Demo Christopher Street Day Leipzig 2018
Bildrechte: MDR/Moritz Arand

Gegen Rassismus und Homophobie Tausende Teilnehmer bei CSD-Demo in Leipzig

Bunt, laut und friedlich: Die Demonstration am Sonnabend in Leipzig hat den Höhepunkt der CSD-Woche in Leipzig gebildet. In diesem Jahr haben die Veranstalter den Schwerpunkt auf den Kampf gegen den Rechtspopulismus gelegt.

Demo Christopher Street Day Leipzig 2018
Bildrechte: MDR/Moritz Arand

Mit einer Demonstration ist der diesjährige Christopher Street Day in Leipzig zu Ende gegangen. Laut Veranstalter nahmen bis zu 6.000 Menschen an dem Umzug durch die Innenstadt Teil. Bunt, friedlich und begleitet von lauter Musik zog der feiernde Tross vom Markt über den Bahnhof zum Neuen Rathaus und endete wieder auf dem Marktplatz.

CSD-Woche gegen Rassimus

Zuvor gab es eine ganze Reihe verschiedener Veranstaltungen. Neben Stadtführungen und Filmabenden wurde bei Vorträgen und Workshops über Homo- und Transsexualität in der Gesellschaft diskutiert. Dem CSD geht es aber nicht nur um dieses Thema. Pressesprecherin Sandra Kamphake erklärte im Gespräch mit MDR SACHSEN, ein Themenschwerpunkt sei der "Kampf gegen den Rechtspopulismus. Konkret auch gegen die AfD." Die Rechtskonservativen stünden für eine Welt längst vergangener Zeiten, heißt es im Veranstaltungsheft. Diese strebten eine "Wiedererrichtung der Männerherrschaft" an. "In dieser Welt ist alles fremd, was nicht weiß und hetero ist." Zudem fehle, trotz der Öffnung der Ehe für alle, immer noch die gesellschaftliche Akzeptanz und Toleranz gegenüber Homo-, Trans- und Intersexuellen, fährt Kamphake fort. "Wir wollen niemandem etwas wegnehmen, aber sichtbar machen, dass auch wir lieben und leben wollen."

Bildergalerie CSD-Demo in Leipzig

Am Sonnabend fand der diesjährige CSD in Leipzig seinen Höhepunkt mit einer Demo, an der mehrere Tausend Menschen teilgenommen haben. MDR SACHSEN war vor Ort und hat einige Eindrücke gesammelt.

Demo Christopher Street Day Leipzig 2018
Die CSD-Demo startete auf dem Leipziger Marktplatz. Auch Politikerinnen und Politiker wie Monika Lazar (Grüne) und Sören Pellmann (Linke) beteiligten sich an dem Marsch. Bildrechte: MDR/Moritz Arand
Demo Christopher Street Day Leipzig 2018
Die CSD-Demo startete auf dem Leipziger Marktplatz. Auch Politikerinnen und Politiker wie Monika Lazar (Grüne) und Sören Pellmann (Linke) beteiligten sich an dem Marsch. Bildrechte: MDR/Moritz Arand
Demo Christopher Street Day Leipzig 2018
Jurassic Pride: Viele Teilnehmer trugen Kostüme und sorgten für gute Stimmung. Bildrechte: MDR/Moritz Arand
Demo Christopher Street Day Leipzig 2018
Auf dem Marktplatz gab es zahlreiche Infostände und kreative Plakatwände. Bildrechte: MDR/Moritz Arand
Demo Christopher Street Day Leipzig 2018
Der Demostrationszug marschierte am Hauptbahnhof vorbei. Bildrechte: MDR/Moritz Arand
Demo Christopher Street Day Leipzig 2018
Auch Einhörner durften nicht fehlen. Bildrechte: MDR/Moritz Arand
Demo Christopher Street Day Leipzig 2018
Viele Transparente forderten "Liebe für alle". Bildrechte: MDR/Moritz Arand
Demo Christopher Street Day Leipzig 2018
Bildrechte: MDR/Moritz Arand
Demo Christopher Street Day Leipzig 2018
Bis zu 6.000 Menschen sollen laut Veranstalter an der Demo teilgenommen haben. Bildrechte: MDR/Moritz Arand
Demo Christopher Street Day Leipzig 2018
Auch die Leipziger Jugendorgansiation der SPD war mit einem Wagen an der Demo beteiligt. Bildrechte: MDR/Moritz Arand
Demo Christopher Street Day Leipzig 2018
Am Rathaus stoppte der feiernde Zug für eine Zwischenkundgebung. Bildrechte: MDR/Moritz Arand
Demo Christopher Street Day Leipzig 2018
Unter anderem forderten die Veranstalter ein Ende von Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Hass auf LGBT (Abkürzung für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender). Bildrechte: MDR/Moritz Arand
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Mehr Offenheit

