäre sinnvoll...