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Der Glascampus Torgau gilt als wichtiges Vorhaben des Strukturwandels im Mitteldeutschen Braunkohlerevier. (Symbolfoto) Bildrechte: MDR/Sillmann

03.07.2019 | 14:09 Uhr Kohleausstieg: Glascampus Torgau erhält 420.000 Euro

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Der Glascampus Torgau gilt als wichtiges Vorhaben des Strukturwandels im Mitteldeutschen Braunkohlerevier. (Symbolfoto) Bildrechte: MDR/Sillmann

Sachsen unterstützt den Glascampus Torgau mit Fördergeldern in Höhe von 420.000 Euro. Wie Wirtschaftsminister Martin Dulig mitteilte, soll mit dem Geld ein Aus- und Weiterbildungsprojekt für die Glas-, Keramik- und Baustoffindustrie unterstützt werden. Der Glascampus Torgau gelte als wichtiges Vorhaben des Strukturwandels im Mitteldeutschen Braunkohlerevier.

Das Geld werde "nicht in Beton, sondern in Köpfe investiert", teilte der Landrat des Landkreises Nordsachsen, Kai Emanuel, mit. Man habe für das Bildungsangebot zunächst mit 34 Unternehmen gesprochen und das Projekt Glascampus an deren Bedürfnissen ausgerichtet. Dabei gehe es zunächst um die Weiterbildung von Fachkräften. Später soll die Berufsausbildung hinzukommen. Auch die Möglichkeit einer akademischen Ausbildung sei gegeben, so Emanuel.

Kai Emanuel/CDU-Landratskandidat Nordsachsen
Der Landrat des Landkreises Nordsachsen, Kai Emanuel. Bildrechte: CDU-Landesverband Sachsen

Glascampus Torgau Der Glascampus Torgau ist eine Kooperation zwischen dem Landkreis Nordsachsen, der TU Bergakademie Freiberg und dem Berufsschulzentrum Torgau. Das Aus- und Weiterbildungsprojekt ist auf Initiative des Landkreises Nordsachsen entstanden. Von der TU Bergakademie Freiberg werden Ausbildungsinhalte, Dozenten und Fachwissen angeboten. Die Räumlichkeiten für das Bildungsprojekt werden vom Berufsschulzentrum Torgau zur Verfügung gestellt.

Berufsqualifikation als Pfeiler des Strukturwandels

Der Landkreis Nordsachsen verfüge traditionell über eine starke Glas-, Keramik- und Baustoffindustrie, hieß es aus dem Wirtschaftsministerium. Der Strukturwandel werde aber nur gelingen, wenn die Unternehmen auf gut ausgebildetes Personal zugreifen, dieses halten und weiter qualifizieren können, sagte Dulig. Dafür würden "spezifische Weiterbildungsangebote" benötigt.

Martin Dulig, Landesvorsitzender der sächsischen SPD
Bildrechte: dpa

Qualifikation ist der Schlüssel, damit der Wandel gelingt. Der Glascampus kann einen nachhaltigen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der mitteldeutschen Glas-, Keramik- und Baustoffwirtschaft sowie des ländlichen Raumes in Nordsachsen insgesamt leisten.

Martin Dulig Wirtschaftsminister von Sachsen

Als Aufgabenschwerpunkte für den Glascampus nennt das sächsische Wirtschaftsministerium beispielsweise den Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Unternehmen und Kurse für Quereinsteiger. Das Bildungszentrum soll den Unternehmen auch bei der Digitalisierung der Arbeit weiterhelfen. Ab Herbst sollen die ersten Kurse stattfinden.

Quelle: MDR/ms

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 03.07.2019 | 12:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

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3 Kommentare

04.07.2019 17:29 marquitos 3

@2, Im Titel steht: "Kohleausstieg: ..." Ich kritisiere eigentlich nur den Artikel von Frau Sillmann oder wer auch immer den Artikel geschrieben hat, da er etwas vermittelt und es nicht hält. Es wird suggeriert das die Förderung etwas mit dem Kohleausstieg zu tun hat.
In der Torgauer Zeitung wurde wiedergegeben, dass die Kohlekommission das Projekt als durchweg positiv sieht es aber nicht finanzieren kann. Das wäre ist der einzige Bezug zum Kohleausstieg. Ich denke dass der Journalist, schon etwas besser die Zusammenhänge darstellen sollte. (Kommentar vom MDR erwünscht)

03.07.2019 18:17 Peter 2

@1, wer lesen kann ist klar im Vorteil.......wo steht im Beitrag das Torgau Kohlegegebiet ist?

03.07.2019 15:59 marquitos 1

Habe ich da etwas verpasst? Seit wann gibt es Braunkohle in oder bei Torgau? Und gab es nicht auch Pläne von Saint Gobain, das Glaswerk in Torgau zu schließen? Die Finanzierung hilft sicher einer Strukturschwachen Region. Aber Kohleausstieg und Torgau? Vielleicht kann mir Frau Sillmann die Kohleregion bei Torgau zeigen. Bin auch für eine Führung bereit.

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