Für die CSD-Woche zieht die Sprecherin ein positives Fazit. "Was wir jetzt sehen können ist, dass alle zufrieden und glücklich sind." In den nächsten Wochen wollen die Veranstalter dann nochmal alles nachbesprechen und mögliche Kritikpunkte auswerten. Kamphake weiß jetzt schon, dass der CSD noch mehr Offenheit kommunizieren muss. "Ihr könnt alle mitorganisieren. Jede Hilfe wird gebraucht."

Quelle: MDR/mar

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 21.07.2018 | 18:00 Uhr in den Nachrichten

AKTUELLES AUS SACHSEN

Zuletzt aktualisiert: 21. Juli 2018, 18:04 Uhr

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8 Kommentare

22.07.2018 23:18 NN 8

Es erweckt bei mir den Eindruck, dass die Veranstaltung , welche ursprünglich die Rechtlosigkeit homosexueller Menschen anprangern sollte, derart gekonnt staatlich unterwandert wurde, dass es die Teilnehmer selbst nicht bemerkten. Erstens: die Abschweifung vom Ursprungsthema , Zweitens: professionell gedruckte Plakate, Drittens: der Unbill gegen Heterosexualität (Heterosexualität: möglicherweise der Grund der Existenz vieler Demonstrationsteilnehmer)
Die Veranstaltung ist ein voller Erfolg - für die Strippenzieher im Hintergrund: wieder ein Ereignis, das geeignet ist, die Gesellschaft zu spalten.
Viel prägnanter konnte das Bertolt Brecht sagen:

Unsre Herrn, wer sie auch seien,
sehen unsre Zwietracht gern,
denn solang sie uns entzweien,
bleiben sie doch unsre Herrn.

22.07.2018 17:38 Uwe 7

Und bei dem Affentheater wundern die sich wirklich noch wenn es welche gibt die die Hassen ?

22.07.2018 15:04 Wachtmeister Dimpfelmoser 6

Veranstaltungen, auf denen Plakate mit dem Slogan "Fußball ist kein Männersport" hochgehalten werden, kann man nicht ernst nehmen.

22.07.2018 11:51 NN 5

Es ist niemandem verboten, einen anderen Erwachsenen zu lieben. Man kann es einfach tun. Diese völlig private Sache dermaßen in die Öffentlichkeit zu tragen, wird die gesellschaftliche Akzeptanz nicht erhöhen, eher das Gegenteil bewirken. Da man ja nun nicht mehr so sehr für gleichgeschlechtliche Rechte kämpfen muss, ist nun halt die AfD dran. Das Thema der Veranstaltung scheint sehr beliebig zu sein. Ein homosexueller AfD Anhänger käme hier richtig in Bedrängnis.

22.07.2018 11:01 Sachse43 4

Alberne Realitätsverweigerer!

22.07.2018 10:00 Bernd L. 3

Was sagen die Kämpfer für die Vielfalt zu Mehrfachehen, Kinderehen- da hört man kein Wort.- Der Artikel ist politisch sehr einseitig, kein seriöser Journalismus- so etwa gehört eigentlich nicht in MDR Aktuell.

21.07.2018 21:00 Max 2

Hass auf "alte, weiße Männer"?
Dann könnte es sein, dass Sie Rassist sind. Unter anderem.

21.07.2018 20:10 Christiane 1

Das war keine Demo. Das war mal Bissell um die Innenstadt laufen versuchen Spaß zu haben. Das war angepasster Mist. Wir waren in keinen Wohngebiet. Die Route war ein Witz. Die Ganze Organisation war Angepaßt an das Konservative politische Bürgerschaft in Leipzig. Kein Thema wegen diesen Richter der Transsexullee diskrementiert in Leipzig, nix. Letztendlich eine Blödelveranstaldung.

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