18.02.2020 | 12:15 Uhr Leipzig: Anklage gegen mutmaßlichen Schleuser

Staatsanwaltschaft Leipzig
Bildrechte: imago/Christian Grube

Wegen der Einschleusung von Ausländern und der Beihilfe zum Erschleichen von sogenannten Aufenthaltskarten hat die Staatsanwaltschaft Leipzig Anklage gegen einen Mann erhoben. Das Amtsgericht Leipzig muss nun über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden.

15.000 Euro als Gegenleistung

Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dem 53-Jährigen werde vorgeworfen, in den Jahren 2017 und 2018 insgesamt 15 Männern aus Indien und Pakistan die scheinbar legale Einreise nach Deutschland beziehungsweise einen scheinbar legalen Aufenthalt in der Bundesrepublik ermöglicht zu haben. Dafür soll der Pakistani von den Betroffenen jeweils bis zu 15.000 Euro bekommen haben.

Vowurf: Elf Scheinehen mit rumänischen Frauen

Wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilte, sollen in elf Fällen Scheinehen zwischen den Männern und aus Rumänien stammenden Frauen geschlossen worden sein. Heirat mit EU-Bürgern berechtigt zu einer Aufenthaltskarte.

In den anderen vier Fällen sollen gefälschte Eheurkunden ausgestellt worden sein. Zudem seien fingierte Miet- und Arbeitsverträge vorgelegt worden, um bei den Behörden EU-Aufenthaltskarten zu bekommen. In acht Fällen gelang die Einschleusung auf diesem Weg.

Quelle: MDR/lam/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 18.02.2020 | 12:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

Zuletzt aktualisiert: 18. Februar 2020, 12:19 Uhr

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