Live-Ticker Viel Kritik und Rücktrittsforderungen nach Einsatztag in Leipzig

In Leipzig wurden für den Sonnabend 27 Versammlungen angemeldet. Die Versammlung der Initiative "Querdenken" wurde vorzeitig beendet, weil die Teilnehmenden gegen mehrere Auflagen verstoßen hatten. Danach wurde die Lage unübersichtlich. Es kam zu Rangeleien und Konfrontationen. Die Polizei war mit einem Großaufgebot in der Stadt unterwegs - in den Abendstunden vor allem in Connewitz. MDR SACHSEN hält Sie im Live-Ticker auf dem Laufenden:

Ein Polizist in voller Montur mit Helm und Schutzkleidung hat einen Polizeihund an der linken Seite. Beide gehen eine Straße mittig entlang. Im Hintergrund sind viele andere Polizisten zu sehen am 7.11.2020 abends im Stadtteil Connewitz.
Bildrechte: Erik Hoffmann

23:52 Uhr | SPD-Chefin: Bankrotterklärung der Innenminister

In einem Tweet kritisiert die SPD-Bundesvorsitzende Saskia Esken das Vorgehen der Polizei in Leipzig. "Insgesamt waren die Polizeikräfte mit der Situation heute völlig überfordert." Für sie ist der Tag "eine Bankrotterklärung des sächsischen Innenministers und des Bundesinnenministers."

23:17 Uhr | Einsatz in Connewitz läuft noch

"Aktuell sind die Einsatzkräfte der Polizei im Leipziger Süden unterwegs. Im Bereich Connewitz kommt es zu gewalttätigen Ausschreitungen, die mit brennenden Barrikaden zum Ausdruck gebracht werden", so die Polizei Leipzig.

23:25 Uhr | Rücktrittsforderungen werden laut

Für den linken Bundestagsabgeordneten Sören Pellmann drängen sich viele Fragen zur Einsatztaktik der Polizei auf. "Wesentlicher Bestandteil der Corona-Schutzverordnung ist, dass keine Demonstrationszüge stattfinden dürfen", sagte er. Zu beobachten sei dann gewesen, "dass es keinen Widerstand der Polizei gegen Durchbrüche und letztendlich illegalen Demonstrationen gab. Vielmehr wurde noch der Weg für diesen illegalen Aufzug freigehalten."

Für Pellmann reiht sich der Tag in Leipzig "in eine fast nicht enden wollende Kette des Versagens ein". Der Innenminister sei "mit seinem Amt gänzlich überfordert". Pellmann verlangt: "Herr Wöller, treten Sie zurück!"

23:20 Uhr | Polizeipräsident zieht erste Bilanz

Die Leipziger Polizei verzeichnet bislang 30 Straftaten, überwiegend Sachbeschädigungen, sagte Leipzigs Polizeipräsident Torsten Schultze am Abend in einer ersten Bilanz. Schultze räumte ein: "Das Ziel, gemeinsam mit der Stadt den Infektionsschutz zu gewährleisten, wurde nicht erreicht". Weil Auflagen verletzt wurden, sei die Versammlung vorzeitig beendet worden. Zu den Vorfällen im Bereich des Hauptbahnhofes sagte er:

Es entstand großer Druck auf die Polizeikräfte, dem wir nur unter Einsatz von unmittelbarem Zwang standhalten hätten können. Damit stellt sich die Frage der Verhältnismäßigkeit der Mittel. Gewalt einzusetzen war für uns nicht angezeigt.

Torsten Schultze Polizeipräsident

22:47 Uhr | Barrikaden mit Wasserwerfern gelöscht

Polizisten laufen neben einem Wasserwerfer her und rücken langsam auf einer Straße nach vorne. Der Einsatz fand am 7.11.2020 in Leipzig-Connewitz statt.
Bildrechte: Erik Hoffmann

Das Einsatzgeschehen konzentriert sich nach Angaben der Polizei Leipzig aktuell auf die Wolfgang-Heinze-Straße. Dort seien an mehreren Stellen Brände mit Wasserwerfern gelöscht worden, weil die Feuerwehrleute nicht vorfahren konnten, so die Polizei. Die Polizei sehe sich mit "massiven Bränden" von Barrikaden konfrontiert, die von Demonstranten gelegt worden seien. In den Straßen seien derzeit mehrere hundert Menschen unterwegs.

22:31 Uhr | Bundespolizei: Viele Mundschutz-Verstöße und gefälschte Atteste

Die Bundespolizei hat ihren Einsatz in Leipzig beendet. Die Bundesbeamten hätten 3.000 Reisende über die Einhaltung der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes belehrt, heißt es im Abschlussbericht. "Gegen 32 besonders Uneinsichtige wird die Einleitung von Ordnungswidrigkeitenverfahren veranlasst."

