Kaninchenzucht Schlägerei auf Bundes-Rammlerschau hat Folgen für Züchter aus Sachsen

Rassekaninchenzüchter gelangen selten in die Schlagzeilen. Doch bei der Bundes-Rammlerschau am vorigen Wochenende in Halle gerieten zwei Züchter in Streit, andere Männer wollten schlichten, die Lage eskalierte. Nun hat die Schlägerei für einen Sachsen Folgen durch die strafrechtliche Verfolgung der Polizei, aber auch wegen eines Verfahrens seines Landesverbandes.

Ein Rasse-Kaninchen der Rasse ''Helle Großsilber'' sitzt in einem Ausstellungskäfig.
Ein Kaninchen der Rasse "Helle Großsilber" mümmelt ein bisschen Stroh - während die Lage noch ruhig ist in den Gängen der Ausstellungshalle auf der Bundes-Rammlerschau. Später musste nach einer Schlägerei ein Züchter ins Krankenhaus gebracht werden. Bildrechte: dpa

Eine Schlägerei auf der Bundes-Rammlerschau in Halle am Wochenende hat Folgen für einen 51 Jahre alten Kaninchenzüchter aus Wurzen. Neben den Ermittlungen der Polizei sei ein verbandsinternes Verfahren eingeleitet worden, sagte Doreen Kalusok vom Landesverband Sächsischer Rassekaninchenzüchter in Döbeln. Der Vorfall werde genau geprüft. Konsequenz könne eine Geldstrafe, ein vorübergehender oder ein dauerhafter Ausschluss aus dem Verband sein. "Bis zum Abschluss des Verfahrens ruht die Mitgliedschaft des Mannes", erklärte Kalusok. Der Wurzener könne so lange nicht an Veranstaltungen des Verbandes teilnehmen. Gegen den Züchter ermittelt die Polizei wegen Körperverletzung. Die Befragung aller Beteiligten werde allerdings noch dauern, sagte eine Polizeisprecherin.

Was war bei der Kaninchenschau passiert? Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein 51-Jähriger mit einem 33 Jahre alten Kaninchenzüchter aus Niedersachsen gestritten haben. Der Ältere schubste den Niedersachsen gegen einen Käfig, der daraufhin stürzte.

Als zwei weitere Männer schlichten wollten, sollen sie vom 51-Jährigen attackiert und getreten worden sein. Ein 59 Jahre alter Mann wurde dabei verletzt und musste im Krankenhaus behandelt werden.

Zur Bundes-Rammlerschau waren Züchter aus ganz Deutschland gekommen. 2.343 Aussteller haben laut Verband rund 11.000 Tiere ausgestellt.

Der Zentralverband Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter (ZDKR) verurteilte den Vorfall scharf. "Von einer derartigen Tat distanzieren sich die organisierten Rassekaninchenzüchter/-innen mit aller Deutlichkeit. Gewalt hat keinen Platz in der Kaninchenzucht", schreibt der Verband auf seiner Homepage.

Quelle: MDR/kk/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 02.02. 2019 | 19:00 Uhr

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Zuletzt aktualisiert: 05. Februar 2019, 15:07 Uhr

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