Störung behoben Windrad in Bockelwitz unter Kontrolle - A 14 wieder frei

Eine Windkraftanlage bei Leisnig ist außer Kontrolle geraten. Daraufhin wurde im Umkreis von 500 Metern alles abgesperrt, auch die Autobahn 14 zwischen Döbeln-Nord und Leisnig. Inzwischen wurde die Sperrung aufgehoben. Es gab kilometerlange Staus.

Mehrere Feuerwehren sicherten am 24.10.2018 das Gebit rings ume in Windrad ab, das sich niocht mehr stoppen ließ und drohte kaputt zu gehen.
Mehrere Freiwillige Feuerwehren aus der Region Leisnig sicherten den Sperrkreis 500 Meter um das Windrad ab, das sich technisch erst nicht stoppen ließ. Bildrechte: Dirk Wurzel

Im Ortsteil Bockelwitz bei Leisnig ist am Mittwoch eine Windkraftanlage außer Kontrolle geraten. Wie die Polizeidirektion Chemnitz mitteilte, hatten Polizei und mehrere Feuerwehren aus Sicherheitsgründen einen Umkreis von 500 Metern abgesperrt. Vom Sperrkreis betroffen war auch die Autobahn A14. Sie war zwischen Döbeln-Nord und Leisnig in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Diese Sperrung wurde mittlerweile wieder aufgehoben. Der Verkehr auf der A14 und den Nebenstraßen rings um Döbeln staute sich über mehrere Kilometer.

Notruf: Windrad lässt sich nicht stoppen

Ein Windrad bei Bockelwitz/Leisnig ist am 24.10.2018 außer Kontrolle geraten. Es ließ sich nicht mehr stoppen.
Das vordere der Windräder in Bockelwitz/Leisnig war außer Kontrolle geraten. Es ließ sich nicht mehr stoppen. Laut Polizei bestand die Gefahr, dass die Rotorblätter heiß laufen. Bildrechte: Dirk Wurzel

"Gegen 14:20 Uhr erreichte die Rettungsleitstelle der Notruf, dass eine Windanlage außer Kontrolle geraten ist. Sie ließ sich nicht mehr stoppen", sagte Polizeisprecher Andrzej Rydzik MDR SACHSEN. Gegen 16:45 Uhr war es dem Betreiber der Windkraftanlagen des Windparks Bockelwitz schließlich gelungen, die technische Störung elektronisch zu regeln und nach Polizeiangaben das Windrad zu bremsen.

Während der zweieinhalbstündigen Sperrung der A14 zwischen den Autobahnkilometern 32,5 und 33,5 hatten sich auf den umliegenden Straßen und Autobahnabschnitten lange Staus gebildet. Auf der B169 zwischen der Ortsumfahrung und der Autobahn A14 brauchten Autofahrer etwa eine halbe Stunde länger. In Richtung Nossen-Nord waren es zeitweise sieben Kilometer Stau, in Richtung Grimma elf Kilometer.

Sicherheitsrisiko Windräder

Schon einmal war bei Leisnig ein Windrad zu einem Sicherheitsrisiko geworden. Nach einem Sturmtief Ende 2016 war ein 65 Meter hohes Windrad umgeknickt. Der Sachschaden belief sich damals auf eine etwa halbe Million Euro. Der Fall im Rückblick:

Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio| 24.10.2018 | ab 18:00 Uhr

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Zuletzt aktualisiert: 24. Oktober 2018, 19:32 Uhr

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