Einsatzkräfte der Feuerwehr stehen an der Unfallstelle neben dem verunglückten Bus.
Bildrechte: dpa

21.05.2019 | 09:55 Uhr Busunfall auf A9: Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung gegen Fahrer

Einsatzkräfte der Feuerwehr stehen an der Unfallstelle neben dem verunglückten Bus.
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Nach dem schweren Busunfall auf der Autobahn 9 mit einer Toten und vielen Verletzten hat die Staatsanwaltschaft Leipzig gegen den Busfahrer ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet. Außerdem werde wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt, teilte die Behörde mit. Nach den bisherigen Ermittlungen bestehe zumindest ein Anfangsverdacht, das der Busfahrer den Unfall fahrlässig verursacht habe. Die Staatsanwaltschaft beauftragte einen Sachverständigen für Kraftfahrzeuge, der den Bus untersuchen und prüfen soll, ob eine technische Ursache zu dem Unfall geführt hat. Mit dem schwer verletzten Busfahrer konnten die Ermittler noch nicht sprechen. Er ist laut Polizei weiterhin nicht ansprechbar.

Busfahrer hat Lenkzeiten offenbar eingehalten

Das Unternehmen Flixbus teilte MDR SACHSEN mit, dass sich der Fahrer an die gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten gehalten hat. Das habe die Auswertung des Tachographen durch die Polizei sowie interner GPS-Daten durch das Unternehmen ergeben.

Der Bus war am frühen Sonntagabend an der Landesgrenze zwischen Sachsen und Sachsen-Anhalt von der Fahrbahn abgekommen und auf die Seite gekippt. Eine Leitplanke bohrte sich durch die Windschutzscheibe. Eine Frau starb. Die genaue Todesursache und ihre Identität sollen laut Staatsanwaltschaft durch eine Obduktion geklärt werden.

Bei dem Unfall wurden neun Menschen schwer, 63 leicht verletzt. Der Bus des Unternehmens Flixbus war von Berlin nach München unterwegs, als er in der Nähe eines Rastplatzes bei Leipzig verunglückte.

Quelle: MDR/kb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 21.05.2019 | 10:00 Uhr in den Nachrichten

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