01.11.2019 | 19:23 Uhr Leipzig will ab 2023 auf Fernwärme aus Braunkohleverstromung verzichten

Der Leipziger Stadtrat hat den Ausstieg aus der Fernwärmeerzeugung durch Braunkohle beschlossen. Die Regelung soll ab 2023 in Kraft treten. Das Stadtparlament setzt damit nach der Ausrufung des Klimanotstandes ein deutliches Zeichen.

Das Braunkohlekraftwerk Lippendorf in Sachsen.
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2023 soll Schluss sein - dann will Leipzig keine mit Braunkohle produzierte Fernwärme mehr beziehen. Das hat der Stadtrat mit 53 Ja- zu elf Gegenstimmen beschlossen.

Der Kompromiss: Sollte es "unvorhergesehene Ereignisse" geben, so die Stadtverwaltung, könne der Ausstieg auf das Jahr 2025 verschoben werden. Die CDU-Fraktion mahnte an, dass Fernwärme in Leipzig bezahlbar bleiben muss. Dafür sollen die Stadtwerke schon jetzt mit dem Kraftwerksbetreiber in Lippendorf verhandeln, um für die Zeit des schrittweisen Übergangs vertragliche Preisoptionen auszuhandeln. Um die aus dem Kraftwerk Lippendorf ausgekoppelte Wärme nach dem Braunkohle-Aus zu kompensieren, plant die Stadt Leipzig ein eigenes Gaskraftwerk. Laut aktuellem Planungsstand soll das Werk im Süden an der Bornaischen Straße entstehen. Mitte November soll es eine erste Informationsveranstaltung für Anwohner geben.

Quelle: MDR/fg

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 01.11.2019 | ab 05:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

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