16.02.2020 | 08:30 Uhr Staatsanwalt soll im Biber-Streit in Schirmenitz ermitteln

Biber nagt an Stämmchen
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Im Dorf Schirmenitz bei Cavertitz wird dem Biber das Leben schwer gemacht. Unbekannte haben dem streng geschützten Tier sechs bekannte Biberstaue widerrechtlich geöffnet. Weil der Verdacht auf eine Straftat besteht, will die Untere Naturschutzbehörde den Fall nun an die Staatsanwaltschaft Leipzig übergeben.

Die Hintergründe des Nager-Streits

Das Landratsamt Nordsachsen bestätigte, dass das Umweltamt eine Unterschriftenliste zum Thema "Biber und Niedrigwasser in der Tauschke" erhalten habe. Mehrere Hausbesitzer wollen wegen ihrer vollbiologischen Kläranlagen, dass mehr Wasser im kleinen Bach Tauschke fließen kann. Aber die Biber stauen durch ihre Dämme das Wasser auf, hieß es. Als sich die Untere Wasserbehörde im Dezember 2019 an der Tauschke ein Bild davon machen wollte, stellten die Mitarbeiter fest, dass die Biberbauten verschwunden waren. Das Umweltamt konnte weder beim Ortstermin noch nach einer Beratung mit der Gemeinde Cavertitz ermitteln, wer dafür verantwortlich ist.

Biber streng geschützt

 Ein zwei Wochen alter Biber in der Burg an den Ufern des Peenestrom.
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Biber sind laut Bundesnaturschutzgesetz "streng geschützte" Tiere, die nicht gejagt, getötet, beunruhigt oder auf andere Weise beeinträchtigt werden dürfen. Das gilt auch für die Behausungen und Dämme der Tiere. Bei Verstößen drohen Geldstrafen bis zu 25.000 Euro. Jetzt will das Umweltamt die Staatsanwaltschaft einschalten.

Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 17.02.2020 | 05:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

Zuletzt aktualisiert: 16. Februar 2020, 08:30 Uhr

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