Der Karikaturist Schwarwel, der Musiker Sebastian Krumbiegel, Geschäftsführerin des Anker e.V. Heike Engel, Bürgermeister für Jugend und Soziales Thomas Fabian sowie der Programmkoordinator der Moritzbastei Rick Barkawitz halten auf einer Treppe im Neuen Rathaus die Plakate für das 21. Konzert  - Leipzig zeigt Courage - hoch.
Der Karikaturist Schwarwel, der Musiker Sebastian Krumbiegel, Geschäftsführerin des Anker e.V. Heike Engel, Bürgermeister für Jugend und Soziales Thomas Fabian sowie der Programmkoordinator der Moritzbastei Rick Barkawitz halten auf einer Treppe im Neuen Rathaus die Plakate für das 21. Konzert - Leipzig zeigt Courage - hoch. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Leipzig Courage-Konzert wagt Neustart gegen Fremdenhass

Der Karikaturist Schwarwel, der Musiker Sebastian Krumbiegel, Geschäftsführerin des Anker e.V. Heike Engel, Bürgermeister für Jugend und Soziales Thomas Fabian sowie der Programmkoordinator der Moritzbastei Rick Barkawitz halten auf einer Treppe im Neuen Rathaus die Plakate für das 21. Konzert  - Leipzig zeigt Courage - hoch.
Der Karikaturist Schwarwel, der Musiker Sebastian Krumbiegel, Geschäftsführerin des Anker e.V. Heike Engel, Bürgermeister für Jugend und Soziales Thomas Fabian sowie der Programmkoordinator der Moritzbastei Rick Barkawitz halten auf einer Treppe im Neuen Rathaus die Plakate für das 21. Konzert - Leipzig zeigt Courage - hoch. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Leipzig beweist Courage: Zum 21. Mal zeigen Bürger und Künstler Gesicht gegen Diskriminierung und Fremdenhass. Am Montag standen zahlreiche Musiker auf der Bühne, um ein Zeichen gegen Fremdenhass zu setzen. Das Podium stand in diesem Jahr erstmals auf der Moritzbastei. Dort haben den Angaben nach rund 1.500 Besucher Platz. In den vergangenen Jahren fand das Open Air auf dem Marktplatz statt. Die Moritzbastei und der Anker e.V. sind die neuen Träger des Festivals.

Klare politische Ausrichtung

Politisch und inhaltlich gab es keinen Unterschied zu den letzten Jahren, sagte Festival-Initiator Sebastian Krumbiegel. "Wir sind beunruhigt, welche Strömungen im Mainstream angekommen sind und deshalb glauben wir, dass diese inhaltliche Grundausrichtung uns noch eine ganze Weile beschäftigen wird. Da ist es wichtig, dass wir das Feld nicht anderen überlassen."

Sebastian Krumbiegel, 2017
Bildrechte: dpa

Wir leben in Zeiten, in denen Dinge geschehen, die manchmal ein wenig befremdlich sind. Ich meine wirklich die 'Mitte der Gesellschaft', in die irgendwie ein Geist eingezogen zu sein scheint, der mich beunruhigt.

Sebastian Krumbiegel Festival-Initiator

Willkommene Zäsur

Für den Prinzen-Sänger war der Ortswechsel eine willkommene Zäsur. Nachdem das Open Air in den vergangenen Jahren etwas "verwässert" sei, habe man sich diesmal wieder explizit um Künstler bemüht, "die hinter dem stehen, was wir transportieren wollen". Krumbiegel hatte das Festival erstmals 1998 als Protestaktion gegen einen Naziaufmarsch in der Stadt organisiert.

Donots und Eko Fresh

Die Punkrockband Donots kam aus Nordrhein-Westfalen nach Leipzig, um ein Zeichen gegen Rechts zu setzen. Im vergangenen Jahr hatten sie bereits bei einer Demonstration gegen die AfD in Münster vor 8.000 Menschen gespielt. Auch der Rapper Eko Fresh und die palästinensische Band 47Soul standen auf der Bühne.

Quelle: MDR/lt

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 24.04.2018 | ab 15:00 Uhr in den Regionalnachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 30.04.2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 30. April 2018, 20:56 Uhr

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45 Kommentare

01.05.2018 19:15 Herr lass Hirn regnen 45

@ 43: ein besseres Gleichnis wie es Uwe beschreibt, habe ich ich zu diesem Thema noch nicht gesehen.

@44: (mare nostrum) Ihrem Kommentar zufolge sehe ich, dass Sie nichts aber auch rein gar nichts verstehen.

01.05.2018 17:35 mare nostrum 44

@ 43

Handelt es sich bei diesem Beitrag um eine Drohung des Verfassers?

01.05.2018 12:55 der Uwe 43

Herr Krumbiegel, wer immer nur in den RECHTEN Rückspiegel schaut um zu versuchen die aktuelle Situation zu analysieren, sollte sich nicht wundern, wenn er zeitnah auf eine "Wand " zusteuert , in die er gleich reinkracht. Die "Warnungen " hierzu, kommen aus allen Richtungen, auch wenn Sie diese nur " mit rechtem Ohre" wahrnehmen wollen und folglich/fälschlich als "rechts" orten!

01.05.2018 09:58 Beobachter 42

Ging das Konzert auch gegen den Hass von Fremden? Den gibt es in Leipzig sehr häufig (Messerattacken).

01.05.2018 09:48 Otto Freundlich 41

Gute Aktion, Haltung zeigen gegen Rassismus bzw. Rechtsextremismus ist heute wichtiger denn je.

01.05.2018 09:45 DasletzteAbendmahl 40

Wer hat sich denn da verzählt ? Das waren bei weitem keine 1500 Leute. Na Herr Krumbiegel , daß Interesse daran scheint sich doch schon in engen Grenzen zu halten. Woran das wohl liegt ? Vielleicht begreifen doch schon einige mehr die Zusammenhänge von Ursache und Wirkung.

01.05.2018 09:22 mare nostrum 39

@ 37

Dringend noootweeendig!

Ist der Herr gelangweilt dabei?

01.05.2018 09:07 Wisdom 38

Beobachter (17, 14 usw.) hat vollkommen Recht. Wenn man eine Veranstaltung gegen Fremdenhass aufzieht, dann sollte man auch klar aufzeigen, wer wen in der Welt verfolgt. Polemik und Sozialromantik ist hier fehl am Platze. Merkels verfehlte Politik hat offensichtlich mehr Konfliktpotenzial ins Land getragen als Deutschland vielleicht mittelfristig verkraften kann. Man sollte die Probleme offen benennen, denn Rechtsströmungen der jüngsten Zeit sind auf das Versagen der Politik zurückzuführen, da die Machthabende versagt hat. Um mittelfristig Freiheit, Demokratie und Frieden in Deutschland zu wahren, setzten die Bürger ein Zeichen. Eine Veranstaltung im jugendlich-pubertären Stil wie von Herrn Krumbiegel beschreibt das Problem nicht im vollem Umfang. Daher ist das sogar als gefährlich zu betrachten.

30.04.2018 23:32 Wolfi 37

Gesicht zeigen gegen “Fremdenhass“ und Gedöns. Laaangweilig!

30.04.2018 23:22 hercule 36

bitter einfach nur bitter was hier viele schreiben ! Da sieht man wie nötig dieses Konzert ist !