02.08.2019 | 08:18 Uhr Flutschutzanlage für Grimma nach zwölf Jahren fertig

Mit einem Kran wird das letzte Tor für die Hochwasserschutzanlage in Grimma eingehoben und damit die letzte Lücke an der Hochwasserschutzanlage geschlossen
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Nach zwölf Jahren Bauzeit ist am Freitag die neue Hochwasserschutzanlage mit Flutschutzwand in Grimma offiziell eingeweiht worden. Die zwei Kilometer lange Flutmauer entlang der Mulde soll die Stadt vor Hochwasser wie in den Jahren 2013 und 2002 schützen. Insgesamt wurden 78 Flut-Tore unterschiedlicher Größen verbaut. Sie können innerhalb von rund zwei Stunden geschlossen werden. Bis zu zwölf Meter tief reicht das Bauwerk in den Untergrund.

Es gibt wenige Dinge, die mir und sicher auch allen Grimmaern, besonders den Bewohnern der Altstadt, so am Herzen gelegen haben wie die Fertigstellung der Hochwasserschutzanlage.

Matthias Berger Oberbürgermeister Grimma

Die Anlage hat 57 Millionen Euro gekostet. Das Geld dafür kam aus Fördertöpfen des Landes, des Bundes und aus dem Europäischen Sozialfond, informierte die Stadtverwaltung. Zur Einweihungsfeier erinnerte Umweltminister Thomas Schmidt an die besonderen Herausforderungen während des Baus. Die 800 Jahre alte Stadtmauer Grimmas und viele denkmalgeschützte Häuser mussten in die Schutzwallkonzeption eingebunden werden.

Nach der Flutkatastrophe im August 2002 hatte Grimma einen Gesamtschaden von 220 Millionen Euro zu bewältigen. In der Bildergalerie sehen Sie die Vorkehrungen im Alltag:

Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 02.08.2019 | 08:00 Uhr

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