31.03.2020 | 21:24 Uhr Uniklikum Leipzig sucht medizinisch versierte Krisenhelfer

Die Corona Ambulanz an der Universitätsklinik Leipzig.
Bildrechte: imago images/Christian Grube

Noch ist die Situation in Sachsens Krankenhäusern relativ entspannt. Aber die Mediziner bereiten sich darauf vor, dass in den nächsten Wochen viele Menschen mit Covid-19 stationär behandelt werden müssen. So sucht die Uniklinik in Leipzig medizinisch versierte Krisenhelfer, die jetzt oder in Zukunft anpacken wollen. Viele haben sich schon freiwillig gemeldet.

Rund 1.400 Helfer haben sich gemeldet

Zu den Freiwilligen gehört die Medizinstudentin Maria Bischof. "Ich bin schon fast am Ende meines Studiums, da habe ich gedacht, da kann ich helfen", sagt die Medizinstudentin, die sich als Unterstützerin registrieren ließ. Maria Bischof arbeitet jetzt in der Corona-Ambulanz des Uniklinikums. Auch Dr. Susann Köhler, die normalerweise in der Forschung tätig ist, schiebt in der Ambulanz seit einigen Tagen Dienst. "Dafür bin ich Arzt geworden, um Menschen zu helfen. Und wenn Not am Mann ist, bin ich zur Stelle", sagt sie. Rund 1.400 Menschen haben sich bereits über das Rekrutierungsportal gemeldet, darunter etwa 400 Medizinstudenten.

Aktuell werden am Leipziger Uniklinikum nur zwei an Covid-19-Erkrankte intensivmedizinisch betreut. Es handelt sich um zwei Männer aus dem italienischen Bergamo, die nach Deutschland eingeflogen wurden. Die Patienten müssten beatmet werden, ihr Zustand sei ernst, aber stabil, teilte das Klinikum mit. Insgesamt sei die Zahl der Covid-19-Patienten an der Klinik noch klein - auch dank der Zusammenarbeit mit dem Klinikum St. Georg, das als erste Anlaufstelle die Leipziger Fälle aufnimmt, hieß es.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 31.03.2020 | 19:00 Uhr

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