Demo Artensterben WGT Leipzig
Tausende sterben bei einem "Die-In", um auf das Sterben der Arten aufmerksam zu machen. Bildrechte: Lars Tunçay

10.06.2019 | 17:40 Uhr "Die-In" gegen das Artensterben in Leipzig

Ein "Trauermarsch für aussterbende Arten" ist am Montag durch die Leipziger Innenstadt gezogen. Das Leipziger Bündnis "Extinction Rebellion" und das WGT hatten zu der Demo aufgerufen. Rund 2.000 Menschen folgten.

Demo Artensterben WGT Leipzig
Tausende sterben bei einem "Die-In", um auf das Sterben der Arten aufmerksam zu machen. Bildrechte: Lars Tunçay

Während in der Messestadt Zehntausende das Wave-Gotik-Treffen zelebrieren, hat das Leipziger Bündnis "Extinction Rebellion" (deutsch: Rebellion gegen das Aussterben) auf das Artensterben aufmerksam gemacht. Mit einem gemeinsamen Trauermarsch und einem sogenannten "Die-In" zog der Demonstrationszug am Montagnachmittag vom Bayrischen Bahnhof zum Hauptbahnhof. Dem Aufruf folgten rund 2.000 Teilnehmer.

Bildergalerie Schwarze Demo gegen das Artensterben

Am Rande des Wave-Gotik-Treffens in Leipzig zogen Tausende in einem Trauermarsch durch die Innenstadt. Ihr Anliegen: Auf das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten aufmerksam machen.

Demo Artenschutz
Rund 2.000 Menschen demonstrierten am Montagnachmittag in Leipzig. Bildrechte: Moritz Arand
Demo Artensterben WGT Leipzig
Unter anderem sprach der Pathologe und Buchautor Mark Benecke. Bildrechte: Lars Tunçay
Mehrere Sarg-Miniaturen liegen auf einem Platz.
Die Formation Feline & Strange spielte. Bildrechte: Lars Tuncay
Demo Artensterben WGT Leipzig
Die Aktivisten hielten eine Trauerrede. Bildrechte: Lars Tunçay
Demo Artensterben WGT Leipzig
Bei der Performance sterben die Teilnehmer symbolisch ... Bildrechte: Lars Tunçay
Eine Frau liegt neben einem Sarg, auf dem eine Raubkatze abgebildet ist.
... um auf das Sterben des Planeten aufmerksam zu machen. Bildrechte: Lars Tuncay
Demo Artenschutz
Rund 2.000 Menschen demonstrierten am Montagnachmittag in Leipzig. Bildrechte: Moritz Arand
Schwarz gekleidete Menschen laufen durch die Leipziger Innenstadt.
Mit einem Trauermarsch wollten sie auf das Artensterben aufmerksam machen. Bildrechte: Lars Tuncay
Demo Artensterben WGT Leipzig
Vom Bayrischen Bahnhof zog der Trauermarsch zur Moritzbastei. Bildrechte: Lars Tunçay
Hunderte Menschen haben sich in Leipzig zu einer Demonstration gegen Artensterben versammelt.
Dort stießen viele weitere Trauernde zum Demozug. Bildrechte: Lars Tuncay
Hunderte Menschen haben sich in Leipzig zu einer Demonstration gegen Artensterben versammelt.
Bei der Kundgebung wurde eine düstere Zukunfstprognose entworfen. Bildrechte: Lars Tuncay
Demo Artensterben WGT Leipzig
Im Anschluss zog die Menge durch die Leipziger Innenstadt. Bildrechte: Lars Tunçay
Demo Artensterben WGT Leipzig
Vor dem Hauptbahnhof wurde der Sarg symbolisch beigesetzt. Bildrechte: Lars Tunçay
Demo Artensterben WGT Leipzig
Das weltweite Bündnis Extinction Rebellion und das WGT hatten zu der Demo aufgerufen. Bildrechte: Lars Tunçay
Demo Artensterben WGT Leipzig
Endpunkt der Demonstration war ein "Die-In". Bildrechte: Lars Tunçay
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Prominente Gäste

"Gemeinsam betrauern wir die mehr als hundert Arten, welche tagtäglich den Folgen des Klimawandels und weiteren menschgemachten Umweltveränderungen zum Opfer fallen und für immer von unserer Erde verschwinden", hieß es in dem Aufruf zu der Demo. Ein symbolischer Sarg gehörte ebenso zur Prozession wie Redebeiträge von Buchautor Mark Benecke, Oswald Henke, Sänger der Band Goethes Erben, Anke Hachfeld von der Gruppe Mila Mar und der Musiker von Feline & Strange.

