Kontaktverfolgung Bei Leipzigern angesteckt: Virus-Mutation aus Südafrika in Halle nachgewiesen

Epidemische Viruspartikel, Konzeptgrafik
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Nachdem in Leipzig in neun Fällen die besonders ansteckende Variante des Coronavirus aus Südafrika festgestellt wurde, ist die Virusmutation jetzt auch in Sachsen-Anhalt nachgewiesen worden. Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) erklärte am Sonnabend, zwei Verdachtsfälle hätten sich bestätigt.

In beiden Fällen habe es eine direkte Kontaktkette zu Personen in Leipzig gegeben, bei denen die Virusmutation zuvor nachgewiesen worden war, sagte Wiegand. Für die beiden in Halle lebenden Personen gelte nun eine zweiwöchige Quarantäne. Eine Sprecherin des Sozialministeriums in Magdeburg bestätigte, dass es die ersten bekannten Fälle des mutierten Virus im Land sind.

Kontaktnachverfolgung läuft

Am Donnerstag war in Leipzig erstmals die mutierte Variante aus Südafrika bei einer Frau Mitte 20 entdeckt worden. Sie wurde im Rahmen eines Routine-Screenings aller Patienten des Uniklinikums untersucht. Zuvor war sie wegen einer Notfall-Behandlung an der Klinik, danach aber wieder nach Hause geschickt worden. Den Angaben nach hatte sie keinerlei Symptome einer Corona-Infektion. Bei der Nachverfolgung ihrer Kontakte seien einen Tag später acht weitere Infektionen mit der Mutation aus Südafrika nachgewiesen worden. Das sagte ein Sprecher der Stadt. Alle Betroffenen seien in Quarantäne. Die Nachverfolgung der Kontakte laufe und werde übers Wochenende fortgesetzt.

Laut der Virologie des Universitätsklinikums handelt es sich bei der in Leipzig nachgewiesenen Mutation "mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit" um den Stamm B.1.351, der vorige Woche schon in anderen Bundesländern aufgetreten war. Die Experten arbeiten nach Angaben vom Freitag weiter daran, das Virus-Genom des Erregers vollständig zu analysieren. Das wird aber noch mehrere Tage dauern.

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Quelle: MDR/dk/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 22.01.2021 | 21:00 Uhr in den Nachrichten

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