Ermittlungen Mutmaßliches Bekennerschreiben nach Bagger-Brand im Leipziger Osten

Fahrzeugbrände in Leipzig
In der Nacht zum 26.09.2020 war das Baufahrzeug der Firma Hentschke Bau in Flammen aufegangen. Bildrechte: Nonstopnews

Nach dem Brand eines Baggers im Leipziger Stadtteil Anger-Crottendorf ist ein mutmaßliches Bekennerschreiben im Internet aufgetaucht. Auf der Plattform Indymedia wurde das Schreiben veröffentlicht. Die unbekannten Verfasser schreiben, der Anschlag in der Nacht zum 25. September habe gezielt dem Bauunternehmen Hentschke Bau aus Ostsachsen gegolten.

Protest gegen Gefängnisse

Dem Bekennerschreiben zufolge war die Firma am Bau der Justizvollzugsanstalt Zwickau beteiligt "und damit Profiteur vom Knastsystem. Knäste sollen Menschen gefügig machen, die gesellschaftliche Ordnung aufrecht erhalten (sic!) und widerständige Momente unterdrücken." Außerdem prangern die Verfasser die Inhaftierung zweier Tatverdächtiger an. Diese sollen an Brandanschlägen im November 2019 in Rodewisch und Bautzen beteiligt gewesen sein.

Zusammenhang mit Bränden in Ost-Sachsen?

Auch zu diesem Brandanschlag hatte es ein Bekennerschreiben gegeben: Kurz nach den Baustellenfeuern in Ostsachsen Ende vergangenen Jahres hatten Unbekannte auf Indymedia behauptet, mit den Anschlägen gegen den Bau von Gefängnissen allgemein und im Speziellen der JVA Zwickau-Marienthal zu protestieren. Auch damals war ein Baufahrzeug der Firma Hentschke Bau betroffen.

Soko LinX ermittelt

In beiden Fällen hat die Soko Linx des Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen. Ob die Behörde das aktuelle Schreiben für echt hält, wollte eine Mitarbeiterin auf Nachfrage von MDR SACHSEN nicht bestätigen. Wegen der laufenden Ermittlungen seien keine Angaben möglich. Das Schreiben fließe aber in die Ermittlungen ein.

Quelle: MDR/kp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 30.09.2020 | 09:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

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