Szenen aus dem Festgottesdienst zur Einweihung der Paulinerkirche Leipzig
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Festgottesdienst für Universitätskirche St. Pauli "Das Wunder von Leipzig"

Szenen aus dem Festgottesdienst zur Einweihung der Paulinerkirche Leipzig
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Ein halbes Jahrhundert nach der Zerstörung ihres Vorgängerbaus ist die neue Leipziger Universitätskirche Sankt Pauli am Sonntag feierlich geweiht worden. Am Festgottesdienst nahmen unter anderem Sachsens evangelischer Landesbischof Carsten Rentzing und Landtagspräsident Matthias Rößler teil. Während der Zeremonie wurden auch die Orgeln und Prinzipalien, also Altartische, der Taufstein und das Pult sowie das gesamte Altargerät wie Kelche, Kannen, Patenen und Kerzenleuchter ihrer Bestimmung übergeben. Das Altargerät entstammt der alten Paulinerkirche und konnte 1968 aus der Kirche gerettet werden, während die beiden Altartische, Ambo und Taufstein Neuanfertigungen sind.

Viel Freude und gute Wünsche

Sachsens evangelischer Landesbischof Carsten Rentzing sagte in dem Festgottesdienst, der Bau erinnere an das, was gewesen ist und führe zugleich in die Zukunft. "Die St. Pauli Kirche hat vieles erlebt in ihrer Geschichte und steht damit für den Weg der Kirche durch die Zeiten. Diese Zeiten hinterlassen ihre Spuren, diese Zeiten verändern die Kirche auch, so wie die Architektur."

Szenen aus dem Festgottesdienst zur Einweihung der Paulinerkirche Leipzig
Universitätsprediger Peter Zimmerling (links) und Sachsens evanglischer Landesbischof Carsten Rentzing führen durch den ersten Gottesdienst der neuen Universitätskirche "St. Pauli". Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Ganz gleich was an diesem Ort geschieht, der Raum wird seine eigene Sprache sprechen, er wird transparent bleiben.

Carsten Rentzing Evangelischer Landesbischof Sachsen

Brücken bauen zwischen Glauben und Wissenschaft

Der Leipziger Universitätsprediger Peter Zimmerling sprach von einer großen Freude, diesen Festgottesdienst mit acht Jahren Verspätung nun doch feiern zu können. Das "Wunder von Leipzig" sei tatsächlich wahr geworden - eine neue Universitätskirche in den Ausmaßen der alten. Zimmerling erinnerte auch an den Anspruch des Neubaus als geistig-geistliches Zentrum der Universität. Dafür hoffe er darauf, dass die künftigen Gottesdienste Brücken bauten zwischen Glauben und Wissenschaft, zwischen Atheismus und Christentum.

Landtagspräsident Rößler sprach von tiefer Freude und Dankbarkeit über die Eröffnung, die auch vom langen Schatten der DDR nicht habe verhindert werden können. Das Paulinum sei eine große Gemeinschaftsleistung der Leipziger Bürgerschaft, die das scheinbar Unmögliche verwirklicht habe.

Feiern noch bis Montag

Universitätsrektorin Beate Schücking drückte noch vor dem Festgottesdienst ihre Freude über das künftige Miteinander von Wissenschaft, Universitätsmusik und Kirche in dem Neubau aus. Den Abschluss der insgesamt viertägigen Feiern bildet dann am Montag der "dies academicus" zum 608. Geburtstag der Hochschule.

Über dieses Thema berichtet MDR SACHSEN auch im Radio und Fernsehen: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio| 03.12.2017 | 06:45 Uhr
MDR Fernsehen | 03.12.2017 | 11:00 Uhr
MDR SACHSENSPIEGEL | 03.12.2017 | 19:00 Uhr

Quelle: MDR/dpa/bb

Zuletzt aktualisiert: 03. Dezember 2017, 21:00 Uhr

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1 Kommentar

04.12.2017 15:57 Fragender Rentner 1

Hat ja auch nicht lange gedauert, diese Bauzeit und gekostet hat sie ja auch unwesendlich mehr.

Wer durfte für das Geld aufkommen?