2.500 Versammlungsteilnehmer seien über den Hauptbahnhof zu verschiedenen Versammlungen angereist. Störungen und unfriedliche Aktionen habe die Bundespolizei in Zügen und auf Bahnhöfen verhindert. "Allerdings kam es zu zahlreichen Verstößen gegen die Corona-Schutz-Verordnung - insbesondere gegen das Gebot zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes und Strafanzeigen wegen Urkundenfälschung". Die Polizei werde wegen des Verdachts der Fälschung von Attesten zur Befreiung von der Mundschutz-Pflicht ermitteln.

22:26 Uhr | Räumung in Connewitz

Die Polizei hat im Leipziger Süden mit der Räumung von Straßenblockaden begonnen. Wasserwerfer sind im Einsatz, Böller sind zu hören, schildern MDR-Reporter das Geschehen in Connewitz. Zwischenzeitlich hatte auch auf der Bornaischen Straße eine Barrikade gebrannt. Die ist mittlerweile wieder gelöscht.

22:24 Uhr | Pallas verlangt Innenausschuss-Sondersitzung

Der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, Albrecht Pallas, hat verlangt, dass sich "der Staat von Coronaleugnern nicht auf der Nase herumtanzen lassen" dürfe. In einer Sondersitzung des Innenausschusses will er den Einsatz auswerten.

Der heutige Tag in Leipzig hat gezeigt, dass die sogenannten Querdenker gefährliche Rechtsbrecher sind, die zusätzlich noch von gewaltbereiten Faschisten durchsetzt sind. So ging von einigen Teilnehmern Gewalt aus, die sich gegen die Polizei, gegen Journalisten und die Teilnehmer an anderen Versammlungen richtete.

Albrecht Pallas Innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion

22:11 Uhr | Theologe Wolf reagiert entsetzt

Der Leipziger Theologe, Autor und ehemalige Pfarrer an der Thomaskirche hat die "Querdenken"-Demonstranten scharf kritisiert. Auch das Handeln von Oberverwaltungsgericht Bautzen, Innenministerium und Stadt Leipzig stößt bei ihm auf Unverständnis. Angesichts von 20.000 Menschen ohne Mundschutz auf engstem Raum müsse sich "jeder Restaurant-Betreiber, jeder Veranstalter, jeder Sportvereinsfunktionär, jeder Kinobetreiber heute verklappst vorgekommen sein".

Noch nie in meinem Leben habe ich auf engem Raum so viele durchgeknallte, esoterisch verklärte, anarchisch-egoistische Menschen gesehen wie heute auf dem Augustusplatz in Leipzig. Und wem haben die Bürger*innen Leipzigs das zu verdanken? Zuerst und vor allem denen, die in der Absicht nach Leipzig gekommen sind, ihre Verschwörungs- und Umsturzphantasien auf die Straße zu tragen.

Christian Wolf Ev. Theologe und Ex-Pfarrer der Thomaskirche

22:04 Uhr | Wasserwerfer in Connewitz

MDR-Reporter berichten, dass die Polizei mit vier Wasserwerfern und Räumfahrzeugen in Connewitz vorgefahren ist.

21:28 Uhr | Bündnis 90/Die Grünen erschüttert über "Vorführung mit Ansage"

Die sächsischen Grünen haben sich angesichts der Eskalation und Ausschreitungen in Leipzig erschüttert gezeigt. Innenminister Wöller (CDU) habe "jegliches Vertrauen verspielt". Für die Grünen, die Teil der sächsischen Regierungskoalition sind, ist Wöller als Innenminister "nicht mehr tragbar." "Der Freistaat hat sich heute mit Ansage vorführen lassen", kritisiert Wolfram Günther, der auch Landwirtschaftsminister ist.

Den Opfern von Angriffen und den Einsatzkräften vor Ort gilt unsere Solidarität.

Bündnis90/Die Grünen Sachsen

21:10 Uhr | Brennende Blockade in Connewitz

In der Nähe des Kulturzentrums "Conne Island" nahe des Connewitzer Kreuzes brennt eine Barrikade. MDR-Reporter berichten, dass zwar Feuerwehr am Ort ist, sich nach Flaschenwürfen aber zurückgezogen hat und nicht löscht. Auch in der Nähe des Herderplatzes brennen Gegenstände auf der Straße.

Auf einer Straße in Leipzig-Connewitz brennt ein Feuer auf der Straße, Rauch und Dampf vernebeln die Sicht auf Demonstranten, die ringsum stehen und schemenhaft zu sehen sind.
Bildrechte: Sören Müller

20:50 Uhr | "Querdenker" feiern sich

In der Grimmaischen Straße in der Innenstadt feiern "Querdenken"-Demonstranten ihren Weg über den Ring und durch die Straßen als "Sieg". Dutzende Menschen klatschen zu Schlagermusik und tanzen Polonaise. Einzelne Deutschlandfahnen werden geschwenkt.

