Hochwasserschutzanlage in Grimma
Bildrechte: Landestalsperrenverwaltung Sachsen

11.05.2019 | 13:00 Uhr Grimma macht die Schotten dicht

Schon zwei Mal ist Grimma in den letzten zwanzig Jahren Opfer einer "Jahrhundertflut" geworden. Fast 60 Millionen Euro sind seitdem in den Hochwasserschutz investiert worden. Denn nach der Flut ist vor der Flut.

Hochwasserschutzanlage in Grimma
Bildrechte: Landestalsperrenverwaltung Sachsen

In Grimma ist am Sonnabend die Hochwasser-Schutzanlage getestet worden. Mehr als 100 Einsatzkräfte der Feuer- und Wasserwehren waren im Einsatz. Zu ihren Aufgaben gehört es, im Ernstfall möglichst schnell die 78 Öffnungen in der Schutzanlage zu verschließen, damit kein Wasser in die Altstadt dringt. Die Palette reicht dabei von großen, neun Meter breiten und vier Meter hohen Toren mit einem Gewicht von etwa 20 Tonnen, bis zu kleinen Verschlusselementen.

Der Oberbürgermeister von Grimma, Matthias Berger
Matthias Berger, Oberbürgermeister von Grimma Bildrechte: Stadt Grimma

Die knapp zwei Kilometer lange Installation soll die Stadt im Falle eines neuen Jahrhunderthochwassers schützen. Sachsen, der Bund und EU hatten in den Bau rund 57 Millionen Euro investiert. "Die Hochwasserschutzanlage ist so gut wie fertig", sagte Oberbürgermeister Matthias Berger. "In den nächsten Tagen wird das letzte Tor angebracht. Zudem erfolgen Restarbeiten an der Schlossterrasse".
Grimma war 2002 und 2013 vom Hochwasser der Mulde stark beschädigt worden. Damals standen große Teile der historischen Altstadt teilweise mehrere Meter unter Wasser. Die Schutzanlage soll am 2. August offiziell eingeweiht werden.

Das Hochwasser der Mulde hat 2013 das Rathaus und die Innenstadt von Grimma überschwemmt.
2013 wurde die Altstadt Grimmas von der Mulde komplett überflutet. Bildrechte: dpa

Quelle: MDR/tfr

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio| 11.05.2019 | ab 09:00 Uhr in den Nachrichten

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