Stadtgeschichtlichen Museum Ulbrichts Küchenstuhl und Napoleons Nachttopf in Leipzig zu sehen

Exponat der Ausstellung "Oder kann das weg?" im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig
Die Ausstellung kommt mit einem langen Titel daher: "…oder kann das weg? Napoleons Nachttopf, Ulbrichts Küchenstuhl und das Taufkleid von Tante Marta. Zwischen Alltag und Aura oder Warum sammeln Geschichtsmuseen?". Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

In einer Spezialausstellung zeigt das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig seit Dienstag Kuriositäten aus verschiedenen Depots, darunter den Nachttopf von Napoleon, den Jagdrock Kaiser Wilhelms II. oder einen Küchenstuhl von Walter Ulbricht. Wie das Museum mitteilte, wurden diese Stücke zum Teil seit Jahrzehnten nicht ausgestellt, weil sie nie in die gerade anstehenden Ausstellungsprojekte gepasst haben. Nun wurden die Stücke entstaubt und mittels sozialgeschichtlicher und stadthistorischer Erzählungen den Besucherinnen und Besuchern in einer kurzweiligen Ausstellung zugänglich gemacht.

Menschen stehen und sitzen in einer Ausstellung
Direktor Hartinger (links stehend) eröffnet die Ausstellung zu den historischen Kuriositäten aus Museumsdepots. Bildrechte: Katja Etzold/Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Die Beschäftigung mit den eigenen Beständen sei eine dauernde Kernbeschäftigung kulturgeschichtlicher Museen, sagte der Direktor der Stadtgeschichtlichen Museen Leipzig Anselm Hartinger. "Diese Ausstellung stellt sich dabei mutig der Frage, warum Museen sammeln und worin die einzigartige Aura und Relevanz auch scheinbar alltäglichster Objekte liegen kann", sagte er.

Die Ausstellung ist bis Ende Februar 2021 zu sehen.

Quelle: MDR/sm

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 06.10.2020 | 19:00 Uhr

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