20:42 Uhr | Innenminister kritisiert Oberverwaltungsgericht

Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) hat die Entscheidung des sächsischen Oberverwaltungsgericht (OVG), die "Querdenken"- Versammlung in der Leipziger Innenstadt stattfinden zu lassen, scharf kritisiert. Die Einhaltung der Infektionsschutzauflagen sei so von vornherein unmöglich gewesen. Dass die Stadt die Versammlung nach gut zweieinhalb Stunden vorzeitig beendet habe, sei "daher richtig" gewesen. Die Corona-Pandemie lasse sich nicht mit polizeilichen Maßnahmen bekämpfen, "sondern nur mit Vernunft aller", betonte Wöller.

Es ist unverantwortlich, eine solche Versammlung mit mehr als 16.000 Menschen in Zeiten der Corona-Pandemie in der Leipziger Innenstadt zuzulassen.

Roland Wöller Sächsischer Innenminister

20:30 Uhr | Aktionen verlagern sich in den Süden

An einem großen, grauen Haus sind Glasfenster teilweise eingrschmissen worden. Es handelt sich die Polizeistation in connewitz in der wiedebach-Passgae am 7.11.2020.
Der Polizeiposten im Stadtteil Connewitz am Abend. Bildrechte: Eric Hoffmann

Nach Angaben der Polizei Leipzig leert sich der Augustusplatz langsam. Anwesende würden von Einsatzkräften angesprochen, den Platz zu verlassen. Einen Einsatz gebe es in Stadtteil Connewitz, "wo ein Polizeiposten in der Wiedebach-Passage angegriffen" wurde, sagte ein Sprecher. Zudem seien mehrere Polizeifahrzeuge attackiert worden. Im Süden der Stadt gebe es mehrere spontane Versammlungen. Anwohner berichten von viel Polizeipräsenz in Connewitz und abgesperrten Zufahrtsstraßen.

20:11 Uhr | "Querdenken"-Teilnehmer auf Nikolaikirchhof

Zahlreiche Demonstranten und Kritiker der Corona-Politik sind auf dem Nikolaikirchhof angekommen und rufen dort Parolen, berichten Augenzeugen dem MDR.

20:05 Uhr | DJV verurteilt Angriffe auf Journalisten

Auch der Journalistenverband DJV formuliert scharfe Kritik vor allem an den Übergriffen mutmaßlich Rechtsextremer am Rand der "Querdenker"-Demonstration. "Wir verurteilen die Angriffe aufs Schärfste." Der DJV ermutigt Journalistinnen und Journalisten, Übergriffe anzuzeigen. Die Polizei konnte am Abend zunächst keine Angaben dazu machen, ob es Angriffe auf Journalisten gab. Es sei jedoch nicht auszuschließen bei den zahlreichen Angriffen, sagte ein Polizeisprecher.

Gleichzeitig kritisierte die Gewerkschaft das Agieren der Bundespolizei auf dem Hauptbahnhof. Vor Beginn der "Querdenker"-Versammlung hatten Beamte auf dem Bahnhof versucht, Journalisten vom Fotografieren abzuhalten und deren Personalien festgestellt. Der DJV forderte die zuständige Bundespolizeidirektion Pirna zu klärenden Gesprächen auf.

19:55 Uhr | Scharfe Kritik an "Querdenkern" und Polizei-Arbeit

Sachsens SPD-Landesvorsitzender Martin Dulig hat "die Eskalation und das rücksichtslose Verhalten der sogenannten Querdenker" als "erschütternd" bezeichnet. Auf Twitter schrieb Dulig: "Coronaleugner laufen ungehindert über den Ring." Und: "Das sind Chaoten."

Linkenpolitiker Marco Böhme hat eine Kleine Anfrage an den Sächsischen Landtag vorbereitet unter der Überschrift "Ausschreitungen und Polizeiversagen". Letzteres wirft er der Polizei vor, die Medienvertreter und andere Menschen "nicht geschützt, geschweige denn die Demoauflagen (Abstand und Maske) durchgesetzt" habe.

19:32 Uhr | Demonstranten ignorieren Polizei

Mehrere Polizisten in Vollschutz-Uniformen stehen auf dem Ring in Leipzig einer Masse von Rechten, Hooligans und Neonazis a, 7.11.2020
Bildrechte: Lausitznews

Die Polizei fordert die Demonstranten auf, den Augustusplatz und die angrenzende Einkaufsstraße zu verlassen. "Danach sieht es aber nicht aus", urteilte ein MDR-Reporter. Stattdessen seien Sprechchöre zu hören, in denen sich die Menschen auch auf die Friedliche Revolution 1989 beziehen. Gegen diese Vereinnahmung hatte es heute viel Protest von Gegendemonstranten und Nutzern in sozialen Netzwerken gegeben.

