05.09.2019 | 13:47 Uhr Staatsschutz ermittelt nach Ausschreitungen in Leipzig-Lindenthal

Ein Mann ballt seine Faust.
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Nach Ausschreitungen in Leipzig am vergangenen Wochenende ermittelt der Staatsschutz. Wie ein Polizeisprecher am Donnerstag sagte, werden zwei 19-Jährige verdächtigt, bei Krawallen "Heil Hitler!" gerufen zu haben. Gegen einen 18-Jährigen werde wegen Körperverletzung ermittelt. Ein 25-Jähriger wurde leicht verletzt. Zwei weitere 18-Jährige sollen eine Schranke zum Feuerwehrgelände beschädigt haben. Zunächst berichtete die "Bild"-Zeitung.

Feuerwehrleute angegriffen und beleidigt

Zu den Ausschreitungen war es in der Nacht zum vergangenen Sonnabend rund um ein Heimatfest im Leipziger Stadtteil Lindenthal gekommen. Etwa 70 alkoholisierte Jugendliche zogen nach Angaben des Polizeisprechers mehrere Stunden lärmend durch die Straßen und zerstörten Haltestellen und Bauschilder. Die Polizei prüft auch Vorwürfe der Freiwilligen Feuerwehr des Stadtteils, deren Einsatzkräfte nach eigenen Angaben bei den Ausschreitungen behindert und beleidigt worden waren. Es gebe schlicht keinen Grund dafür, Menschen zu beleidigen, die ihre Freizeit opferten und ihre Gesundheit riskierten, um anderen zu helfen, schrieb die Feuerwehr am Montag auf Facebook. Am Mittwoch verurteilte Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung das Verhalten der Gruppe gegenüber der Feuerwehr: "Hier gibt es nichts zu relativieren, für solches Verhalten kann es keinerlei Toleranz geben", zitierte ihn die Stadt auf Facebook.

Quelle: MDR/dk/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 05.09.2019 | 12:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

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