Kritik an Ermittlungsarbeit Leipziger Chefermittler: "Sachsen könnte mehr Einbrüche verhindern"

Die sächsische Polizei muss bei Prävention und Aufklärung von Einbrüchen besser zusammenarbeiten. Das forderte der Leiter des Kommissariats für Eigentumsdelikte der Polizei Leipzig Steffen Frommherz in der MDR-Sendung "FAKT IST!" am Montagabend. Seiner Ansicht nach gebe es große Defizite. Sachsen könnte mehr Einbrüche verhindern und viel mehr Täter fassen.

Forderung nach zentralem Auskunftssystem

Der Chefermittler kritisierte vor allem den Informationsaustausch zwischen den Polizeidirektionen. Auch der Austausch mit der Staatsanwaltschaft müsse verbessert werden. Deshalb forderte Frommherz eine landesweite Auskunftsdatei. Bislang sei es so, dass man in Leipzig nicht weiß, was in Dresden passiert.  

Im Hinblick auf die Aufklärung von Einbrüchen setzt Frommherz auch auf die Nutzung von Funkzellenabfragen. Damit sei es möglich, umher ziehende Einbrecherbanden schneller zu finden. Über die Hälfte aller Einbrüche gehe auf das Konto professioneller Diebesbanden. Bei Einbrüchen in Eigenheime schätzt die Polizei den Anteil auf 95 Prozent. In Sachsen hat die Polizei im vergangenen Jahr insgesamt mehr als 4.600 Einbrüche registriert.

Über dieses Thema berichtet MDR SACHSEN auch im Fernsehen: MDR FERNSEHEN | FAKT IST! | 10.04.2017 | 22:05 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. Dezember 2018, 14:29 Uhr

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8 Kommentare

11.04.2017 22:33 Agnostiker 8

"Vorurteile" sind der Grund, warum es die Menschen ueber die Jungsteinzeit gebracht haben.
Mit Entwaffnung der "Unzuverlaessigen" werden nun genau Jene wehrlos gemacht, welche die Gefahr als erste erkannt haben.

11.04.2017 13:38 Morchelchen 7

Sicher könnte man ein ständiges Ansteigen von Beschaffungskriminalität verhindern, sogar deutschlandweit Einfluss darauf nehmen. Grenzen zu, überall Kontrollen, wie das vor Schengen Usus war... Denn wir wissen aufgrund von Ermittlungsergebnissen ja bereits, dass es direkt bandenmäßigen Diebstahl gibt, vorwiegend aus Osteuropa. Die sehen Raubzüge mittlerweile regelrecht als ihren Broterwerb an, werden also freiwillig nicht darauf verzichten. Vor unserer Polizei haben die wenig Angst, vor unserer Justiz noch weniger...

11.04.2017 13:08 HERBERT WALLASCH, Pirna 6

Das Schlimme ist, daß es Bundesweit genau so läuft, seid Jahrzehneten überall nur Egomanen, die nur aufs eigene Fortkommen fixiert sind. Nicht im Interesse das Landes, ich meine dem Staat BRD, als ehemaliger DDR-Bürger wurde einem eingeredet, alles Bestens, durchorganisiert und bürokratisch fest geregelt, doch die ernüchterne Erkenntnis kam bald. Doch hatte man immer noch gewisse Illusionen, welche in den letzten 2 Jahren allerdings alle verpufft sind, man hätte nicht erwartet was allgemeingängige Praxis ist und was jetzt noch noch alles kleingeredet wird.

11.04.2017 12:20 contra 5

tja,Nr.4,unsere Regierung will doch gar nichts ändern,warum wohl? Diese ganzen "Goldstücke",die sind doch nicht kriminell,achwo,das sind alles Einzellfälle u.die Grenzen,müssen doch nicht gesichert werden,warum denn? Unsere Politprominenz lebt doch abgeschottet vom Normalbürger. Oder haben wir schon mal gehört,das bei einem Hr. oder Frau in der Regierung eingebrochen wurde . Doch wohl nicht! Die innere Sicherheit tendiert immer weiter nach unten,dann kommen noch die ständig steigenden Einbrüche dazu,was macht unsere Politelite,außer große Reden führen,nichts.......

11.04.2017 11:10 Mago 4

Eine sehr große Hilfe bei der Bekämpfung. der Kriminalität könnte die Bundesregierung
leisten ,wenn sie endlich eine vernünftige Grenzsicherung hinbekommen würde.

11.04.2017 10:49 Fragender Rentner 3

Das nennt sich Freizügigkeit für die Leute, wir brauchen ja den Nachwuchs für unser Land oder?

11.04.2017 10:13 Kuno 2

Gibt es da nicht eine zentrale sächsische IT-Behörde, die die Informationen bündeln und übergreifend zugänglich machen könnte?

11.04.2017 10:09 Bernd Bernschein 1

ich stelle schon lange den Verlust der öffentlichen Sicherheit fest,der auch seine Ursache im Zerreden vernüftiger Maßnahmen hat,das Videomaterial der Mautbrücken wird nicht zu Straftätersuchen herangezogen,damit verstößt man ja gegen das Persönlichkeitsrecht der Verbrecher.Gerichtsprozesse enden meißt mit DU-DU!

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