19:28 Uhr | Forschungsgruppe bilanziert

Nach Angaben der Forschungsgruppe "Durchgezählt" der Universität Leipzig waren am Sonnabend 45.000 Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet zur Corona-Kritiker-Versammlung angereist. Deren Versammlungsleiter und die Polizei hatten von 20.000 Teilnehmenden gesprochen. Hinzu kamen weitere tausende Menschen, die an Gegendemonstrationen gegen die "Querdenker"-Versammlung teilnahmen.

18:58 Uhr | Demonstranten laufen durch Innenstadt

MDR-Reporter berichten, dass Demoteilnehmer mittlerweile wieder auf dem Augustusplatz angekommen sind, darunter Teilnehmer der "Querdenker"-Versammlung, aber auch Leute, die dem rechten Spektrum zuzurechnen sind. Hunderte Menschen seien teils auf dem Ring, teils quer durch die Innenstadt gelaufen. Die Polizei weist die Menschengruppen darauf hin, dass Kundgebungen verboten sind. Ein Polizeisprecher sagte, dass sich mittlerweile eine vierstellige Zahl von Menschen auf dem Augustusplatz befinde.

Bildergalerie Eskalation bei "Querdenken"-Demonstration in Leipzig

In Leipzig haben am Sonnabend Zehntausende gegen die Corona-Politik protestiert. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Es kam zu zahlreichen Verstößen.

Demo Leipzig
7. November 2020: In Leipzig ist die Polizei im Großeinsatz. Insgesamt sind 27 Demonstrationen angemeldet. Bildrechte: Lausitznews
Impressionen von den Demonstartionen in Leipzig am 7. November 2020.
Zehntausende Menschen folgten einem Aufruf der Initiative "Querdenken". Bildrechte: MDR/Erik Hoffmann
Eine Teilnehmerin steht mit einem selbst gebastelten "Baum", an dem Nase-Mundschutzmasken hängen, auf dem Augustusplatz
Die Teilnehmer reisten aus dem gesamten Bundesgebiet an. Bildrechte: dpa
Ein Teilnehmer einer Demonstration der Stuttgarter Initiative «Querdenken» auf dem Augustusplatz hält einen "Coronavirus".
Sie halten die Maßnahmen gegen die Pandemie für überzogen und fühlen sich in ihren Grundrechten eingeschränkt. Bildrechte: dpa
Teilnehmer der Demonstration der Initiative „Querdenken“ rufen und gestikulieren mit ausgebreiteten Armen auf dem Augustusplatz.
Unter den "Querdenken"-Teilnehmern waren auch gewaltbereite Hooligans und Vertreter der rechten Szene. Bildrechte: dpa
Impressionen von den Demonstartionen in Leipzig am 7. November 2020.
Auch Reiterstaffeln waren vor Ort. Bildrechte: MDR/Erik Hoffmann
Demo Leipzig
7. November 2020: In Leipzig ist die Polizei im Großeinsatz. Insgesamt sind 27 Demonstrationen angemeldet. Bildrechte: Lausitznews
Impressionen von den Demonstartionen in Leipzig am 7. November 2020.
Das Oberverwaltungsgericht in Bautzen hatte am Morgen eine Kundgebung auf dem Augustusplatz genehmigt. Bildrechte: MDR/Erik Hoffmann
Impressionen von den Demonstartionen in Leipzig am 7. November 2020.
Weil sich nach Angaben der Polizei 90 Prozent der Teilnehmer nicht an die Auflagen gehalten haben, wurde die Demonstration von der Versammlungsbehörde aufgelöst. Bildrechte: MDR/Erik Hoffmann
Demonstranten der Querdenken-Initiative versammeln sich auf dem Augustusplatz Leipzig, 07.11.2020
Der Aufforderung, den Platz zu verlassen, kamen die Teilnehmer zunächst nicht nach. Bildrechte: Medienportal Grimma/Sören Müller
Impressionen von den Demonstartionen in Leipzig am 7. November 2020.
Die Polizei kündigte Bußgelder an. Bildrechte: MDR/Erik Hoffmann
Leipzig: Nach der Demonstration der Stuttgarter Initiative ?Querdenken? kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Teilnehmern und der Polizei. An der Kundgebung gegen die von Bund und Ländern beschlossenen Corona-Maßnahmen nahmen mehrere Tausend Menschen teil.
Polizisten wurden mit Feuerwerkskörpern beworfen. Bildrechte: dpa
Demo Leipzig
Am Ring eskalierte schließlich die Lage, als eine große Gruppe, die offenbar der rechten Kampfsportszene zuzurechnen ist, Polizeisperren durchbrach. Bildrechte: xcitePRESS
Nach der Demonstration der Stuttgarter Initiative „Querdenken“ stehen Teilnehmer Polizisten gegenüber.
Es wurden mehrere Journalisten und Polizisten verletzt. Eine genaue Anzahl ist derzeit noch nicht bekannt. Bildrechte: dpa
Teilnehmer einer Demonstration der Initiative „Querdenken“ gehen den Innenstadtring entlang.
Im Anschluss zogen "Querdenken"-Teilnehmer über den Ring und dann durch die Innenstadt. Bildrechte: dpa
Leipzig: Ein Teilnehmer der Demonstration der Stuttgarter Initiative ?Querdenken? hält auf dem Augustusplatz eine Deutschlandfahne mit der Aufschrift "Wir sind das Volk".  An der Kundgebung gegen die von Bund und Ländern beschlossenen Corona-Maßnahmen nehmen mehrere Tausend Menschen teil.
Sie sehen sich in der Tradition der Demonstrationen von 1989. Bildrechte: dpa
Demo Leipzig
Damit verstießen sie gegen die Auflagen, denn es waren nur stationäre Kundgebungen genehmigt. Bildrechte: xcitePRESS
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18:52 Uhr | Polizei: "Zahlreiche Übergriffe" und illegaler Aufzug

