Polizist fotografiert Trümmerteile an Tatort
Bildrechte: Sören Müller

12.04.2019 | 18:06 Uhr Anklage wegen Anschlag auf AfD-Büro in Döbeln

Polizist fotografiert Trümmerteile an Tatort
Bildrechte: Sören Müller

Die Staatsanwaltschaft Chemnitz hat drei Tatverdächtige wegen eines Anschlags auf ein AfD-Büro in Döbeln angeklagt. Sie wirft zwei Männern das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, versuchte schwere Brandstiftung, Sachbeschädigung und Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz vor. Der dritte Mann ist wegen Beihilfe angeklagt. Ein Termin für die Hauptverhandlung am Amtsgericht Döbeln stehe noch nicht fest, teilte die Behörde am Freitag mit.

Spontane Idee?

AfD-Anschlag in Döbeln
Das AfD-Büro wurde teilweise zerstört. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Den Ermittlern zufolge sollen zwei der Angeklagten am 3. Januar 2019 in Tschechien eine mit 1,1 Kilogramm Sprengstoff gefüllte Kugelbombe gekauft und die Pyrotechnik illegal nach Sachsen eingeführt haben. Auf der Rückfahrt hätten sie beschlossen, die Bombe vor dem AfD-Büro in Döbeln zu zünden. Diesen Plan setzten sie laut Staatsanwaltschaft noch am gleichen Abend in die Tat um. Der dritte Angeklagte habe das Vorhaben gebilligt und sei bei der Ausführung dabei gewesen.

Die Wucht der Detonation hatte an der Fassade des Hauses und in den Büroräumen erhebliche Schäden verursacht. Außerdem wurden vor dem Gebäude stehende Fahrzeuge beschädigt und in einer gegenüberliegenden Wohnung zersplitterten zwei Fensterscheiben. Verletzt wurde bei dem Anschlag niemand.

Quelle: MDR/dpa/stt

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR | 12.04.2019 | 15:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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