Jugendliche der "Extinction Rebellion Leipzig" ketten sich am 25.5.19 ans Leipziger Rathaus
Jugendliche der "Extinction Rebellion Leipzig" ketten sich am 25.5.19 ans Leipziger Rathaus Bildrechte: Max Leurle

Globales Netzwerk Die Gruppe "Extinction Rebellion" ist Teil eines weltweiten Netzwerks von Klima-Aktivisten. Bereits in der Vergangenheit haben die Leipziger mit Aktionen in der Öffentlichkeit für Aufsehen gesorgt. Am 25. Mai ketteten sich fünf Jugendliche ans Leipziger Rathaus, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Ziel der Gruppe sei es, den CO2-Ausstoß drastisch zu reduzieren, sagten die Veranstalter. Außerdem sollten Politik und Medien "wissenschaftlich angemessen über das Ausmaß der Klimakrise" berichten.

Weltweit sind jüngsten Erhebungen zufolge eine Million Arten vom Aussterben bedroht. In Sachsen sind in den vergangenen 200 Jahren fast 1.500 Pflanzen- und Tierarten ausgestorben. "Sprich: Die Roten Listen werden länger", sagte Karin Bernhardt vom Landesamt für Umwelt und Geologie im Gespräch mit MDR SACHSEN. "Auch die Einschleppung von Arten durch den globalen Handel und die Ausbreitung invasiver Arten zum Beispiel durch den Klimawandel, sind problematisch."

21.000 bei Wave-Gotik-Treffen

Insgesamt haben am Pfingstwochenende rund 21.000 Menschen das Wave-Gotik-Treffen gefeiert. Das Treffen entwickle sich immer mehr zum Kunstfestival, sagte Festivalsprecher Cornelius Brach am Montag. Zumindest hätten die meisten der Gäste aus aller Welt das opulente Kulturprogramm des Spektakels mit Ausstellungen, Konzerten, Lesungen und Führungen reichlich genutzt.

Ausführlich berichten unsere Kollegen von MDR Kultur vom WGT:

 Quelle: MDR/lt

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 10.06.2019 | 19:00 Uhr

AKTUELLES AUS SACHSEN

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5 Kommentare

11.06.2019 11:28 Kirchenmitglied 5

Ist schoh klar, dass diejenigen deutschen Zeitgenossen, die sich für nichts anderes als Fußball und dicke Autos interessieren, gegen diese Demo auftreten und die Demonstranten als Schädlinge der bürgerlichen Ordnung einstufen.

11.06.2019 00:20 @3 4

Welche Arten wollen "wir" denn nicht wiederhaben? Wer steht denn auf der Assi-Liste der Tiere?
Und kommen Sie mir jetzt bitte nicht mit den DInos!

10.06.2019 15:26 Sachse43 3

@2: Artensterben hat es immer gegeben, oder wollen sie einige Arten wieder haben?

10.06.2019 14:24 Atze 2

Ich finde es aktuell, dass die Teilnehmer auch politisch gegen das Artensterben mit dem Trauerzug werden. Egal ob es sich Demo nennt, es ist eben etwas passiver, die Auseinandersetzung mit dem Problem.Und wer zieht nicht die Augenbrauen hoch, wenn er jetzt gerade merkt, dass es fast keine Schmetterlinge usw. im schönsten Sonnenschein mehr gibt. Ich habe mich an der Erhebung des NABU beteiligt und bin entsetzt. Wer es nicht glaubt, geht in euren Garten und sucht den "Admiral"
usw. Jeder sollte mal selbst prüfen und nicht vorschnell alles abtun.MfG

10.06.2019 12:48 Sachse43 1

Sind die immer noch angekettet? Wenn nein, was tun sie ganz persönlich gegen das Artensterben? Tun sie was gegen Invasoren? Gegen Marderhund, Waschbär und weitere?

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