Derzeit laufen laut Polizei Teilnehmer der ehemaligen "Querdenker"-Versammlung durch die Stadt. Manche tragen Kerzen mit sich und Plakate, die wenigsten sind mit Mund-Nase-Bedeckungen unterwegs. Die Versammlungsbehörde hatte den Aufzug als "verboten klassifiziert.

An den Absperrungen der Polizei habe es zudem "zahlreiche Übergriffe auf Einsatzkräfte" gegeben. Und: "Im Bereich des Hauptbahnhofes wurde eine Sperre geöffnet."

18:41 Uhr | Die Lage am Hauptbahnhof

Die Leipziger SPD-Politikerin Irena Rudolph-Kokot hat ein Bild zur aktuellen Lage am Wintergartenhochhaus getwittert.

18:25 Uhr | Verdi kritisiert Attacken der "Coronaleugner"

Die Gewerkschaft Verdi hat in einer ersten Bilanz mindestens 32 körperliche Angriffe auf und Behinderungen von Journalistinnen und Journalisten registriert. "Die Attacken gingen im Wesentlichen von Teilnehmern der Coronaleugner-Demo aus", kritisierte Verdi.

MDR-Reporter berichten, dass neben Medienkollegen und Polizisten auch Gegendemonstranten am Nachmittag verletzt wurden.

18:14 Uhr | Polizei zu "unmittelbarem Zwang"

Die Polizei Leipzig teilt mit, dass "durch die örtlichen Gegebenheiten mehrfach zur Durchmischung von Versammlungsteilnehmern der 'Versammlung für die Freiheit' und Gegendemonstranten" kam. Die Polizei habe "die Auseinandersetzungen mittels unmittelbarem Zwang" unterbunden. Dabei kam es zu mehreren Freiheitsentziehungen.

18:00 Uhr | Überblick in Bildern

17:51 Uhr | Versammlungen abseits des Hauptbahnhofes

Während sich die Stimmung an der Ostseite des Hauptbahnhofes immer weiter aufheizt und Polizeiverstärkung ankommt, stehen Gegendemonstranten am Roßplatz umringt von Polizeieinheiten. Die Initiative "Leipzig nimmt Platz" nannte die Roßplatz-Versammlung eine "friedliche Gegendemo". Eine weitere Versammlung am Grimmaischen Steinweg löst sich gerade auf.

17:30 Uhr | Rechte bedrängen Polizisten und Journalisten

Reporter berichten dem MDR von Rangeleien am Hauptbahnhof. Augenscheinliche Vertreter der rechten Kampfsportszene und Hooligans bedrängen Polizisten und wollen die Polizeikette durchbrechen und in Richtung Hauptbahnhof weiter. "Querdenker"-Teilnehmer drängen von hinten nach - aus Richtung Augustusplatz. Auch die Leipziger Volkszeitung (LVZ) twittert, dass "rechtsextreme Hooligans und vermeintlich gemäßigte Demonstranten" die Polizeiabsperrung durchbrochen und überrannt hätten.

Unterdessen berichten Journalisten über massive Angriffe, offenbar von Rechten. Die Angreifer werden von Polizisten zurückgedrängt. Einheiten der Bundespolizei verstärken die Reihen der Polizei am Wintergartenhochhaus, weil der Ring an dieser Stelle gesperrt bleiben soll.

Wiederholt werden Einsatzkräfte in Leipzig attackiert. Unterlassen Sie das Zünden von Pyrotechnik und den Bewurf mit Gegenständen! Gegen Straftäter gehen wir konsequent vor.

Aufruf der Polizei

16:55 Uhr | "Ring-frei"-Rufe

"Querdenker"-Demonstranten und Vertreter der rechten Szene stehen auf dem Ring Höhe Messehochhaus und verlangen, dass die Polizei den Ring freigibt.

Ein Stück weiter Richtung Höhe Georgi-Ring entsorgt ein Polizeibeamter Pyrotechnik. Blitzknaller sind zu hören. Minuten zuvor brannten bereits einige "Bengalos" auf der Straße ab bzw. wurde Pyrotechnik in Richtung Polizeibeamte geworfen. Die Stimmung ist weiterhin aufgeheizt.

