Torgau Geflügelpest nachgewiesen

Stockentenpaar am Wasser
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Bei einer toten Wildente, die am Torgauer Elbufer gefunden wurde, ist die Geflügelpest nachgewiesen worden. Das teilte das Landratsamt am Donnerstag mit. Es handle sich um den ersten Vogelgrippe-Fall in der Region in diesem Jahr. Geflügelhalter seien jetzt aufgefordert, ihre Tiere vor Kontakt mit Wildvögeln zu schützen. Denn es sei mit weiteren infizierten Tieren zu rechnen - vor allem in der Nähe von Gewässern. Bisher gebe es keine Hinweise, dass die aktuellen Geflügelpest-Viren auf den Menschen übertragen werden.

Wegen Vogelzug besonders betroffen: Norddeutschland

Der Norden Deutschlands ist bislang die am stärksten von der Vogelgrippe betroffene Region Deutschlands. Die Geflügelpest erfasste mittlerweile viele Landkreise wie Nordfriesland, Dithmarschen oder Plön sowie die Stadt Neumünster. Dabei sind außer Gänse und Enten, darunter erstmals eine Stockente, Möwen und Greifvögel wie ein Mäusebussard und ein Wanderfalke betroffen. Der Landesbetrieb für Küstenschutz zählte seit Beginn des Geschehens bereits mehr als 3.000 verendete Wildvögel.

Die Geflügelpest, auch Vogelgrippe genannt, ist eine Infektionskrankheit, die häufig bei Wasservögeln vorkommt. Die Geflügelpest-Epidemie von November 2016 bis Frühjahr 2017 war die schlimmste Tierseuchenwelle dieser Art in Deutschland seit Jahrzehnten. Mehr als 900.000 Tiere mussten bundesweit gekeult werden.

Quelle: MDR/st

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 19.11.2020 | 18:30 Uhr - in den Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

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