Müll-Lagerhallen Großbrand Böhlen
Bildrechte: MDR/MDR um 11

Großfeuer in Böhlen/Lippendorf Brand in Mülllagerhallen bei Leipzig größtenteils gelöscht

Müll-Lagerhallen Großbrand Böhlen
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Der Großbrand auf einem Industriegelände südlich von Leipzig ist so gut wie gelöscht. Statt einer dicken schwarzen Rauchsäule, die sich am Montagabend über dem Industriegebiet Böhlen/Lippendorf aufgetürmt hatte, steigt mittlerweile nur noch weißer Rauch auf, berichtet MDR SACHSEN-Reporterin Susann Blum. Die Feuerwehr habe erklärt, dass nur noch Wasser verdampft. Das eigentliche Feuer sei gelöscht, aber es gebe noch einige Glutnester in dem Material, das sich in den Lagerhallen befunden hat.

Laut Feuerwehr sind die Brände in zwei der drei Hallen gelöscht. Nur noch in einer Lagerhalle sei man noch damit beschäftigt, das Material herauszuholen und im Freien abzulöschen. Die Feuerwehrleute hoffen, dass sie den Einsatz noch im Laufe des Abends beenden können.

Keine Gefahr für Anwohner

Nach Angaben der Einsatzkräfte besteht trotz des beißenden Geruchs von verschmortem Plastik keine Gefahr durch giftige Dämpfe. Bereits am Vormittag hatte Volker Clauß von der Integrierten Regionalleitstelle Leipzig bestätigt, dass Messfahrzeuge in der Umgebung keine hohe Konzentration schädlicher Stoffe gefunden hatten. Auch am Mittag hatten die speziellen Messwagen weiter Proben aus Luft und Wasser genommen, um eine Gefährdung auszuschließen.

Das Lagezentrum der sächsischen Landesregierung hat mittlerweile auch offiziell eine Entwarnungsmeldung für die Bevölkerung herausgegeben. Die sogenannte Gefahrenmitteilung galt seit Montagabend. Anwohner waren aufgefordert Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Grüne fordern Aufklärung

Unterdessen hat der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Sächsischen Landtag, Volkmar Zschocke, eine parlamentarische Anfrage an die Landesregierung gestellt. Er will unter anderem erfahren, ob während des Feuers asbesthaltige Abfälle der Hitze ausgesetzt waren. Seinen Angaben zufolge hat es in den vergangenen Jahren ein- bis zweimal im Monat auf einer Deponie oder einer Recyclingsanlage in Sachsen gebrannt. Er forderte die zuständigen Behörden auf, die Ursachen für die Brandserie systematisch zu untersuchen.

Am frühen Montagabend war im Industriegebiet Böhlen/Lippendorf eine große Lagerhalle mit gepresstem Plastikmüll in Flammen aufgegangen. Wegen des starken Windes hatte sich das Feuer auf insgesamt drei Lagerhallen ausgebreitet. Verletzt wurde niemand. Wie die Halle in Brand geraten konnte, ist bisher unklar. Wie die Polizei mitteilte, werde es noch mindesten zwei Tage dauern, bis die Brandursachenermittler ihre Arbeit aufnehmen können.

Quelle: MDR/ms/lam/kp/dpa

Zuletzt aktualisiert: 14. März 2018, 09:34 Uhr

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3 Kommentare

14.03.2018 12:18 OHNEWORTE 3

Scheinbar hat dieser Recyclingbetrieb Unmassen gehortet,aber nicht den Weg der endgueltigen Entsorgung gesucht,gefunden ?

Na da hat die Versicherung jetzt den schwarzen Peter ....mit der Brandrestbeseitigung.

Frueher liefen solche Sachen besser...ab nach Ungarn in einen verarmten Kolchos...,oder,Rumaenien. In den Transportpapieren stand dann ...zur Weiterverarbeitung.Irgendwann hatten die Kuehe auch die Schnauze voll vom Plastikmuell und Altoel. Bis das Ding platzte und Deutschland musste sich kuemmern,den Dreck der klugen Manager wieder rueckholen.

14.03.2018 09:28 Ude 2

CHINA nimmt keinen Plastik Müll mehr an. STELLT SICH DIE Frage......

13.03.2018 23:26 part 1

Leider muß man erst von ausländischen Medien erfahren, das China ein Gesetzt verabschiedet hat, den Import von Plastikmüll zu beenden. Scheint so das jetzt schnellstmöglich andere Möglichkeiten gefunden werden müssen, mit einigen unschönen Auswirkungen. Da hat wohl ein ganzer Entsorgungszweig ein Problem?