Gaming-Messe Leipzig DreamHack findet coronabedingt virtuell statt

Wegen der Corona-Pandemie findet die DreamHack Leipzig in diesem Jahr virtuell statt. Die Gaming-Messe gilt als Anlaufpunkt der Online-Spiele-Gemeinschaft, der der reale Austausch über ihre Leidenschaft derzeit sehr fehlt.

DreamHack Projektmanager Constantin Strobel in einer Halle auf dem Gelände der Neuen Messe Leipzig.
Dieses Jahr leider keine Gamingfans auf der Messe. Constantin Strobel und seine Kolleginnen und Kollegen haben die DreamHack in diesem Jahr coronabedingt in den virtuellen Raum verlegt. Bildrechte: DreamHack Leipzig

In Leipzig ist die dreitägige Gaming-Messe DreamHack Leipzig gestartet. Unter dem Motto "Back to the roots" sind alle Computerspielefans aufgerufen, das Festival in die eigenen vier Wände zu holen. "Sonst kamen immer alle zu uns, jetzt kommen wir zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern", erklärt Projektmanager Constantin Strobel MDR SACHSEN. Drei Tage lang soll online mit- und gegeneinander gespielt werden.

Der Versuch eines Ersatzprogramms

Dazu veranstaltet die DreamHack verschiedene Turniere zu den Lieblingsgames der Community - darunter Counter Strike, Fortnite oder Call of Duty. Darüber hinaus erwarten die Teilnehmenden Live-Streams verschiedener Finalspiele und exklusive Hardware-Angebote zu rabattierten Preisen. Erstmals wird der Clip des Jahres verliehen. "Was wir dieses Jahr auf die Beine gestellt haben ist der Versuch, ein Ersatzprogramm zu schaffen", so Strobel. In den eigenen vier Wänden der Messe beizuwohnen sei aber nicht das Gleiche, wie auf das Messegelände nach Leipzig zu kommen.

DreamHack Leipzig
2020 tummelten sich noch tausende Gaming-Fans auf dem Leipziger Messegelände. Bildrechte: DreamHack

"Der Austausch vor Ort fehlt"

Denn auch wenn die Community ihre Spiele jederzeit von fast jedem Ort der Welt gemeinsam online spielen können, seien gemeinsame Talkrunden nicht erst durch Corona wichtiger geworden. "Der Austausch über aktuelle Trends vor Ort fehlt derzeit sehr", meint Strobel. Den gemeinsamen Austausch vermisst auch Kerstin Thomar von Leipzig eSports. Die Gamerin würde gern mit ihrer Freundin durch die Messehallen laufen, neue Leute kennenlernen, "die nicht in Leipzig leben". Auch das Zuschauen, wenn andere ihre Spiele "daddeln", fehlt ihr. "Fußball ist im Stadion auch geiler als im Fernsehen", so Thomar.

Onlinemüdigkeit und mangelnde Motivation wegen Corona

"Wir bemerken bei der Community auch eine gewisse Onlinemüdigkeit", ergänzt Christian Engler, Vorstandsvorsitzender von eSports Leipzig. Der Motivationsfaktor sei durch die Corona-Pandemie gesunken. "Den ganzen Tag online zu kommunizieren geht dann auch nicht", so Engler. Da sei der Wunsch nach onlinefreier Zeit gut nachvollziehbar.

Auf die Ursprünge besinnen

Weil die Corona-Pandemie aber kein Zusammentreffen der Community zulässt, bleibt es in diesem Jahr bei der digitalen Distanz. "Wir besinnen uns auf die Basis der Spielenden und auf die Anfänge der Dream Hack", die 2004 in Schweden als größte LAN-Party der Welt ihren Anfang nahm, betont Projektmanager Strobel. Die DreamHack Leipzig ist die offizielle deutsche Plattform der schwedischen DreamHack, dem weltweit führenden Gaming-Festival und lockt seit 2016 ein Mal im Jahr tausende Fans in die Messestadt.

Quelle: MDR/mar

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 21.01.2021 | 16:30 Uhr im Regionalreport aus dem Studio Leipzig

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