11.07.2019 | 07:35 Uhr Nach Abschiebe-Demo weitere Proteste und Streit am Abend in Leipzig

Polizisten umringen Demonstranten, die spontan gegen die Abschiebung eines Mannes demonstrieren und den Einsatz blockieren.
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Nach Demos und Protesten rund um das Abschiebegeschehen in der Eisenbahnstraße Leipzig hat es am Mittwochabend weitere Proteste und Auseinandersetzungen gegeben. Laut Polizei Leipzig haben sich am Mittwochabend gegen 18:30 Uhr mehrere Hundert Menschen in der Hildegardstraße für eine Kundgebung versammelt. Die wurde gegen 20:45 Uhr beendet. Gleichzeitig liefen viele der Teilnehmer dann bei einem angemeldeten Aufzug über die Eisenbahnstraße. Dort kam es zu verbalen Auseinandersetzungen mit "offensichtlich stark alkoholisierten Personen", so die Polizei, die die Gruppe von den Aufzugsteilnehmern trennen musste.

Anzeigen nach Hitlergruß, Blockaden und Beleidigungen

Ein 52 Jahre alter Mann zeigte in Richtung der Versammlungsteilnehmer den Hitlergruß, so die Polizei. Seine Personalien wurden festgestellt und ein Strafverfahren eingeleitet. Der Aufzug wurde durch den Versammlungsleiter gegen 21:20 Uhr beendet. Allerdings blockierten zahlreiche Personen den Verkehr auf der Eisenbahnstraße. Eine Gruppe von 29 Personen wollte einen Fußweg der Kreuzung nicht verlassen. Gegen sie erstellte die Polizei Ordnungswidrigkeitsanzeigen. In einem Fall ermitteln die Beamten wegen Beleidigung.

Der Protesttag im Überblick:

Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 10.07.2019 | 19:00 Uhr

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