16:52 Uhr | Immer mehr Menschen vor Hauptbahnhof

Vor dem Hauptbahnhof treffen immer mehr Menschen aufeinander: linke und rechte Demo-Teilnehmer sowie Corona-Kritiker. Die Polizei ruft immer wieder dazu auf, Abstand zu halten und der Polizei-Kette nicht zu nahe zu kommen. MDR-Reporter beschreiben die Situation als "unübersichtlich".

16:30 Uhr | Innenstadtring im Fokus

In einer Seitenstraße ist die Polizei auch mit einer Pferdestaffel unterwegs zum Innenstadtring. Derweil leert sich der Ring auf Höhe des Gewandhauses sehr langsam.

Impressionen von den Demonstartionen in Leipzig am 7. November 2020.
Bildrechte: MDR/Erik Hoffmann

16:22 Uhr | Konfrontation auch andernorts

Demo Leipzig
Das Auto eines offensichtlichen Anhängers der rechten Szene wurde demoliert. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

An anderer Stelle auf dem Ring Nähe Hauptbahnhof hatten sich bis zu 500 Rechte und Neonazis versammelt. Vor wenigen Minuten sollen sie sich auf Polizisten zubewegt haben, berichten mehrere Nutzer bei Twitter. Die Beamten forderten die Demonstrierenden auf, stehen zu bleiben.

In der Goldschmidtstraße wurden bei einem Auto die Scheiben eingeschlagen.

16:13 Uhr | Masse bewegt sich Richtung Ring

Reporter berichten, dass sich Teilnehmer der "Querdenker"-Versammlung vom Augustusplatz aus Richtung Innenstadtring bewegen. Das wollen Gegendemonstranten mit mehreren Blockaden aufhalten.

16:07 Uhr | Hitzige Diskussionen

Demo Leipzig
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Auf dem Innenstadtring treffen immer wieder "Querdenken"-Vertreter und Gegendemonstranten aufeinander. Es gibt hitzige Wortgefechte. Einige Gegendemonstranten halten den "Querdenkern" große Transparente mit Aufschriften wie "Antisemitismus bekämpfen" entgegen.

15:56 Uhr | "Querdenken"- Teilnehmer sollen Platz verlassen

Die Polizei Leipzig hat dazu aufgefordert, dass die Menschen auf dem Augustusplatz mit dem Ende der Versammlung "selbstständig und unverzüglich den Platz verlassen sollen". Mehrere Durchsagen dazu erfolgten bereits. Reporter berichten, dass sich die Menschen nicht vom Platz bewegen.

Ein Teilnehmer einer Demonstration der Stuttgarter Initiative «Querdenken» auf dem Augustusplatz hält einen "Coronavirus".
Bildrechte: dpa

Der Veranstalter sagte von der Bühne, er halte den Abbruch durch die Stadt Leipzig für "grob rechtswidrig". Die Nachricht wurde von den Demonstrierenden mit Buh-Rufen aufgenommen. Alles, was jetzt passiere, sei in der Verantwortung derer, die die Veranstaltung abbrechen, behaupteten die "Querdenker"-Organisatoren.

15:46 Uhr | Versammlungsbehörde beendet Augustusplatz-Demo

"Wegen Verstößen gegen die Auflagen hat die Stadt als Versammlungsbehörde die Demo auf dem Augustusplatz beendet", hat die Stadt Leipzig gerade bei Twitter bekannt gegeben.

15:38 Uhr | Rund 20.000 Menschen auf Augustusplatz - und nun?

Die Polizei Leipzig bestätigt MDR SACHSEN, dass sich mittlerweile mehr als die ursprünglich zugelassenen 16.000 Demo-Teilnehmer bei "Querdenken" auf dem Augustusplatz versammelt haben. Die Versammlungsleiter hätten gegen 15 Uhr von etwa 20.000 Teilnehmenden gesprochen. "Das ist ein weiterer Verstoß gegen die Auflagen der Versammlungsbehörde", urteilt die Polizei. Derzeit werde diskutiert, wie damit umzugehen sei.

Für den Sonnabend waren insgesamt 27 Versammlungen im Stadtgebiet angemeldet worden. "Querdenken" wurde in den Auflagen eine Versammlung mit 16.000 Teilnehmern erlaubt.

15:22 Uhr | 90 Prozent ohne Mundschutz

Polizeisprecher Olaf Hoppe sagt, dass 90 Prozent der Teilnehmer auf dem Augustusplatz keinen Mund-Nase-Schutz tragen.

