18.01.2020 | 16:51 Uhr Nach Drohungen: Linke-Politikerin Nagel will Anzeige erstatten

Juliane Nagel (Die Linke)
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Die sächsische Landtagsabgeordnete Juliane Nagel (Linke) sieht sich nach den Silvester-Ausschreitungen in Leipzig-Connewitz mit extremen Anfeindungen konfrontiert. Am Samstag hat sie einen Drohbrief öffentlich gemacht, der ihr zugeschickt wurde. In dem Brief war ein Zettel auf dem stand: "An den Galgen mit dir oder standrechtlich erschiessen". Die 41-Jährige aus Leipzig will nun Anzeige erstatten.

Immer mehr Hass-Mails 

Seit Silvester hätten die Anfeindungen massiv zugenommen, erklärte sie. "Ich habe noch nie so viele Hass-Mails und Drohungen bekommen." Auch wegen einiger dieser Mails werde sie sicher noch Anzeigen stellen. Sie erklärte aber auch, dass sie sich nicht einschüchtern lasse und weiter Politik machen werde.

Juliane Nagel hatte nach der Silvesternacht im Leipziger Stadtteil Connewitz das Verhalten der Polizei kritisch hinterfragt und von einem "rabiaten Vorgehen" der Beamten gesprochen. Im Gegensatz zu vielen, die sich später über die Vorfälle äußerten, war Nagel Augenzeugin des Geschehens. Inzwischen prüft die Staatsanwaltschaft Leipzig von Amts wegen den Verdacht möglicher Polizeigewalt. Bei den Ausschreitungen waren auch Polizisten mit Flaschen, Steinen und Pyrotechnik attackiert worden.

Quelle: MDR/bb/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 15.01.2020 | 05:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

Zuletzt aktualisiert: 18. Januar 2020, 16:51 Uhr

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