28.01.2020 | 15:48 Uhr DFB: E-Sport-Labor in Leipzig, mehr Länderspiele im Osten

Blick auf das Gebäude (l), in dem am 28.01.1900 der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gegründet wurde
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In Leipzig ist am Dienstag an die Gründung des Deutschen Fußball-Bundes vor 120 Jahren erinnert worden. An der damaligen Gründungsstätte fand aus diesem Anlass einer Podiumsdiskussion mit DFB-Präsident Fritz Keller statt. Im Restaurant "Mariengarten" in der Büttnerstraße 10 am Rande der Leipziger Innenstadt war am 28. Januar 1900 der DFB ins Leben gerufen worden – heute der größte Sportverband der Welt. Bisher erinnerte nur eine Gedenktafel am heute dort stehenden Gebäude an das Ereignis.

Forschung zum Bildschirm-Sport

Zum 120. DFB-Geburtstag hat nun auch der Fußball wieder Einzug in das Haus gehalten - zumindest virtuell. Präsident Keller weihte ein Forschungslabor für E-Sport ein. Im von der Hochschule Mittweida betriebenen "Playroom" soll unter anderem zum Thema "E-Sports & Games-Marketing" geforscht werden. Den Anstoß für diese Einrichtung hatte der Präsident des Sächsischen Fußball-Verbandes, Herrmann Winkler, vor drei Jahren gegeben.

Es gibt keine Zukunft ohne Herkunft. Wir sind stolz, dass es uns gelungen ist, das Haus mit Leben zu erfüllen und den Bogen von der Historie zur Gegenwart zu schlagen.

Hermann Winkler Präsident des Sächsischen Fußball-Verbandes

Länderspiele gegen "Fußballzwerge" im Osten?

Blick auf eine Tafel, die an die Gründung des Deutschen Fußball-Bundes am 28.01.1900 erinnert
  • Diese Tafel in der Leipziger Büttnerstraße erinnert an die Gründung des Deutschen Fußball-Bundes am 28. Januar 1900.
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Echte Anstöße auf dem Fußballrasen stellte dagegen der oberste DFB-Boss ostdeutschen Stadien in Aussicht. Er will nach eigenen Angaben mehr Länderspiele der Nationalmannschaft in den Osten vergeben. Wohltätigkeit ist allerdings nicht der Grund, sondern die zuletzt sichtbar geringe Auslastung großer Stadien bei Heimspielen der DFB-Elf. Deshalb waren zuletzt auch kleinere Arenen wie Wolfsburg und Mainz zum Zug gekommen. Im Osten kann sich Keller Länderspiele in Dresden, Magdeburg und Rostock vorstellen. Allerdings würden dort keine großen Fußball-Nationen auflaufen, sondern die sogenannten "Kleinen", wie beispielsweise 2006 Georgien in Rostock. Bei Länderspiel-Klassikern haben dagegen weiter nur die großen Arenen in Berlin und Leipzig eine Chance.

Fritz Keller, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes DFB, steht am 120. Gründungstag des DFB am Gründungsort neben einer Tafel an der Büttnerstraߟe 10 in Leipzig.
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Ich bin mir sicher, dass wir gegen kleinere Nationen auch mal in kleinere Stadien gehen.

Fritz Keller Präsident des Deutschen Fußball-Bundes

Quelle: MDR/stt/spa/sid

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 28.01.2020 | 09:00 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 28. Januar 2020, 15:48 Uhr

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