14:50 Uhr | Augustusplatz überfüllt - "Querdenken"-Demo kurz unterbrochen

Wegen des hohen Zulaufs haben die Veranstalter der "Querdenken"-Demonstration ihre Kundgebung kurz unterbrochen. Sie riefen die mehreren tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf, die Fläche um den Augustusplatz voll auszunutzen. Die Kundgebung wurde auf den innerstädtischen Ring und angrenzende Straßen ausgeweitet, damit die Demonstranten den Mindestabstand einhalten können. Aktuell gibt es keine offiziellen Angaben zur Teilnehmendenzahl. Der Augustusplatz war aber schon zu Beginn der Kundgebung um 13:00 Uhr dicht gefüllt gewesen.

14:30 Uhr | Stimmung in der Innenstadt heizt sich auf - Aufruf zu Blockaden

Offenbar haben sich einige "Querdenken"-Demonstranten unter die Gegendemonstration des Aktionsbündnisses "Leipzig nimmt Platz" am Wilhelm-Leuschner-Platz gemischt. MDR-Reporter berichten außerdem, dass die Polizei vermehrt Gewalt gegen Gegendemonstranten einsetzt. Das Aktionsbündnis "Leipzig nimmt Platz" hat in den sozialen Medien dazu aufgerufen, rings um den Innenstadtring Blockaden zu bilden. Dabei sind Demonstranten der "Querdenken"-Seite mit Gegendemonstranten aneinandergeraten.

Die Polizei bestätigte auf Twitter, dass es rings um den Augustusplatz zwischen Versammlungsteilnehmenden zu verbalen und körperlichen Auseinandersetzungen gekommen sei und sie dies unterbunden habe.

13:10 Uhr | Reporter: Reichsflaggen und kein Mund-Nasen-Schutz bei Demo

Verschiedene Reporterinnen und Reporter berichten davon, dass keine Mund-Nasenbedeckungen auf dem Augustusplatz getragen werden. Die Polizei greift bislang nicht ein. Der Platz zwischen Gewandhaus und der Leipziger Oper ist dicht gefüllt. "Die Kontrolle ist für uns fast unmöglich", sagt Polizeisprecher Hoppe. Mehrere Fahrzeuge der Polizei weisen mit Lautsprechern auf die Corona-Auflagen hin.

Nach Beobachtung von Reportern schwenken einige Demonstrationsteilnehmende Reichsflaggen:

13:00 Uhr | Offenbar zahlreiche Rechtsextreme in der Innenstadt

Ein MDR-Reporter berichtet von zahlreichen offensichtlich rechtsextremen Demonstrationsteilnehmern. Weitere Journalistinnen und Journalisten vor Ort berichten von NPD-Kadern aus Thüringen, Sachsen und NRW, die am Hauptbahnhof in Leipzig angekommen sein sollen.

Derweil bekräftigte das Oberverwaltungsgericht in einer Mitteilung erneut, dass zwar eine ortsfeste Versammlung unter Corona-Auflagen zulässig sei, jedoch kein Demonstrationszug.

12:30 Uhr | Tausende Menschen versammeln sich auf dem Augustusplatz

Laut Polizei sind Teilnehmende aus ganz Deutschland für die "Querdenken"-Demonstration nach Leipzig gereist. Polizeisprecher Olaf Hoppe sagte, er wisse etwa aus Bayern und Thüringen, dass Reisebusse Richtung Leipzig unterwegs waren. Schon mehr als eine Stunde vor Beginn haben sich am Vormittag Tausende Menschen auf dem Augustusplatz im Stadtzentrum versammelt.

Die Stadt Leipzig hatte der "Querdenken"-Bewegung aus Infektionsschutzgründen eigentlich einen Platz an der Neuen Messe zuweisen wollen, außerhalb des Zentrums. Das Verwaltungsgericht Leipzig hatte dies bestätigt, das OVG entschied anders. Die Polizei kündigte Kontrollen an, ob die Corona-Vorgaben wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes eingehalten werden. Das oberste Ziel des Einsatzes sei es, Gewalt zu verhindern, sagte Hoppe weiter. Eine Auflösung der Kundgebung sei das letzte Mittel.

Demonstranten der Querdenken-Initiative versammeln sich auf dem Augustusplatz Leipzig, 07.11.2020
Demonstranten der "Querdenken"-Initiative haben sich auf dem Augustusplatz in Leipzig versammelt. Bildrechte: Medienportal Grimma/Sören Müller

11:20 Uhr | "Leipzig nimmt Platz" kritisiert OVG-Beschluss

Das Aktionsnetzwerk "Leipzig nimmt Platz" kritisiert die Entscheidung des OVG, dass die "Querdenken"-Demonstration doch auf dem Augustusplatz stattfinden kann. "Wir sind geradezu entsetzt über die Genehmigung einer Demonstration von 16.000 Menschen auf dem viel zu kleinen Augustusplatz. Ein Mindestabstand kann hier nicht gewährleistet werden. Und dass die Ordnungsbehörden die Maskenpflicht nicht durchsetzen, konnten wir erst gestern Abend auf dem Leipziger Markt erleben", erklärte Sprecherin Irena Rudolph-Kokot.

