03.07.2019 | 16:13 Uhr Sachsen schiebt weitere Asylbewerber nach Tunesien ab

Abgelehnte Asylbewerber aus Tunesien sind per Sammelcharter aus Sachsen abgeschoben worden. Wie das sächsische Innenministerium mitteilte, befanden sich 23 Ausreisepflichtige an Bord der Maschine von Leipzig nach Enfidha. Zwölf davon lebten zuletzt im Freistaat, neun von ihnen wurden direkt aus der Haft zum Flugzeug gebracht. Elf Ausreisepflichtige kamen aus Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

In diesem Jahr hat Sachsen bis Ende Mai mindestens 81 Tunesier zurückgeführt, insgesamt waren es 741 Ausländer. Aktuell sind nach Ministeriumsangaben 12.873 Menschen in Sachsen ausreisepflichtig, etwa die Hälfte davon hat keine Reisedokumente. Dabei handele es sich vor allem um Menschen aus Indien, Russland, Pakistan, Afghanistan und dem Libanon.

Quelle: MDR/dpa/ms

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 03.07.2019 | 18:00 Uhr in den Nachrichten

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8 Kommentare

05.07.2019 12:37 der_Silvio 8

@7 sandra;
Das wird schon seine Richtigkeit haben.
Knapp die Hälfte der Abgeschobenen kam aus anderen Bundesländern.
9 Abgeschobene kamen lt. Artikel direkt aus der Haft; wenn sie das so schlimm finden, nehmen sie doch in Zukunft diese bei sich auf. Dann bleiben mehr Plätze in den JVA's, der Steuerzahler wird entlastet, die straffällig gewordenen bekommen eine ganz persönliche Betreuung und Sie können sich ein paar Gummipunkte auf ihrer gute Taten Liste sammeln.

04.07.2019 23:07 sandra 7

Ich habe eine Verständnisfrage: Ich kenne mich nicht sehr gut im Asylrecht aus, aber wie ist es möglich, dass Sachsen es schafft, so viele nach Tunesien oder gar Afghanistan zurückzuführen? Ich dachte beide Länder wären keine sogenannten „sicheren Herkunftsländer“ und das ginge dann garnicht.

04.07.2019 22:09 Dieter Lehmann 6

Für Tunesien gibt es keine Reisewarnung . Deshalb ist Ausweisung nach Tunesien richtig.

04.07.2019 20:38 Andy 5

Richtig. Wer kein Bleiberecht hat muss leider gehen

04.07.2019 19:49 Karl Stülpner 4

...wie sagt man auf dem Lande?
Kleinvieh macht auch Mist...
Warum denn den Flieger dafür nehmen? Das ist doch nicht im Sinne von Freitag für Sitzenbleiber? Ich schlage den Transport per Bahn vor. Das ist umweltfreundlich und es passen mehr Leute in einen Zug. Und da kommt es auf drei vier Wochen nicht an. Sicherer ist es auch, mal so betrachtet, was jetzt alles so vom Himmel fällt. Die abgeschoben werden, dass sind doch auch Menschen. Die haben ein Recht darauf, sicher nach Hause zu kommen.

04.07.2019 18:54 Tim 3

Wohin?? Nach Tunesien??
Ich war dort mal im Urlaub. Absolut kein sicheres Land! Ich wurde auf dem Souk ständig besch....
Dorthin kann man doch niemanden abschieben!

03.07.2019 22:36 D.o.M. 2

741 von 12873. Aufs Jahr hochgerechnet wären das etwa 1500. Respekt ! Da wäre es in nicht ganz 10 Jahren abgearbeitet. Kleine Zwischenfrage allerdings: Um wieviel ist die Menge 12873 im gleichen Zeitraum gewachsen ?

03.07.2019 20:14 Sachse43 1

Wie kommen eigentlich Afghanen nach Deutschland, auch mit dem Flieger? Solch ein Langstreckenflug muß doch ein Vermögen kosten.

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