Das Bündnis hat nach eigenen Angaben für 13:00 Uhr Protestkundgebungen am Wilhelm-Leuschner-Platz sowie am Grimmaischen Steinweg östlich vom Augustusplatz angezeigt.

10:50 Uhr | Demonstration "Querdenken" darf mit Einschränkungen am Augustusplatz stattfinden

Die Demonstration der sogenannten "Querdenken"-Bewegung darf nun doch auf dem Augustusplatz stattfinden. Das hat das Sächsische Oberverwaltungsgericht in der vergangenen Nacht entschieden. Damit sei die Verlegung des Versammlungsorts auf Parkplätze im Bereich Neue Messe hinfällig, teilte das Gericht in Bautzen mit. Mit diesem Beschluss des OVG sind Einschränkungen verbunden. So darf die Zahl der Teilnehmenden maximal 16.000 betragen. Weiterhin bestätigte das OVG die coronabedingten Auflagen, darunter das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung.

Demonstranten zu Fuß und mit Autos und Fahrrädern an der Neuen Messe in Leipzig, 07.11.2020
Die ersten Demonstranten der "Querdenken"-Initiative haben sich mit Autos, Fahrrädern und zu Fuß an der Neuen Messe in Leipzig eingefunden. Danach kam es zu Sitzblockaden durch Gegendemonstranten. Bildrechte: Erik Hoffmann

10:30 Uhr | Leipzigs Oberbürgermeister Jung zeigt Unverständnis für "Querdenken"-Demo

Der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung hat die geplante Massendemonstration der Initiative "Querdenken" als unverantwortlich und unsolidarisch verurteilt. Das schrieb er in einem Facebook-Post am Freitagabend.

Wer die Schwächsten, die Gefährdung seiner Mitmenschen und seiner selbst im Blick hat, kann meiner Meinung nach nicht verantworten, mit Tausenden in diesen Tagen zusammen zu kommen. Seine Meinung kann man auch anders äußern; und selbst wenn mir diese Meinung nicht passt, werde ich alles dafür tun, dass diese frei gesagt werden kann. Aber bitte nicht auf einer Massendemonstration in Zeiten einer gefährlichen Pandemie.

Burkhard Jung Oberbürgermeister der Stadt Leipzig

10:10 Uhr | Ministerpräsident Kretschmer verlangt Einhaltung der Corona-Regeln

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer hat die Teilnehmenden der für heute geplanten Demonstrationen in Leipzig aufgefordert, sich an die Corona-Regeln zu halten. Der CDU-Politiker sagte bei einer Digitalkonferenz, man dürfe demonstrieren und seine Meinung sagen, aber man dürfe keine Gefahr für sich und für andere werden. Es gelte der Mindestabstand und das Tragen eines Mund-Nasenschutzes. Die Polizei werde die Regeln durchsetzen, so Kretschmer.

09:00 Uhr | 200 Menschen bei Demo gegen Corona-Maßnahmen am Freitagabend

Einen Tag vor der geplanten großen Demonstration der Initiative "Querdenken" haben sich am Freitagabend in Leipzig rund 200 Menschen auf dem Marktplatz versammelt. Sie meldeten laut Polizei eine spontane Demo an, auf der sie gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen protestierten. Die Teilnehmer trugen keine Masken und hielten auch den Mindestabstand nicht ein. Ein Polizeisprecher sagte, es seien Video-Aufnahmen gemacht worden und es werde eine Anzeige gegen die Versammlungsleiterin gestellt. Zu einem Gegenprotest in Hörweite versammelten sich laut Polizei rund 100 Menschen.

Gegendemonstranten am 6.11.2020 auf dem Leipziger Markt.
Laut Polizeiangaben versammelten sich am Freitagabend etwa 200 Menschen auf dem Marktplatz. Hinzu kamen etwa 100 Gegendemonstranten. Bildrechte: Einsatzfahrten Leipzig / Eric Pannier

08:30 Uhr | Leipzigs Behörden erwarten herausfordernden Tag

Leipzigs Ordnungsbürgermeister Heike Rosenthal bezeichnete das Versammlungsgeschehen, das sich für den heutigen Sonnabend abzeichnet, als herausfordernd. Es gebe nicht nur eine große Anzahl an Versammlungen, auch die Pandemie sei eine Herausforderung, sagte er am Freitag. Laut Rosenthal gibt es im gesamten Stadtgebiet 27 angezeigte Veranstaltungen.

Neben der sogenannten Querdenken-Demonstration seien weitere Anmeldungen beim Ordnungsamt eingegangen. Darunter auch sieben Gegenveranstaltungen. Einige von ihnen finden den Angaben zufolge unter Auflagen in der Innenstadt statt. Beispielsweise sei die Teilnehmerzahl beschränkt und sie dürfen nur stationär stattfinden.

Quelle: MDR/dpa/epd/Redaktion

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 07.11.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 07.11.2020 | 19:00 Uhr

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